• 11.05.2011, 12:24:07
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Christgewerkschafter/ÖAAB in der AK: KEINE Tariferhöhungen für Wiener öffentliche Verkehrsmittel

Mehrheitsfraktion FSG in der Wiener Arbeiterkammer will Preiserhöhungen bei den Wiener öffentlichen Verkehrsmitteln keine Abfuhr erteilen

Wien (OTS) - Ein Dringlichkeitsantrag zur Ablehnung von
Preiserhöhungen bei den Wiener Linien konnte bei der heutigen
Vollversammlung in der Wiener Arbeiterkammer keine Mehrheit finden.
Den Grund sieht die Fraktionsführerin der Christgewerkschafter/ÖAAB
Abg. z. NR Gaby Tamandl in der nicht nachvollziehbaren Haltung der
Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter (FSG), denen keine klare
Abfuhr zur angekündigten Preiserhöhung bei den Wiener Linien
abzuringen ist: "Offenbar wagen die Roten Gewerkschafter es nicht,
dem Wiener Bürgermeister in die Quere zu kommen und mit der Zuweisung
in einen Ausschuss ein "Begräbnis erster Klasse" zu bescheren,"
stellt Tamandl fest.
Grund für den von der FCG/ÖAAB-Fraktion eingebrachten
Dringlichkeitsantrag sind etliche Zeitungsmeldungen der letzten
Wochen, wonach die Preiserhöhungen wie ein Damoklesschwert über den
Öffi-Benutzern hängen und für entsprechende Verunsicherung sorgen.
Bereits im Juli 2009 wurden die Tarife bei den Wiener Linien
angehoben, was gerade Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit
niedrigerem Einkommen oder Teilzeitbeschäftigte empfindlich spüren.
Die Fraktion der Christgewerkschafter/ÖAAB stellt sich eindeutig
gegen eine Gebührenerhöhung bei den Wiener Linien, stellt Tamandl
klar: "Solange ständige Ausfälle ganzer Linien wegen Zusammenbruch
des Stromnetzes oder technischer Probleme mit veralteten Garnituren
an der Tagesordnung sind und moderne Stadtentwicklungskonzepte beim
Ausbau des Netzes konsequent ignoriert werden - Stichwort
U-Bahnanbindung an den Hauptbahnhof - ist für uns nicht
nachvollziehbar, womit eine Tariferhöhung gerechtfertigt werden
soll." Stattdessen fordert sie die rot-grüne Stadtregierung zu
umsetzbaren und ehrlichen Konzepten in Sachen Öffis auf: "Statt mit
den Öffis zu fahren, die sie selbst propagiert, verursacht
ausgerechnet die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou horrende
Überstunden bei ihrem Dienst-Chauffeur."
Ebenfalls schiefe Optik ortet Tamandl beim Abnicken der Tariferhöhung
durch die FSG als Mehrheitsfraktion in der Wiener Arbeiterkammer: "Da
steht schon die Frage im Raum, ob die Vertreter der Wiener AK im
Aufsichtsrat der Wiener Linien tatsächlich die Interessen der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertreten - oder allein die der
Wiener Linien.", so Tamandl.

Rückfragehinweis:
ÖAAB Wien, Gabriele Fügenschuh, Pressereferentin, Tel.: 0664/85 95 701, [email protected]

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