- 12.05.2011, 11:18:22
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Libyen: Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt Flüchtlinge im Grenzgebiet
Wien (OTS) - Die Diakonie Katastrophenhilfe beobachtet mit Sorge
die Eskalation des Konflikts in Libyen. Fast 750.000 Menschen haben
laut Vereinten Nationen das Land verlassen. An der tunesischen Grenze
unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe als Mitglied des globalen
kirchlichen Hilfsnetzwerks "ACT Alliance" die Flüchtlingshilfe von
ACTAlliance. HelferInnen versorgen Flüchtlinge und helfen Kindern
dabei, über die Schrecken von Krieg und Flucht hinwegzukommen.
Im tunesischen Grenzgebiet, wo täglich neue Flüchtlinge aus Libyen
ankommen, sind mittlerweile fünf Auffanglager für rund 30.000
Menschen entstanden. Während zu Beginn des Konflikts vor allem
ArbeitsmigrantInnen das Land verlassen haben, fliehen nun immer mehr
libysche Familien aus Angst vor der Gewalt, wie HelferInnen
berichten.
Nach ihrer Ankunft brauchen die Familien mit Frauen und kleinen
Kindern dringend geeignete Unterkünfte und Sanitäranlagen. Partner
der Diakonie Katastrophenhilfe kümmern sich um die Versorgung der
Flüchtlinge in einem Lager bei Remada und einem weiteren Transitcamp
bei Tataouin. Für viele Menschen sind sie die erste Anlaufstelle nach
der Flucht. Sie brauchen Trinkwasser, Waschgelegenheiten und
Toiletten. Deshalb bauen HelferInnen die Wasser- und
Sanitärversorgung für 10.000 Menschen aus. Viele der Familien aus
Libyen sind erschöpft und stehen unter Schock. Im Lager von Remada,
rund 50 Kilometer von der tunesisch-libyschen Grenze entfernt,
starten die Hilfskräfte von ACTAlliance ein Programm zur
psycho-sozialen Unterstützung, besonders für Kinder.
Die Diakonie Katastrophenhilfe hat mit ihrem Netzwerk europäischer
Hilfsorganisationen "Voice" in Hinblick auf den geplanten
EUFOR-Libyen-Einsatz Bedenken geäußert. Verschiedene
Hilfsorganisationen leisten unparteiliche humanitäre Hilfe auch in
Libyen selbst. Es sei nicht notwendig sondern eher kontraproduktiv,
humanitäre Hilfe in Libyen durch militärischen Schutz absichern zu
wollen.
Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für die
flüchtenden Menschen:
Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe
PSK 23.13.300 (BLZ 60.000)
Kennwort: Krise Nordafrika
Online Spende: http://www.diakonie.at/katastrophenhilfe
Rückfragehinweis:
Mag.a Bettina Klinger
Leitung Kommunikation/Diakonie Österreich
Tel: (+43) 1 409 80 01-14
Mobil: (+43) 664 314 93 95
E-Mail: [email protected]
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