- 12.05.2011, 12:28:19
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Arbeiten für Hochwasserschutz in Flachau starten
Eisl: 320 Objekte werden geschützt / Beginn der Arbeiten kommende Woche
Salzburg (OTS) - "Das Hochwasserschutz-Projekt Enns Flachau
erhielt kürzlich die endgültige Förderzusage. Somit kann bereits im
Juni mit der Umsetzung begonnen werden. Die Baustelle wird bereits
kommende Woche eingerichtet. Die Kosten für das Projekt teilen sich
Bund und Gemeinde Flachau. Der Bund unterstützt das heuer finanziell
größte Hochwasserschutzprojekt im Bundesland Salzburg mit rund 7,42
Millionen Euro, die restlichen 1,56 Millionen Euro übernimmt die
Gemeinde Flachau", teilte der für den Hochwasserschutz
ressortzuständige Landesrat Sepp Eisl heute, Donnerstag, 12. Mai,
mit.
"Die Maßnahmen zum verbesserten Hochwasserschutz werden im
Einklang mit ökologischen Erfordernissen umgesetzt. Die Enns erhält
zusätzlich wertvolle Strukturierungen, die eine Verbesserung im Sinne
der Wasserrahmenrichtlinie darstellt", erklärte Umwelt- und
Landwirtschaftsminister Dipl.-Ing. Niki Berlakovich.
Durch die hervorragende Arbeit der Fachleute sei es gelungen, dass
die Umsetzung sofort starten kann. "Bereits kommende Woche wird die
Baustelle eingerichtet, dann kann sofort begonnen werden. Das Projekt
Flachau zeigt, dass Schutz der Bevölkerung im Einklang mit der Natur
kein Widerspruch ist. Es ist für alle Betroffenen und vor allem für
die Gemeinde eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des
Ortes. Für jeden einzelnen Betroffnen ist es ein Mehr an Sicherheit
und vor allem ein gutes Gefühl, dass der Hochwasserschutz zukünftig
Schaden abwendet", sagte Landesrat Eisl und bedankte sich bei der
Gemeinde und allen Grundeigentümern, "die diese Lösung ermöglicht
haben".
Der Beginn der Bauarbeiten ist für Mitte Juni geplant. Bei diesem
Hochwasserschutz werden etwa 320 Objekte gegen ein hundertjährliches
Hochwasserereignis geschützt. Die Baumaßnahmen sollen bis 2013
abgeschlossen sein. Der Gefahrenzonenplan zeigt, dass im Ortsbereich
von Flachau bei einem hundertjährlichen Hochwasserereignis insgesamt
zirka 320 Objekte, diverse Straßen und Infrastruktureinrichtungen
durch Überflutung bzw. Zerstörung bedroht sind. Bereits ab einem
Hochwasserereignis mit nur siebenjährlicher
Auftrittswahrscheinlichkeit werden Ortsteile in Flachau stellenweise
gefährdet.
"Der Schutz der gesamten Gemeinde wird nun umgesetzt, und davon
profitieren wir alle. Der Beschluss für die Gründung der
Wassergenossenschaft ist einstimmig gefallen. Die Sensibilität und
der Zusammenhalt unter allen Bürgern in der Gemeinde sind groß.
Anders wäre ein so aufwändiges und weitreichendes Projekt nicht
umzusetzen", sagte Bürgermeister Thomas Oberreiter, der auch stolz
darauf ist, "dass für die Zustimmung zum Schutzprojekt keine Katas-
trophe notwendig war, sondern der Weitblick unserer Bürger die
schnelle Umsetzung ermöglicht hat".
Für das Projekt wird an der Pleißling, dem Hauptzubringer der
Enns, ein Hochwasserrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von
rund 300.000 Kubikmeter errichtet. Im Ortsbereich von Flachau werden
auf einem Flussabschnitt von sechs Kilometern Länge
Hochwasserschutzdämme und -mauern, Brückenhebungen sowie
Flussprofilertüchtigungen vorgenommen. Weiters werden auf einer
Gesamtlänge von rund 1,3 Kilometern ökologisch und
schutzwasserbaulich erforderliche Aufweitungen an der Enns
ausgeführt. Diese sollen im Einklang mit den Zielen der
Wasserrahmenrichtlinie eine wertvolle Strukturierung und ökologische
Verbesserung der Enns bewirken.
Die Projektierung der wildbachtechnischen Belange beim
Hochwasserrückhaltebecken wurde durch die Wildbach- und
Lawinenverbauung - Gebietsleitung Pongau vorgenommen. Auf das Knowhow
der Wildbach- und Lawinenverbauung soll bei der Bauausführung
zurückgegriffen werden. So werden beim Hochwasserschutzprojekt
Flachau beide öffentlichen Wasserbaudienststellen gemeinsam zur
Realisierung der Schutzmaßnahmen beitragen. In einer
Kosten-Nutzen-Untersuchung wird für die Schutzmaßnahmen ein
Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,41 ermittelt, das die hohe Effizienz
der Maßnahmen unterstreicht.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg - Medien- und Marketingzentrum
Mag. Karin Gföllner
Tel.: (0662) 80 42 / 24 33
mailto:[email protected]
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