• 09.05.2011, 12:11:18
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Coface: Weltwirtschaft wächst 2011 langsamer, Österreichs Wirtschaft schneller

Österreichs Wirtschaft könnte stärker wachsen als im Vorjahr - Ratings der Industrieländer noch nicht auf Vorkrisenniveau - Schwellenländer holen weiter auf

KR Martina Dobringer (Generaldirektorin und Vorstandsvorsitzende Coface Austria & Central Europe) und Christian Berger (Mitglied des Vorstands Coface Austria & Central Europe) mit dem neuen Coface-Handbuch "Länderrisiken 2011".

Wien (OTS) - Im Rahmen eines Pressegesprächs am Vortag der 9.
Coface Country Risk Conference in Wien präsentierten heute
Generaldirektorin Martina Dobringer und Vorstandsmitglied Christian
Berger von Coface Austria & Central Europe ihren wirtschaftlichen
Ausblick auf das kommende Jahr sowie die aktuelle Entwicklung der
Länder-Risiken.

Gebremste Erholung der Weltwirtschaft

"Die Weltwirtschaft wächst 2011 langsamer als im Vorjahr, wobei
Österreich in unseren Augen eine Ausnahme darstellen könnte",
erläuterte Dobringer die aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen.
Coface prognostiziert der heimischen Wirtschaft für 2011 ein Wachstum
von 2,1% nach 2,0% im Vorjahr. Nach den jüngsten Analysen des
internationalen Kreditversicherers liegt das österreichische
Wirtschaftswachstum damit deutlich über jenem der Eurozone, für die
ein Wachstum von 1,3% (2010: 1,8%) vorausgesagt wird.

Generell verzeichnet Coface eine verlangsamte, aber sichtbare
Erholung der Wirtschaft, was nicht zuletzt die geringer werdenden
Zahlungsausfälle bestätigen. In Verbindung mit einem erfolgreichen
Schadenmanagement konnte der Kreditversicherer die Schadenquote im
vergangenen Jahr auf 67% - nach 101% im Jahr 2009 - senken. In
Zentral- und Osteuropa verringerte sich die Schadenquote von Coface
im Vorjahr auf 62% (2009: 219%). Die Schadenquoten im ersten Quartal
2011 lagen mit 59% (Österreich) bzw. 60% (Zentral- und Osteuropa)
nochmals etwas niedriger.

Positive Geschäftsentwicklung

Damit verbunden ist eine überaus erfreuliche Geschäftsentwicklung
für Coface in der gesamten Region. In Österreich konnte der
konsolidierte Umsatz im Vergleich zu 2009 um 7,6% auf 54,9 Mio. Euro
gesteigert werden. Bereinigt um die Wechselkursentwicklung der
jeweiligen Länder konnte der konsolidierte Umsatz in Zentral- und
Osteuropa sogar von 47,3 Mio. Euro im Jahr 2009 auf 55,6 Mio. Euro im
Jahr 2010 gesteigert werden, was einem Zuwachs von 17,5% entspricht.

Der internationalen Konzernstrategie entsprechend, das weltweite
Kerngeschäft - die Kreditversicherung - zu stärken und konsequent zu
internationalisieren, kündigte Dobringer eine Offensive in der
Gewinnung von Neukunden an, die mit einer weiteren Konzentration auf
die Geschäftssparte Kreditversicherung einhergehen soll. "Die
Nachfrage nach spezialisierter Expertise in diesem Bereich steigt
weltweit", erläuterte Dobringer diese strategische
Schwerpunktsetzung.

Länder-Risiken noch nicht auf Vorkrisenniveau

"Obwohl die Zahlungsausfälle durch Insolvenzen sich zunehmend
normalisieren, befinden sich die Risiko-Ratings der Industrieländer
noch lange nicht auf dem Vorkrisenniveau", beschrieb Christian
Berger, Vorstandsmitglied von Coface Austria & Central Europa, die
aktuelle Entwicklung der Länder-Risiken.

Einer der Gründe dafür sind die Auslandsschulden, also die Summe
der öffentlichen und privaten Schulden bei ausländischen Geldgebern,
die 2010 in den Industrieländern einen neuen Höchststand von
durchschnittlich 134% des BIP erreicht haben. Einige Länder, wie z.
B. Irland mit einer Auslandsverschuldung von 1.121% im Verhältnis zu
seinem BIP, sind davon besonders stark betroffen.

Auslandsschulden sind auch für die Länder Mittel- und Osteuropas
ein Thema. In "Emerging Europe" machen diese durchschnittlich 124%
des BIP aus - also nur 10% weniger als in den Industrienationen. Vor
allem Lettland, Estland, Bulgarien und Ungarn führen diese
Negativliste mit Auslandsschulden von über 130% ihres BIP an.

Schwellenländer nähern sich an Industrieländer an

Im Gegensatz dazu weisen die Schwellenländer weltweit betrachtet
nur eine Auslandsverschuldung in der Höhe von 26% ihres BIP auf.
Hinzu kommt, dass diese Länder auch 2011 ein relativ starkes
Wirtschaftswachstum zu verzeichnen haben. Coface prognostiziert für
die Schwellenländer in diesem Jahr einen durchschnittlichen Zuwachs
von 5,7% nach 6,8% im Jahr 2010.

Aus diesen Gründen gleichen sich auch die Risiko-Ratings von
Schwellenländern und Industrienationen zunehmend an. Dazu Berger:
"Obwohl sich das Wachstum auch dort verlangsamt, haben die
Schwellenländer die Krise insgesamt sehr erfolgreich bewältigt."
Länder wie China, Brasilien, Indien oder Polen haben inzwischen ein
besseres Länder-Rating als Griechenland, Irland oder Portugal. Auch
das Länder-Risiko der Türkei liegt heute in der Bewertung von Coface
nur noch knapp hinter jenem von Großbritannien.

Coface Austria & Coface Central Europe

Coface Austria, mit Zentrale in Wien und Niederlassungen in Polen,
Ungarn, Litauen, Lettland, Slowakei, Tschechien, Rumänien und
Bulgarien ist seit Gründung 1954 der Partner am heimischen Markt für
Kreditversicherungen. Seit 1997 ist Coface Austria Tochter der
französischen Coface und damit Teil eines der drei Global Player am
Kreditversicherungsmarkt. Die Schwestergesellschaft Coface Central
Europe ist seit 20 Jahren Marktführer für Wirtschaftsinformationen in
12 zentraleuropäischen Ländern. Ergänzend bietet man in der gesamten
Region Inkassoservices an. Coface Central Europe ist ein
Gemeinschaftsunternehmen der Coface (75 Prozent) und des KSV1870 (25
Prozent). Seit 2002 ist Wien innerhalb des Coface Konzerns
Headquarter für Zentral- und Osteuropa, die gesamte Region zählt
bereits über 700 Mitarbeiter/innen.

Coface

Ziel von Coface ist die Vereinfachung des globalen B2B-Geschäfts.
Den 135.000 Kund/innen wird daher die teilweise oder komplette
Auslagerung des Forderungsmanagements sowie die Finanzierung und
Versicherung der Forderungen angeboten: Kreditversicherung,
Factoring, Wirtschaftsinformation und Inkasso. Dank des weltweit
lokalen Services der 6.600 Mitarbeiter/innen in 65 Ländern sind über
45% der 500 größten Unternehmen Kund/innen von Coface. Coface ist die
Tochter der französischen Bank Natixis (Stammkapital 16,8 Mrd. Euro,
Ende Dezember 2010).

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Coface Austria Holding AG
   Susanne Krönes 
   Head of Marketing and Communications
   Tel.: 01/515 54 - 512
   mailto:[email protected]
   http://www.coface.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | COF

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