IEWD untersucht Tierschützer-Prozess - Einladung zur Pressekonferenz am 17.05.2011 um 10.30h im Cafe Landtmann

Einschränkung zivilgesellschaftlichen Engagements als Kollateralschaden des § 278a? Komparative Analyse im Kontext internationaler Diskurse.

Wien (OTS) - Das neueste interdisziplinäre Forschungsprojekt des Instituts für Ethik und Wissenschaft (IEWD) an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft der Universität Wien unter Leitung von Univ. Prof. Dr. Peter Kampits (Projektverantwortliche:
Mag. Eberhart Theuer und Mag. Erwin Lengauer) untersucht zivilgesellschaftliches Engagement und Organisationsstraftatbestände.

Es steht der sogenannte "Tierschützer-Prozess" und seine zivilgesellschaftliche Verortung im Brennpunkt der Untersuchung. Ein Themenkomplex, der sowohl die österreichische Öffentlichkeit als auch die Wissenschaft spätestens seit Mai 2008 beschäftigt.
Konkret soll anhand des Tierschützer-Prozesses untersucht werden, ob zivilgesellschaftliches Engagement durch § 278a StGB und ähnliche Organisationsstraftatbestände beeinträchtigt wird.

Der Jurist und Menschenrechtsexperte Eberhart Theuer hat den rechtswissenschaftlichen Teil des Projekts übernommen. Er war an jedem der 88 Verhandlungstage der Tierschutz-Causa im Gerichtssaal. "Mehr als alle Prozessbeteiligten, mit Ausnahme der Richterin", sagt er. "Wir wollen untersuchen, ob die erfolgte Strafverfolgung zivilgesellschaftlicher Aktivitäten als Kollateralschaden ungenau gefasster Organisationsstraftatbestände zu sehen ist", sagt Theuer.

Erwin Lengauer, Philosoph und Ethiker, steht für die geisteswissenschaftlichen Aspekte des interdisziplinären Projekts:
"NGOs als Teil der Zivilgesellschaft bieten auch marginalisierten Gruppen die Strukturen zur aktiven Teilnahme an hoch ausdifferenzierten rechtspolitischen Diskursen. Wenn diese demokratiepolitisch wichtige Partizipationsmöglichkeit durch Strafverfolgungsbehörden bedroht sein könnte, darf die Wissenschaft nicht schweigen."

Universitätsprofessor Peter Kampits unterstreicht die Bedeutung des Forschungsprojekts:

"Da in der derzeitigen Situation der Demokratien die Bedeutung der Zivilgesellschaft nicht nur im Sinne einer Kontrollinstanz, sondern auch als wichtige Ergänzung zu den demokratischen Institutionen wächst, ist das genannte Projekt auch eine wesentliche wissenschaftliche Bereicherung des Demokratieverständnisses der Bürgerinnen und Bürger."

Nähere Informationen unter:
http://www.ots.at/redirect/ethikunivie

Einladung zur Pressekonferenz: IEWD untersucht Tierschützer-Prozess.

Einschränkung zivilgesellschaftlichen Engagements als
Kollateralschaden des § 278a?

Mit Peter Kampits, Eberhart Theuer und Erwin Lengauer.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Datum: 17.5.2011, um 10:30 Uhr

Ort:
Cafe Landtmann (Landtmann-Saal)
Doktor-Karl-Lueger-Ring 4, 1010 Wien

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Eberhart Theuer, Tel.: 0676 974 13 00,
eberhart.theuer@univie.ac.at
http://ethik.univie.ac.at/theuer

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0004