- 14.05.2011, 11:08:40
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Abgang der "Berliner": Salzburger Gesellschafter enttäuscht
Burgstaller: Haben alles für gemeinsamen Weg in die Zukunft der Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern unternommen
Salzburg (OTS) - "Ganz eindeutig: Unverständnis und Enttäuschung"
- so lautet der erste Kommentar der Salzburger Politik zur
Ankündigung der Berliner Philharmoniker, sich nach 2012 von den
Salzburger Osterfestspielen verabschieden zu wollen.
"Ein wunderbares Kapitel Kulturgeschichte geht unter sehr
bedauerlichen Umständen zu Ende. In Salzburg gewinnt damit der
Eindruck Oberhand, dass ökonomische Aspekte die kulturellen
Interessen ausgestochen haben. Das ist letzten Endes zu akzeptieren,
so bitter das auch ist", erklärte heute, Samstag, 14. Mai, Salzburgs
Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller.
Burgstaller hielt in ihrer ersten Reaktion nicht mit ihrer
Enttäuschung hinterm Berg, "hat doch Salzburg in den vergangenen
Jahren alle Anstrengungen unternommen, die über Jahrzehnte so hoch
geschätzten Berliner Philharmoniker hier zu halten. Die Landespolitik
hatte die Weichen für die Zukunft des Festivals gestellt."
Die Landeshauptfrau erinnerte unter anderem an die Beteiligung des
Landes, der Stadt Salzburg und des Tourismusförderungsfonds an der
neuen Osterfestspielgesellschaft und an die vertraglich zugesicherte
Ausfallshaftung der Partner der öffentlichen Hände. "Wir haben alles
getan, und wir sind in diesem Zusammenhang auch sehr umfassend auf
die Wünsche der Berliner Philharmoniker eingegangen, um gemeinsam
eine Perspektive für die Zukunft der Osterfestspiele mit den Berliner
Philharmonikern zu erarbeiten", hielt Burgstaller fest.
"Ich nehme den gestern, Freitag, angekündigten Schritt der
Berliner Philharmoniker, sich aus den Salzburger Osterfestspielen
zurückziehen zu wollen, mit Bedauern zur Kenntnis. Das Ende der
Kooperation macht nach dem organisatorischen nun auch einen
künstlerischen Neubeginn der Osterfestspiele notwendig. Wir bekennen
uns zu den Osterfestspielen als wichtiges Festival für Salzburg.
Jetzt gilt es die nächsten Schritte in die Wege zu leiten. Über die
notwendigen Schritte wird in der Gesellschafterversammlung und im
Aufsichtsrat in den nächsten Wochen beraten werden", sagte
Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer.
Verärgert zeigte sich auch Salzburgs Bürgermeister Dr. Heinz
Schaden: "Opern haben eine Vorbereitungszeit von zumindest zwei
Jahren. 2013 spielen die Berliner in Baden Baden. Dieser Ausstieg war
offensichtlich von langer Hand geplant, wir wurden davon in keiner
Weise informiert."
Der angekündigte Weggang der Berliner Philharmoniker bedeute nicht
automatisch das Ende der Salzburger Osterfestspiele, hielt
Landeshauptfrau Gabi Burgstaller fest. "So überraschend diese
Entscheidung auch gekommen ist, ab der kommenden Woche wird sich eine
ab sofort eingerichtete Perspektivengruppe von Land und Stadt
Salzburg und des Tourismusförderungsfonds aktiv um die Zukunft der
Osterfestspiele Salzburg annehmen. Die Salzburger Osterfestspiele
können nicht allein aufgrund der aktuellen Entscheidung der Berliner
Philharmoniker zu Ende gehen. Das würde dem Erbe von Herbert von
Karajan in Salzburg widersprechen", erklärte die Landeshauptfrau.
Burgstaller wird auch das Direktorium der Salzburger Festspiele um
Mitwirkung ersuchen.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg - Medien- und Marketingzentrum
Mag. Karin Gföllner
Tel.: (0662) 80 42 / 24 33
mailto:[email protected]
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