- 12.05.2011, 16:51:53
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ORF-Stiftungsrat (2): Jahressendeschemata von ORF III und ORF Sport plus genehmigt
Verhaltenskodex und Qualitätssicherungssystem beschlossen
Wien (OTS) - In der Plenarsitzung des ORF-Stiftungsrates unter dem
Vorsitz von Brigitte Kulovits-Rupp am Donnerstag, dem 12. Mai 2011,
standen neben den Jahressendeschemata von ORF III und ORF Sport plus
auch der Journalistische Verhaltenskodex und das neue
Qualitätssicherungssystem auf der Tagesordnung.
Jahressendeschemata von ORF III und ORF Sport plus genehmigt
Der ORF-Stiftungsrat genehmigte die Jahressendeschemata von ORF III
und ORF Sport plus. ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz
bedankte sich beim Gremium für dessen breite Unterstützung. "Der
Start von zwei neuen 24-Stunden-Spartenkanälen ist für die
ORF-Sender-Familie ein Ereignis von beinahe historischer Dimension -
ähnlich wie der Start von 3sat. Es ist ein Meilenstein in der
Unternehmensentwicklung und eines der wichtigsten Programmprojekte
der kommenden Jahre. Wir entwickeln damit die ORF-Senderfamilie in
den wesentlichen Bereichen Information, Kultur und Sport für unser
Publikum weiter und bauen unser Programmangebot damit in
öffentlich-rechtlichen Kernbereichen nachhaltig aus. ORF III und
ORF-Sport plus stehen für öffentlich-rechtlichen Mehrwert, den nur
der ORF als Dienstleister für Österreich bieten kann", sagte Wrabetz.
Sendeschema ORF III
Das Programm von ORF III basiert auf vier Programmsäulen:
Kultur/Religion/Volkskultur und Regionalität, österreichische
Zeitgeschichte und Zeitgeschehen, Information und europäische
Integration sowie Kunst und Kultur. Jeder Wochentag steht unter einem
bestimmten Label. So ist der Montag der Doku-Tag. Dienstag steht im
Zeichen von Kunst und Kultur. Religion und Wissenschaft gibt es am
Mittwoch. Der Donnerstag setzt den Schwerpunkt Europa und
Internationales. Freitag ist der Österreich-Tag, auch mit
österreichischem Autorenfilm. Am Samstag folgt Zeitgeschichte, am
Sonntag Oper, Theater und Konzert.
Ani Gülgün-Mayr wird ORF III-Kultursendung präsentieren
Ani Gülgün-Mayr, 40, Journalistin mit türkischem
Migrationshintergrund, wird künftig mit "Kultur heute" eine
tagesaktuelle, österreichweite Kulturschau präsentieren und damit
wochentags jeweils von 20.00 bis 20.15 Uhr am Bildschirm zu sehen
sein.
Die ehemalige Jugendarbeiterin, Pressesprecherin und später Obfrau
des Integrations-Vereins "Echo", begann Ihre ORF-Karriere in der
Minderheitenredaktion, wo sie bis heute als Redakteurin für "Heimat,
fremde Heimat" arbeitet. 2010 präsentierte Ani Gülgün-Mayr die Gala
zur Verleihung des vom ORF mit initiierten Österreichischen
Integrationspreises.
Sendeschema ORF Sport plus
ORF Sport plus wird die verschiedensten Sportarten übertragen,
darunter etwa Tennis, Handball, Rudern, Tischtennis, Football,
Wasserski oder Marathon. Der Fokus liegt auf österreichischem
Live-Sport. Das Programmschema folgt einem Rotationsprinzip, wobei
die Hauptabendstrecke (20.15 Uhr bis 23.15 Uhr) eines Wochentages
mehrfach an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen
Uhrzeiten blockweise wiederholt wird. Dadurch entsteht für das
Publikum eine leicht nachvollziehbare Regelmäßigkeit im
Programmablauf.
Verhaltenskodex für journalistische Tätigkeit
Mit dem Verhaltenskodex werden auf Grundlage des ORF-Gesetzes, des
ORF-Redakteursstatuts und interner Richtlinien und Regulative
verbindliche Leitlinien für die Alltagspraxis der
ORF-Journalistinnen und -Journalisten geschaffen. In den vier
Kapiteln "Unabhängigkeit von (partei)politischen Interessen",
"Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Interessen", "Strikte Trennung
von Programm und Werbung/Marketing" und "Authentizität" werden u. a.
konkrete Bestimmungen festgelegt, wie "alle politischen und
wirtschaftlichen Verquickungen, die geeignet sein könnten, Zweifel an
der Unabhängigkeit aufkommen zu lassen" zu vermeiden sind.
Für die Beratung aller Maßnahmen zur Einhaltung und Eignungsprüfung
dieses Verhaltenskodex wird ein Ethikrat eingesetzt, für den sowohl
der Generaldirektor als auch der Redakteursrat je zwei Mitglieder und
je zwei Ersatzmitglieder nominieren.
ORF-Qualitätssicherungssystem
Seit 2002 gibt es im ORF ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem
zur Überprüfung und Absicherung der Qualität der ORF-Programme.
Dieses Qualitätssicherungssystem ist auf Basis des neuen ORF-Gesetzes
weiter zu entwickeln und zu erweitern. Im Mittelpunkt stehen dabei
Kriterien und Verfahren zur Sicherstellung der Erfüllung des
öffentlich-rechtlichen Kernauftrages. Die Elemente des
Qualitätssicherungsprozesses im ORF sind die
"Programmstrukturanalyse", strukturierte "Publikums- und
Expertengespräche", eine repräsentative Umfrage zur
Publikumszufriedenheit, der "Public Value Bericht", eine Jahresstudie
sowie "Qualitätsprofile" für ORF-Programmkategorien.
Beurteilt werden die Ergebnisse des ORF-Qualitätssicherungssystems
durch einen externen Sachverständigen, als der Günter Struve im März
vom ORF-Stiftungsrat bestimmt wurde.
Der ORF-Stiftungsrat genehmigte den ORF-Verhaltenskodex ebenso wie
das neue ORF-Qualitätssicherungssystem.
Rückfragehinweis:
ORF-Unternehmenskommunikation
Rudolf Fehrmann
(01) 87878 - DW 12765
[email protected]
http://presse.ORF.at
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