• 11.05.2011, 12:40:41
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Sozialistische Gewerkschafter in der Wiener Arbeiterkammer erteilen eigenen Ministern Aufträge

FSG gibt einer ideen- und orientierungslosen SPÖ die Linie vor

Wien (OTS) - Offenbar erteilen die Kammerräte der Fraktion
Sozialistischer Gewerkschafter (FSG) in der Wiener Arbeiterkammer
ihren eigenen Ministern Aufträge, um deren Ideenlosigkeit zu
kaschieren. So stellen die FSG-Kammerräte in der heutigen
AK-Vollversammlung sowohl einen Antrag zur Unterstützung für das
Bildungsvolksbegehren des ehemaligen SPÖ Finanzministers Hannes
Androsch als auch einen zur wirksamen Umsetzung von Maßnahmen gegen
Lohn- und Sozialdumping. "Ministerin Schmid soll selbst ihre Vorhaben
zur Bildungsreform vorlegen", fordert in diesem Zusammenhang die
Fraktionsführerin der Christgewerkschafter/ÖAAB, Abg. z. NR Gaby
Tamandl. Doch die Unterstützung der eigenen Gewerkschafter und
Kammerräte in der Wiener Arbeiterkammer habe Bundesministerin Schmid
offenbar verloren, wie die FSG-Unterstützung des
Androsch-Bildungsvolksbegehrens zeige.
"Die FSG offenbart mit ihrem Handeln, dass inzwischen die
Gewerkschaft einer ideen- und orientierungslosen SPÖ die Linie
vorgibt.", resümiert Tamandl und ergänzt: "Das Lohn- und
Sozialdumpinggesetz ist erst kürzlich vom Nationalrat beschlossen
worden, und schon wird Minister Hundsdorfer zur wirksamen Umsetzung
aufgefordert - als Minister sollte er schon selbst wissen, was zu tun
ist."

Einem Schulentwicklungsplan stimmt die Mehrheitsfraktion FSG in der
Wiener Arbeiterkammer dagegen nicht zu, obwohl gerade dieser oberste
Priorität in Wien haben müsste. Tamandl führt mit dem Abbau von
Lehrerdienstposten, Containerklassen, und fehlenden
Sanierungskonzepte lediglich die wichtigsten Punkte an, die der
Forderung der Christgewerkschafter/ÖAAB nach einem
Schulentwicklungsplan zu Grunde liegen: "Ausgerechnet in dieser Frage
halten die Sozialistischen Gewerkschafter mit der Wiener
Stadtregierung die gemeinsame Linie, obwohl sie gerade hier endlich
etwas im Sinne unserer Kinder bewegen könnten."

Wie in jeder Vollversammlung sind seitens der FSG wieder
klassenkämpferische Töne an der Tagesordnung, die weder der
Verbesserung der Arbeitssituation und der Leistungsgerechtigkeit und
schon gar einer zeitgemäßen Bildungs- und Integrationspolitik
dienlich sind. Von einer Gewinnbeteiligung am Unternehmen fühlen sich
einige Fraktionen scheinbar geradezu bedroht, das Ansparen von
Zeitkonten ist für sie ein Tabu, rügt Tamandl: "Im 21. Jahrhundert
hat Klassenkampf in der Arbeitnehmervertretung nichts zu suchen. Wenn
sich Manager Bonuszahlungen in beispiellosen Höhen genehmigen, ist
nicht nachvollziehbar, warum ein Mitarbeiter seinen Teil am
Unternehmensgewinn nicht steuerbegünstigt erhalten darf. Vermutlich
blockt die FSG hier nur, um ihren anachronistischen Klassenkampf ewig
aufrecht zu erhalten ", so Tamandl abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖAAB Wien, Gabriele Fügenschuh, Pressereferentin, Tel.: 0664/8595 701, [email protected]

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