- 17.05.2011, 09:20:37
- /
- OTS0043 OTW0043
ÖAMTC: 14 Fahrradträger im Test - kein "sehr gut", viel Mittelmaß, einmal "nicht genügend" (+ Fotos, + Grafik)
Spitzenmodelle bieten stabile Befestigung und gutes Handling
Wien (OTS) - Mit dem Frühling beginnt die Urlaubszeit und viele
Familien wollen auch unterwegs nicht auf ihre eigenen Fahrräder
verzichten. Bei einer Reise mit dem Auto sind Radträger die beste
Möglichkeit, die Drahtesel zu transportieren. Damit einer sicheren
Anreise nichts im Wege steht, hat der ÖAMTC rechtzeitig zum
Saisonstart 14 Fahrrad- und E-Biketräger getestet. "Evaluiert wurden
fünf Träger, die für eine Montage am Dach vorgesehen sind und neun
Systeme, die an der Anhängerkupplung angebracht werden. Davon sind
sechs Modelle E-Bike-tauglich, weil sie Zuladungen von bis zu 30 kg
pro Rad erlauben", erläutert ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Nahezu
vom Markt verschwunden sind mittlerweile Fahrradträger für die
Montage an der Heckklappe, die deshalb beim Test außen vor blieben.
Nicht nur in dynamischen Fahrversuchen wie Vollbremsung,
Ausweichen und Schlechtwegstrecke sondern auch Handhabung, Montage,
Beladung und Kraftstoffverbrauch wurden unter die Lupe genommen. Zu
diesem Zweck wurden verschiedene Fahrrad-Rahmentypen verwendet:
"Neben Mountainbike, Damen- und Kinderfahrrad, kamen bei
Pedelec-geeigneten Trägern zwei unterschiedliche E-Bike-Rahmen zum
Einsatz", erklärt Kerbl den Ablauf des ÖAMTC-Tests.
Die Testsieger - kaum Schwachpunkte, nur punktueller
Verbesserungsbedarf
Das Gesamtergebnis zeigt, dass nicht alle Träger halten können,
was sie versprechen. Zwar leistet sich das am besten bewertete
Modell, der Dachträger THULE ProRide 591, keine signifikanten
Schwächen, zu einem "sehr gut" reicht es trotzdem nicht ganz. "Das
System kann insgesamt mit schneller Montage und auch in
Notsituationen mit hoher Stabilität überzeugen", lobt der
ÖAMTC-Techniker.
Auch bei den Anhängerkupplungs-Trägern hat der Hersteller THULE
mit dem Euroway G2 920 die Nase vorn. "Neben der sehr einfachen
Montage punktet das Modell mit ausziehbaren Lichtern und Schienen
sowie einer optionalen Auffahrschiene", sagt Kerbl.
Verbesserungsbedarf besteht bei der Klemmkraft, die zu leicht
verstellt werden kann. Da die Zuladung mit 20 kg pro Rad relativ
gering ist, eignet sich das Produkt nicht für E-Bikes.
Im Bereich der AKH-Träger, die auch für Elektro-Fahrräder geeignet
sind, konnte sich der Atera Strada Sport 2 durchsetzen. "Auch in
Extremsituationen wie Ausweichmanövern oder Crashs überzeugt das
Produkt", zeigt sich der ÖAMTC-Experte erfreut. Die optionale
Auffahrschiene ist ebenfalls ein Pluspunkt, negativ fallen dagegen
die Radschienen, die zu kurz für große Räder sind, ins Gewicht.
Teils gravierende Schwächen bei zwei Modellen
Bereits der ÖAMTC-Test 2009 deckte die Schwachstellen des
Dachträgers Mont Blanc Discovery auf. Dennoch fand offensichtlich
keine Nachbesserung statt. Nach wie vor reißen beim Aufpralltest die
Felgenbänder und das Fahrrad wird zum Geschoss, das auch andere
Verkehrsteilnehmer gefährden kann. Somit konnte das System erneut nur
mit "genügend" bewertet werden. "Die prinzipiell einfache Handhabung
und die sehr flexible Rahmenklammer zählen zu den positiven Aspekten
des Produktes", stellt Kerbl fest. Der Hersteller hat nach dem
aktuellen Test Änderungen bei den Bändern angekündigt.
Noch schlechter schnitt der Mont Blanc Explorer 2 ab, der mit
"nicht genügend" auf dem letzten Platz landete. "Trotz geringer
Zuladung brachen im Versuch bei Ausweich- und Crashtests die
Halterungen, was eine gravierende Schwäche darstellt", konstatiert
der ÖAMTC-Techniker. Auch das Handling ist bei diesem Modell alles
andere als optimal: Der Hebel zur Befestigung auf der
Anhängerkupplung muss mit einer enormen Bedienkraft von 60 kg
umgelegt werden, die Klemmkraft ist außerdem nicht bediensicher.
Integrierte Fahrradträger - eine preisgünstige Alternative
Außer Konkurrenz wurde ein integrierter Fahrradträger getestet.
Ein solches System wird beispielsweise von Opel bei einigen Modellen
als Sonderausstattung zum Aufpreis von rund 600 Euro angeboten.
"Diese innovative Lösung kann durch den schnellen Aufbau und den
vergleichsweise günstigen Preis gegenüber den
Anhängerkupplungs-Trägern punkten", erklärt der ÖAMTC-Techniker. Vor
allem, wer keine Anhängerkupplung braucht und keine Dachträger
verwenden will, ist mit dieser Variante gut bedient. Es gibt
allerdings einige Nachteile: Das transportierte Fahrrad steht durch
die klein dimensionierten Radaufstandspunkte schlecht und kann beim
Beladen leicht auf die Heckklappe fallen. Es gibt keine
Auffahrschiene, die Räder sind nicht absperrbar und ein Öffnen des
Kofferraumes ist nach der Beladung nicht möglich. Für E-Bikes ist das
System aufgrund der geringen Zuladungslast nicht geeignet.
Informationen zu allen Tests des ÖAMTC findet man unter
www.oeamtc.at/tests.
Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial zu dieser Aussendung ist unter www.oeamtc.at/presse
abrufbar.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCP






