• 12.05.2011, 11:19:52
  • /
  • OTS0143 OTW0143

"Männergesundheit in Österreich" und Vorstellung der Kampagne: "Frauen, die auf ihre Männer schauen."

Pressemitteilung des Berufsverbandes der Österreichischen Urologen

http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=43&dir=201105&e=20110512_m&a=event
Pressekonferenz des Berufsverbandes der Österreichischen Urologen -
V.l.n.r. OA Univ. Doz. Dr. Stephan Madersbacher (Abteilung für Urologie und Andrologie, Donauspital, Wien), Dr. Vera Russwurm, Dr. Karl Dorfinger (Präsident des Berufsverbandes der Urologen und Landesfachgruppenobmann für Urologie der Ärztekammer für Wien), Janet Kath (Geschäftsführung Interio Möbel- und Einrichtungs GmbH), Mag. (FH) Birgit Bernhard (Welldone GmbH Werbung und PR) und Mag. Hanns Kratzer (Moderation, PERI Consulting)

Wien (OTS) - Seit Jahren ist das Prostatakarzinom der häufigste
bösartige Tumor und die zweithäufigste Krebstodesursache des Mannes.
Jeder sechste bis achte Mann erkrankt im Laufe seines Lebens an
diesem Tumor, jeder 30. stirbt daran. Pro Jahr wird bei etwa 6.000
Männern in Österreich diese Diagnose gestellt. Das Prostatakarzinom
ist nur ein Beispiel von vielen urologischen Erkrankungen, die durch
Früherkennung besser behandelt werden können. Die urologische
Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 40 Jahren, der androchecktm, wird
jedoch nach wie vor zu wenig in Anspruch genommen. Der Berufsverband
der Österreichischen Urologen schlägt Alarm und ruft mittels einer
neuen Informationskampagne zur Vorsorge auf. +++

Im Rahmen einer Pressekonferenz, veranstaltet vom Berufsverband
der Österreichischen Urologen (bvU), wurde heute die neue
Gesundheitskampagne "Frauen, die auf ihre Männer schauen." der
Öffentlichkeit präsentiert.

Männer und Frauen finden den Weg zum Arzt unterschiedlich: Während
der jährliche Besuch beim Gynäkologen für Frauen zur
Selbstverständlichkeit geworden ist, betrachten manche Männer
Arztbesuche als Schwäche oder sie haben Angst vor Untersuchungen oder
deren Ergebnissen. Die meisten Männer gehen erst zum Arzt, wenn sie
Beschwerden haben. Männer werden besonders in Gesundheitsfragen von
ihren Frauen (Ehefrauen, Partnerinnen, Müttern, Töchtern, Schwestern
etc.) "gemanagt". Daher konzentriert sich die soeben gestartete
Kampagne auf die Frauen. Diese werden aufgerufen, die Rolle der
Informationsmittler zu ihren Männern zu übernehmen und sie dazu zu
bringen, regelmäßig einen Urologen zu konsultieren. Auf Initiative
des Berufsverbandes der Österreichischen Urologen, der
Österreichischen Gesellschaft für Urologie und der Österreichischen
Ärztekammer wurde eine österreichweite Awareness-Kampagne initiiert,
die der Männergesundheit einen höheren Stellenwert einräumen soll.
"Mit der Kampagne 'Frauen, die auf ihre Männer schauen.' wollen wir
einen ersten Impuls setzen, um möglichst viele Männer für die
urologische Vorsorgeuntersuchung zu gewinnen", erläuterte Dr. Karl
Dorfinger, Präsident des Berufsverbandes der Urologen und
Landesfachgruppenobmann für Urologie der Ärztekammer für Wien,
anlässlich der Pressekonferenz die Botschaften der Kampagne. Dieser
unkonventionelle Weg der Ansprache sei gewählt worden, um zu zeigen,
dass die Vorsorge beim Mann ein Thema für die ganze Familie ist. Die
meisten Frauen seien sich der Wichtigkeit von regelmäßigen
Untersuchungen bewusst und können so die Männer, die ihnen nahe
stehen, am besten dazu motivieren.

Österreichweite Awareness-Kampagne zum Thema Männergesundheit
gestartet

Verglichen mit frauenspezifischen Themen ist das Bewusstsein für
Männergesundheit in der Öffentlichkeit viel schwächer verankert.
Nicht nur das allgemeine Interesse ist gering, auch Männer selbst
widmen sich nur allzu ungern diesem Thema. "Diese Kampagne soll daher
die entscheidende Bedeutung von Gesundheitsvorsorge, Früherkennung
und rechtzeitiger Behandlung darstellen, mit dem Ziel, in Österreich
möglichst viele Männer ab 40 Jahren dazu zu bringen, die urologische
Vorsorgeuntersuchung, den "androchecktm" regelmäßig in Anspruch zu
nehmen", führte Dr. Dorfinger weiters an. Neben klassischen Werbe-
und PR-Maßnahmen werden die Botschaften der Initiative auch online an
die Zielgruppen verbreitet: Eigene Websites, die ab 12. Mai unter
www.ich-schau-auf-meinen-mann.com und unter
www.ich-schau-auf-mich.com online sind, fassen kompakt und
übersichtlich alle Informationen zur Kampagne zusammen.

Bewusstsein für Männergesundheit in der Öffentlichkeit wenig
verankert

Das Thema Männergesundheit nimmt derzeit sowohl politisch als auch
in der öffentlichen Wahrnehmung nur eine untergeordnete Rolle ein.
Verglichen mit frauenspezifischen Themen, ist das Bewusstsein für
Männergesundheit in der Öffentlichkeit weitaus schwächer verankert.
Das ist umso erschreckender, als die Sterblichkeit bei einer der
häufigsten Krebsarten bei Männern, nämlich Prostatakrebs - anders als
bei den meisten anderen Krebsarten - deutlich verringert werden
könnte.

"Die 2009 erstmals veröffentlichte große europäische
Prostatakarzinom-Screening-Studie (Schröder et al.; NEJM) mit über
160.000 Teilnehmern konnte zeigen, dass durch Screening die
Sterblichkeit an diesem Tumor um 20 Prozent gesenkt werden konnte. Am
diesjährigen europäischen Urologenkongress, der Mitte März 2011 in
Wien stattfand, wurden weitere Analysen dieser wichtigen Studie
vorgestellt. Dabei zeigte sich, dass der Überlebensvorteil mit
längerer Studiendauer noch weiter zunimmt. Nach 15 Jahren betrug der
Überlebensvorteil annähernd 50 Prozent!", erläuterte Univ. Doz. Dr.
Stephan Madersbacher von der Abteilung für Urologie und Andrologie am
Wiener Donauspital.

Positiver Effekt des Prostatakarzinom-Screenings erneut bestätigt

Neue Daten aus Österreich bestätigen indirekt einen positiven
Effekt des Prostatakarzinom-Screenings. "Bedingt durch den breiten
Einsatz des Tumormarkers PSA (=Prostata-Spezifisches-Antigen) stieg
in den letzten 15 Jahren der Prozentsatz der Patienten mit
lokal-begrenzten und damit potenziell heilbaren Tumoren deutlich an.
Parallel dazu sank der Prozentsatz der Patienten im metastasierten
und damit unheilbaren Tumorstadien in den verschiedenen Altersgruppen
um bis zu 64 Prozent. Zusammenfassend zeigen diese Daten also, dass
durch eine PSA-basierte Prostatakarzinomvorsorge das Risiko, an
diesem Tumor zu sterben, deutlich reduziert werden kann", so Univ.
Doz. Dr. Madersbacher weiter.

androchecktm - Die Gesundheitsvorsorge für den Mann:
Nur 17 Prozent der Österreicher gehen regelmäßig zum Urologen

Eine Vorsorgeuntersuchung kann die Entwicklung so mancher
Krankheit verhindern. Leider nehmen nach wie vor zu wenige Männer die
Vorsorgeuntersuchung beim Urologen regelmäßig in Anspruch. Im Rahmen
des so genannten androchecktm wird die Männergesundheit hinsichtlich
Funktion und Wohlbefinden von Harnorganen, Hormonhaushalt
(insbesondere das Testosteron), Prostata und Sexualität geprüft. "Ab
dem 40. Lebensjahr sollte jeder Mann einmal im Jahr neben der
allgemeinen Gesundheitsvorsorge auch zum androchecktm beim Urologen",
stellte Dr. Karl Dorfinger, Präsident des Berufsverbandes der
Urologen und Landesfachgruppenobmann für Urologie der Ärztekammer für
Wien, anlässlich der Pressekonferenz fest. "Nur 17 Prozent der
österreichischen Männer gehen regelmäßig zum Urologen", bekräftigte
auch Doz. Dr. Madersbacher. Der androchecktm wird in der Praxis des
niedergelassenen Urologen durchgeführt und ist kostenlos.

Eine funktionierende Sexualität bis ins hohe Alter, die mit guter
Gesundheit einhergeht, ist für die meisten Männer wie Frauen
erstrebenswert. Für viele Männer ist dieses Bild aufgrund von
Krankheiten jedoch nicht existent. Ursachen dafür sind vor allem
Erkrankungen des Stoffwechsels und des Herz-Kreislaufsystems.
Risikofaktoren sind neben dem erhöhten Alter vor allem ein ungesunder
Lebensstil und erbliche Faktoren. Erektionsstörungen, Prostatakrebs,
Schmerzen beim Harnlassen - über diese Beschwerden und Erkrankungen
spricht Mann äußerst ungern. Potenzstörungen beeinträchtigen nicht
nur die Lebensqualität, sondern sind sehr oft Anzeichen für
organische Erkrankungen. Im Rahmen des androchecktm sollte daher
auch die Sexualität Thema sein. "Die erektile Dysfunktion (ED),
gelegentlich auch einfach als 'Potenzstörung' bezeichnet, gehört zu
den häufigsten Sexualfunktionsstörungen des Mannes. Seriösen
Schätzungen zufolge dürften in Österreich etwa 730.000 Männer von ED
betroffen sein. Mehr als die Hälfte der Männer mit ED leiden
zusätzlich an kardiovaskulären Erkrankungen, von denen sie oft nichts
wissen. Auch bei anderen 'Wohlstandserkrankungen' wie Hypertonie,
Fettstoffwechselerkrankungen oder Diabetes mellitus gibt es eindeutig
Korrelationen zu ED", führte Dr. Dorfinger an.

Prominente unterstützen Initiative "Frauen, die auf ihre Männer
schauen."

Die Kampagne zur Männergesundheit "Frauen, die auf ihre Männer
schauen." findet auch bereits prominente Unterstützung. Dr. Vera
Russwurm und Janet Kath, Geschäftsführerin der Interio Möbel- und
Einrichtungs GmbH, fungierten als prominente Botschafterinnen bei der
Kick-Off-Pressekonferenz. Dr. Russwurm ist von der Sinnhaftigkeit der
Initiative überzeugt: "Männer gehen statistisch gesehen weniger oft
zum Arzt oder in die Apotheke. Es gilt einen Weg zu finden, um die
Bedeutung von Gesundheits- und Vorsorgeuntersuchungen ins Bewusstsein
der Männer zu bringen. Initiativen wie jene zur Männergesundheit
leisten einen entscheidenden Beitrag dazu." Janet Kath bezog zur
Rolle der Frauen Stellung: "Frauen übernehmen oft die Rolle von
'Gesundheitsmanagerinnen' für die ganze Familie - für die Kinder, die
Eltern und natürlich auch für die Ehemänner oder Lebensgefährten. Ich
erachte daher die Ziele der Initiative 'Frauen, die auf ihre Männer
schauen.' als unterstützenswert und werde die Anliegen gerne weiter
kommunizieren."

Alle Presseunterlagen sowie die Sujets und Unterlagen zur Kampagne
finden Sie im Pressecorner auf www.welldone.at zum Download:

- Folder "Und, wie läuft's so" und "Schauen Sie auf ihn"
- Poster Sujet "Frau" und Sujet "Mann"
- Buttons "Ich schau auf mich" und "Ich schau auf ihn"
- Infosheet zur Vorsorgeuntersuchung androchecktm

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=43&dir=201105&e=20110512_m&a=event

Die in diesem Pressetext verwendeten Personen- und
Berufsbezeichnungen treten der besseren Lesbarkeit halber nur in
einer Form auf, sind aber natürlich gleichwertig auf beide
Geschlechter bezogen.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Welldone GmbH, Werbung und PR
Mag. Elisabeth Kranawetvogel | Mag. Sabine Sommer | Mag. Nina Bennett | Public Relations
Lazarettgasse 19/4. OG, 1090 Wien
Tel.: 01/402 13 41-40 bzw. 12 | E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WDM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel