• 05.05.2011, 13:00:15
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Allianz Umfrage: Institutionelle Investoren in Europa erwarten Fortbestehen des Euro

Wien (OTS) - Acht von zehn europäischen institutionellen
Investoren haben weiterhin Vertrauen in den Euro, wie eine aktuelle
Umfrage von Allianz Global Investors zeigt. Für die Zukunft erwarten
die befragten Veranlagungsexperten eine fortschreitende
wirtschaftliche und politische Integration in der Eurozone.

"Europäische institutionelle Investoren haben weiterhin Vertrauen
in den Fortbestand des Euro", fasst Martin Bruckner, Vorstand der
Allianz Investmentbank und Chief Investment Officer der Allianz
Gruppe in Österreich, die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zusammen,
die Allianz Global Investors unter institutionellen Anlegern -
mehrheitlich Pensionsfonds - in elf europäischen Ländern durchgeführt
hat.

Rund 80 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass der Euro im
aktuellen Umfeld überleben wird; nur knapp vier Prozent erwarten ein
Scheitern der Gemeinschaftswährung. Der relativ hohe Anteil der
Befragten, die sich unentschieden äußerten - 16 Prozent - zeigt aber,
dass die Staatsschuldenkrise in der Eurozone von den institutionellen
Investoren als ein bedeutender Risikofaktor wahrgenommen wird.
Interessanterweise unterschieden sich dabei die Antworten von
Befragten aus Euro-Ländern nicht signifikant von denen aus Ländern
mit einer eigenen Währung. Knapp zehn Prozent der Umfrageteilnehmer
halten einen Schuldenschnitt in einigen Ländern der
Euroland-Peripherie für möglich.

RCM (Rosenberg Capital Management), eine Investmentplattform von
Allianz Global Investors, hält dagegen einen Zahlungsausfall
Griechenlands oder eine Umstrukturierung der griechischen
Staatsschulden vor 2013 für unwahrscheinlich. Wie das jüngste
Rettungspaket für Portugal gezeigt hat, versuchen die politischen
Entscheidungsträger in Europa die Schockwellen eines Zahlungsausfalls
zu vermeiden, um die Erholung des europäischen Bankensektors nicht zu
gefährden. Andreas Utermann, Global Chief Investment Officer von RCM,
stellt fest: "Zwar ist der für eine Stabilisierung der Staatsschulden
notwendige Primärüberschuss von rund acht Prozent des
Bruttoinlandsprodukts für Griechenland ein äußerst ambitioniertes
Ziel. Die politischen Entscheidungsträger werden allerdings
versuchen, Zeit zu gewinnen, damit der Finanzsektor seine Bilanzen
und Griechenland seinen Primärhaushalt weiter verbessern kann. Die
Europäische Zentralbank hat mehrfach darauf hingewiesen, dass eine
übereilte Umschuldung zu einer erneuten Finanzkrise führen könnte,
weil die Banken - vor allem in Griechenland - aufgrund des
Abschreibungsbedarfs auf die von ihnen gehaltenen Zinspapiere stark
getroffen würden. Darüber hinaus würde eine Umschuldung von den
Märkten nicht als glaubhaft angesehen, solange Griechenland keine
Primärüberschüsse erzielt - und aktuell ist dies in der Tat noch
nicht der Fall. Daher erwarten wir zunächst weiter eher kleine
Schritte: Dies kann etwa eine Reduktion der Zinssätze für den
Rettungsfonds sowie eine Verlängerung der Laufzeiten sein, um die
Kosten einer Rettung zu verringern. Derartige Maßnahmen könnten sogar
auf freiwilliger Basis stattfinden."

Unabhängig hiervon halten die Umfrageteilnehmer eine
fortschreitende wirtschaftliche und politische Integration in der
Eurozone für sehr wahrscheinlich. Darüber hinaus erwarten viele der
Befragten eine strengere Regulierung sowie eine stärker
zentralisierte Fiskalpolitik, was mit einem Zuwachs der Kompetenzen
und Verantwortlichkeiten der Europäischen Zentralbank verbunden sein
könnte. Schließlich sahen einige der Befragten die Möglichkeit, dass
der Einfluss von Kernländern der Eurozone wie Deutschland und
Frankreich steigen wird.

Die Umfrage wurde im März und April 2011 unter mehr als 150
institutionellen Investoren in Europa durchgeführt, die Gelder in
Höhe von insgesamt rund 990 Mrd. Euro verwalten oder betreuen. Die
Gesamtergebnisse der Umfrage werden im Juni veröffentlicht.

Downloads im Internet unter
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news

- Foto: Martin Bruckner ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
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Rückfragehinweis:

Mag. Manfred Rapolter, MA
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105
   1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 80690, Fax: - 40261
   E-Mail: [email protected] 
   Internet: http://www.allianz.at

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