• 13.05.2011, 14:45:01
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100. Todestag von Gustav Mahler

Online-Ausstellung der Österreichischen Mediathek

Leo Slezak, Rollenbild als 'Assad' in Karl Goldmarks Oper "Die Königin von Saba".

Wien (OTS) - Am 18. Mai 2011 jährt sich zum 100. Mal der Todestag
Gustav Mahlers (7.7.1860 bis 18.5.1911). Die Österreichische
Mediathek des Technischen Museums Wien nimmt dies zum Anlass, eine
Webausstellung mit Einspielungen von Sängern/innen des
Hofopernensembles der Ära Mahler zu gestalten: Schellack-Aufnahmen
der Jahre 1902 bis 1912 mit Leo Slezak, Anna von Mildenburg, Selma
Kurz u.a.m.: www.mediathek.at/mahler (online ab 18. 5. 2011)

"Statt eines Ganzen, Abgeschlossenen, wie ich geträumt,
hinterlasse ich Stückwerk, Unvollendetes: Wie es dem Menschen
bestimmt ist." Mit diesen Worten verabschiedete sich Gustav Mahler
von den "geehrten Mitgliedern der Hofoper" im Dezember 1907. Damit
endete eine zehnjährige Ära, die mit Wagners Lohengrin am 11. Mai
1897 glanzvoll begann.

Karl Kraus notierte am 16. Mai 1897: "Der neue Dirigent soll
bereits so effektive Proben seiner Tatkraft abgelegt haben, dass
schon fleißig gegen ihn intrigiert wird." Nach seiner offiziellen
Ernennung zum Hofoperndirektor im Oktober 1897 begann Mahler mit
unermüdlicher Energie die Hofoper zu erneuern. Szenisch - mit seinem
kongenialen Partner Alfred Roller - und musikalisch. Er verjüngte das
Ensemble und trieb seine Sänger/innen unerbittlich zu musikalischen
und darstellerischen Leistungen, die seiner Vision des
Gesamtkunstwerks Oper nahe kamen.

Die an die Hofoper engagierten Sänger/innen waren durch die Arbeit
mit Mahler geprägt. Namen wie Anna von Mildenburg, Erik Schmedes,
Selma Kurz, Marie Gutheil-Schoder, Leo Slezak oder Richard Mayr
stehen nicht nur für das damalige Hofopernensemble, sondern auch für
eine Generation an Sänger/innen, die erstmals nicht nur am Abend live
in der Oper zu hören waren, sondern deren Stimmen auch aufgezeichnet
werden konnten.

Mit der Schellack, die ab 1897/98 in Massenproduktion gegangen
war, bot sich die Gelegenheit, dauerhaft, wenn schon nicht die
Atmosphäre einer abendlichen Aufführungen, so doch die Interpretation
der Künstler/innen sowie die Klangfarbe ihrer Stimmen einzufangen und
für die Nachwelt festzuhalten.

Aus rund 70 Mitgliedern bestand das Ensemble Mahlers, von etwas
über 30 finden sich im Archiv der Österreichischen Mediathek
Schellackaufnahmen aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Wenn auch nicht
von Mahler selbst dirigiert, so geben doch die Aufnahmen von Partien,
die viele Sänger/innen mit Mahler selbst erarbeitet haben, einen
Eindruck vom Gesangs- und Interpretationsstil dieser Zeit. Sie sind
aber auch ein Spiegelbild des damaligen Musikgeschmacks: viel Wagner,
daneben aber auch Mozart, italienisches Repertoire und die Grand
Opera. Die Schellackaufnahmen wurden für die neue Webausstellung der
Mediathek digitalisiert und behutsam restauriert. Ergänzt werden sie
durch die Biografien der Sänger/innen sowie durch zeitgenössische
Briefe und Kritiken.

Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im
AOM/Original Text Service sowie im Volltext der Aussendung auf
http://www.ots.at

Rückfragehinweis:

Dr. Gabriele Fröschl
   Österreichische Mediathek
   Webgasse 2a,1060 Wien
   Tel.: 01/597 36 69-53
   mailto:[email protected]
   www.mediathek.at
   
   Technisches Museum Wien
   Mag. Barbara Hafok
   Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien
   Tel.: 01/899 98-1200
   mailto:[email protected]
   www.technischesmuseum.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TMW

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