• 15.05.2011, 15:32:44
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Am 22. Mai wird in Wien "Weltkirche im Kleinen" erlebbar

Glaubensfest "Ich bin Christ in Wien" mit den anderssprachigen katholischen Gemeinden in der Votivkirche - Festmesse mit Weihbischof Scharl, Maiandacht mit Kardinal Schönborn

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Wien (OTS) - Wien, 15.05.11 (PEW) Mindestens 20 Prozent der Wiener
Katholiken haben "Migrationshintergrund", d.h. sie oder ihre Eltern
sind nicht in Österreich geboren oder sie haben eine andere
Muttersprache als deutsch. Am kommenden Sonntag, 22. Mai, wird bei
einem großen Glaubensfest in der Votivkirche und im Sigmund
Freud-Park unter dem Titel "Ich bin Christ in Wien" zu einer
"Begegnung der Kulturen" eingeladen, vor allem zu einer Begegnung
zwischen "Wienern aus Wien" und "Neu-Wienern". "Es soll ein Tag der
Begegnung sein, die Gläubigen sollen einander besser kennen lernen,
die eine katholische Kirche lebt in vielen verschiedenen Sprachen und
Kulturen, die Kirche in Wien ist Weltkirche im Kleinen", betonte
Alexander Kraljic, Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft
Katholischer Gemeinden aus Afrika, Asien und Lateinamerika, im
Gespräch mit dem "Pressedienst der Erzdiözese Wien": "Für uns alle
ist das Wort Ich bin Christ in Wien das einigende Element. Wir sind
froh, in einer so offenen und hilfsbereiten Stadt leben zu können.
Die Veranstaltung soll auch zum Ausdruck bringen, wie sehr uns die
Erzdiözese Wien in unserer Arbeit unterstützt - und wie dankbar wir
dafür sind."

Um 14 Uhr feiern Weihbischof Franz Scharl und Bischofsvikar Karl
Rühringer in der Votivkirche einen vielsprachigen Festgottesdienst.
Nach dem Festgottesdienst laden die anderssprachigen Gemeinden zu
einer Agape im Sigmund Freud-Park. Moderiert von Prof. Regina Polak
(Theologische Fakultät Wien) präsentieren die verschiedenen Gemeinden
ihre Kultur - mit Tänzen und Liedern, die vom jeweiligen Lokalkolorit
geprägt sind. Um 19 Uhr folgt eine große Maiandacht mit Kardinal
Christoph Schönborn im Park vor der Votivkirche. Dabei sollen fünf
Osterkerzen als Symbol für die fünf Kontinente vor der Marienstatue
aufgestellt werden. Motto der Maiandacht ist "Maria im Kreise der
Apostel erwartet das Pfingstereignis."

Derzeit gibt es in Wien 14 anderssprachige katholische Gemeinden aus
dem europäischen Raum und 17 aus dem außereuropäischen Bereich. Die
meisten dieser Gemeinden sind in Wiener Pfarren zu Gast, wo sie -
meist zu Zeiten, die von der Pfarre weniger beansprucht werden
(Sonntagmittag bzw.- nachmittag) - in ihren Sprachen und Riten
Gottesdienst feiern und ein reges Gemeindeleben entfalten. Der
persönliche Kontakt zwischen Angehörigen der Ortspfarre und der
anderssprachigen Gemeinde ist hingegen oft wenig entwickelt. Die
Veranstaltung am 22. Mai dient daher auch dazu, Impulse zur
Vertiefung dieser Kontakte zu geben. Zugleich zeigt die Veranstaltung
"Ich bin Christ in Wien" die Vitalität der katholischen Kirche in der
Bundeshauptstadt und ihren diskreten, aber wirksamen Beitrag im
Bereich der gesellschaftspolitischen Zentralaufgabe Integration.

Bei dem Fest wird die Buntheit der weltumspannenden katholischen
Kirche sichtbar und hörbar werden. Bei der Festmesse in der
Votivkirche erklingen u.a. im Zwischengesang zwischen erster und
zweiter Lesung arabische Hymnen der melkitischen Gemeinde (die im
Nahen Osten beheimatet ist). Bei der Gabenprozession bringen je zwei
Personen in traditionellen Gewändern Gaben zum Altar: Die Vietnamesen
bringen Blumen, die englischsprachigen Afrikaner tropische Früchte,
die Maroniten (aus dem Libanon) Brot und Wein, die Koreaner Reis, die
Perser Trockenfrüchte und Rosenwasser. Bei den folgenden Abschnitten
der Messfeier bringen indonesische, chinesische, philippinische und
brasilianische Katholiken traditionelle und neue Kirchenlieder ihrer
Heimatländer zu Gehör.

Auch die Maiandacht ist vielfältig und bunt. So wird die
vietnamesische Gemeinde einen liturgischen Tanz zu Ehren Mariens
ausführen. Das "Magnificat" wird von Lektoren der persischen Gemeinde
vorgetragen; danach erfolgt der Gesang des "Magnificat" auf aramäisch
- d.h. in der Sprache Jesu - durch den Chor der chaldäischen und der
assyrischen Gemeinde.

Besonders freut Alexander Kraljic und seinen Chef - Pfarrer Johannes
Gönner, Rektor des Referats für anderssprachige Gemeinden - , dass es
eine ganz selbstverständliche Zusammenarbeit mit orthodoxen Gemeinden
aus dem Orient und aus Südasien gibt. Das gilt insbesondere für die
Gemeinden des orthodoxen Patriarchats von Antiochien, der
Apostolischen Kirche des Ostens (Assyrische Kirche), des
äthiopisch-orthodoxen Patriarchats und der beiden Zweige der
syrisch-orthodoxen Kirche im südindischen Bundesstaat Kerala. (Infos:
Alexander Kraljic, Tel.: 0664/310 51 45, E-Mail: [email protected]).
(ende)

Rückfragehinweis:
Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Tel.: 0664/515 52 69
E-Mail: [email protected]

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