Wie viel Wert hat das Wort der Stadtschulratspräsidentin, Dr. Brandsteidl?

Wien (OTS) - Die Präsidentin des Stadtschulrates, Dr. Susanne Brandsteidl, macht Eltern Zusagen, von denen sie nicht daran denkt, sie einzuhalten. Der Elternverein der Kooperativen Mittelschule "Brückenschule" im 23. Bezirk steigt deshalb auf die Barrikaden. "Es ist für unser Land beschämend und für uns Eltern unerträglich, dass wieder einmal die Bildungspolitik in Wien auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen wird!", stellt erbost die Elternvereinsvorsitzende, Silvia Forstner, fest.

"Das Unterrichtsziel kann an der Brückenschule nicht mehr erreicht werden. Unterrichtsstunden müssen in erster Linie für Resozialisierungsmaßnahmen genutzt werden. Statt Unterstützung in der schwierigen Lage aus dem SSR zu erhalten, fehlt es der Schule seit Schuljahresbeginn an Personal und mitten im Schuljahr wurden noch dazu Stundenressourcen gekürzt. Die Folge ist ein rapid sinkendes Bildungsniveau, das in mangelnden Zukunftsaussichten für die Kinder gipfelt!", ärgert sich die Elternvereinsobfrau, "Das ist unverantwortlich vom Stadtschulrat!"

Die Eltern der Kooperativen Mittelschule "Brückenschule" wollten sich das nicht gefallen lassen. Sie vereinbarten einen Termin zur Vorsprache bei der Stadtschulratspräsidentin. Diese schickte ihren Büroleiter mit einer prinzipiellen Zusage zur Umwidmung der Brückenschule in eine "Neue Wiener Mittelschule" mit dem Schuljahr 2011/12. "Trotz gesunder Skepsis war die Freude bei uns Eltern groß, weil die Schule durch die Umwidmung mehr personelle und finanzielle Ressourcen erhält, die sie dringend braucht," berichtet Silvia Forstner, "aber die Freude wehrte nicht lange. Jetzt will niemand von der Zusage etwas wissen! Ich frage mich, wie viel Wert das Wort der Stadtschulratspräsidentin dann hat?! Wenn wir Eltern uns nicht darauf verlassen können, welches Vertrauen sollen wir dann noch in die Bildungspolitik haben?

Verursacht wurde die Situation durch das politische Prestigeobjekt "Neue Wiener Mittelschule", die an nur 11 Pflichtschulstandorten in Wien eingerichtet wurde. Aber deren intensive Bewerbung von Seiten des Stadtschulrates führte unweigerlich dazu, dass die bildungsnahen Eltern ihre Kinder nur mehr in die neue Schulform stecken möchten. Neben NWM-Standorten und in Nachbarschaft von Gymnasien entwickeln sich die verbleibenden Hauptschulstandorte unweigerlich zu minderwertigen Rand- und Restschulen für Kinder bildungsferner Eltern und mit Migrationshintergrund. "Die natürliche Durchmischung von guten und schlechten sowie braven und verhaltensauffälligen SchülerInnen geht damit verloren", ärgert sich die Elternvereinsobfrau, "Wien ist weit weg von der geforderten Gesamtschule der Bildungsministerin!"

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Silvia Forstner
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