- 16.05.2011, 09:26:31
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AktionsGemeinschaft: Faires Zugangsmanagement ist Gebot der Stunde
Faire und sozial gerechte Aufnahmeverfahren ermöglichen qualitativ hochwertige Studien und erträgliche Platzsituation an den Unis.
Wien (OTS) - Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Derzeit
belegen über 60 Prozent der Studierenden knapp zehn Prozent der
angebotenen Studienrichtungen. Daraus resultieren katastrophale
Betreuungsverhältnisse, miserable Studienqualität und unfaire
Knock-Out Prüfungen, die ein Studium zur täglichen Qual machen. Die
AktionsGemeinschaft ist die einzige ÖH-Fraktion, die diese
untragbaren Bedingungen in Massenfächern nicht leugnet, sondern ernst
nimmt und einen effektiven Lösungsvorschlag anbietet: "Durch ein
faires Zugangsmanagement erreichen wir auch in den sogenannten
Massenstudien wieder vernünftige Studienbedingungen, wie sie sich die
Studierenden zu Recht erwarten", ist Bernhard Krall, Spitzenkandidat
der AktionsGemeinschaft, überzeugt.
Zugangsmanagement müsse "fair und sozial gerecht" sein und solle
nur dort angewendet werden, wo es auf Grund der Studierendenzahlen
auch "wirklich notwendig ist".
"Während GRAS und VSStÖ ihren ideologischen Träumereien
nachhängen, aber die Studierenden hängen lassen und vertrösten,
kümmert sich die AktionsGemeinschaft um ganz konkrete Verbesserungen
für Studierende. Damit ist für die ÖH-Wahl von 24. bis 26. Mai eines
klar: Wer jetzt bessere Studienbedingungen will, muss
AktionsGemeinschaft wählen", streicht Krall die Unterschiede zwischen
dem linken Block in der ÖH und der Alternative AktionsGemeinschaft
hervor.
Nach den Plänen der AktionsGemeinschaft muss ein Zugangsmanagement
auf drei Kriterien basieren:
Es muss erstens "sozial gerecht", das heißt nicht sozial selektiv
sein. Bestehende Zugangsregelungen wie der EMS-Test sind oft nur
durch die Absolvierung teurer Vorbereitungskurse überwindbar, was zu
einer Differenzierung nach finanzieller Ausgangslage führt. Diese
ungleichen Startvoraussetzungen sollen durch semesterweise wechselnde
Kursinhalte und Fragestellungen ausgeglichen werden, um allen
Studierenden unabhängig vom Einkommen der Eltern die gleichen Chancen
auf einen Studienplatz zu bieten.
Zweitens muss ein Zugangsmanagement "fair" sein. Damit wir
verdeutlicht, dass im Gegensatz zum bisherigen System die endgültige
Entscheidung über die Studienwahl nicht durch Knock-Out-Prüfungen
oder erst nach mehreren Semestern erfolgen darf. Eine vorgelagerte
ein-bis zwei wöchige Phase soll daher bereits vor Semesterbeginn
Klarheit über die Studienentscheidung bringen. In ihrem Verlauf
sollen sowohl fachliche Qualifikationen als auch soziale Kompetenzen
überprüft werden und somit ein umfassendes Bild der Qualifikation des
Studienwerbers entstehen. Durch ein mehrtägiges Verfahren soll auch
die Gefahr von "Black-Outs" minimiert werden.
Drittes Kriterium eines fairen Zugangsmanagements ist die
Einschränkung auf tatsächlich überlaufene Studienrichtungen, dh "dort
wo es notwendig ist". Damit verbunden ist auch der Ausbau der
Maturantenberatung, um die Studienwerber bereits im Vorfeld besser
über die Vielfalt der Studienfächer zu informieren. Flächendeckende
Zugangsbeschränkungen auch für "Orchideenfächer" lehnt die
AktionsGemeinschaft entschieden ab und fordert eine Erhöhung des
Universitätsbudgets auf 2% des BIPs, um somit ein Studium auf
internationalem Niveau zu ermöglichen und die Universitäten
wettbewerbsfähig werden zu lassen.
Rückfragehinweis:
Stephan Mlczoch
Pressesprecher der AktionsGemeinschaft
Tel.: 0664 7676031
mailto:[email protected]
www.aktionsgemeinschaft.at
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