ASFINAG: Hauptmautstelle St. Michael im Lungau stellt sich auf die Verkehrsfreigabe der 2. Tauerntunnel-Röhre ein

Weitere Optimierung der Mautabfertigung für verkehrsstarke Reisetage

Salzburg (OTS) - Im Zuge der bevorstehenden Inbetriebnahme der zweiten Tauerntunnel-Röhre Ende Juni 2011 rüstet sich auch die Hauptmautstelle St. Michael im Lungau für das zu erwar-tende Verkehrsaufkommen. Seit 11. April laufen die Bauarbeiten, in deren Rahmen in den nächsten zwei Monaten fünf zusätzliche Mautspuren in Fahrtrichtung Villach errichtet werden. Diese Mautspu-ren werden südwestlich der bestehenden Mautstelle situiert. Die Breite der Mautspuren von 3,20 m ermöglicht eine Durchfahrt auch für Wohnwagen-Gespanne. LKWs entrichten die Maut künftig auch weiterhin beim Durchfahren der bestehenden GO-Spuren.

Mag. Beate Appinger-Ziegler, Geschäftsführerin ASFINAG Maut Service GmbH, erklärte heute im Rahmen eines Pressegespräches: "Die Bauzeit der Mautstellenerweiterung ist so anberaumt, dass die zusätzlichen fünf Mautspuren rechtzeitig vor Eröffnung des voll ausgebauten, zweiröhrigen Tau-erntunnels in Betrieb gehen. Staus vor der Mautstelle St. Michael sollen damit weitestgehend ver-mieden werden". Behinderungen während des Zubaus der Mautspuren sind nicht zu erwarten. Die gesamten Baukosten für diese Erweiterungsmaßnahme belaufen sich auf in etwa EUR 470.000,- netto.

Automatisierung an den Mautstellen

Die erste Bemautung erfolgte am 21. Dezember 1974, als der Katschbergtunnel für den Verkehr frei gegeben wurde.
Prok. Rudolf Nagele, Leiter der Abteilung Mauteinhebung ASFINAG Maut Service GmbH: "In den ersten Jahren wurde die Mautgebühr ausschließlich manuell eingehoben. Das Inkasso erfolgte wie an den anderen Mautstellen mit Hilfe von einfachen Papierblöcken. In Summe gab es bis 1984 ins-gesamt 86 unterschiedliche Kartenarten."
Mit zunehmender Technik wurden alsbald Registrierkassen zur Erstellung von Tickets angeschafft. Die erste EDV-technische Aufrüstung startete 1984 mit der Einführung sogenannter SKIDATA-Registrier-Kassen. Im Jahre 1986 wurde auf ein halbautomatisiertes Abfertigungssystem umgestellt. Die permanente EDV-Weiterentwicklung führte im Jahr 1996 zu einem weiteren Modernisierungs-schritt. Zur Erhöhung der Kompatibilität mit Peripherie-Geräten, wie Drucker, Kreditkartenleser, etc. wurden die aus dem Ski-Bereich bekannten Registrierkassen durch standardisierte Industrie-PCs ersetzt. Eine geringere Abhängigkeit von Monopol-Lieferanten war dabei ein positiver Nebeneffekt.

Im Jahr 2006 wurde mit der Installation von Mautautomaten zur zusätzlichen Automatisierung der Abfertigungen an den Mautstellen begonnen. In der ersten Phase wurden die Nebenmautstellen der A 10 Tauern Autobahn und der A 13 Brenner Autobahn mit Mautautomaten (in Summe 13 Stück) bestückt. Die vorhandene Videomauttechnik wurde dabei ebenfalls erweitert und technisch optimiert.

An der Mautstelle St. Michael im Lungau gibt es je drei eigene Kreditkartenspuren pro Fahrtrichtung. Eigene Solo-Videomautspuren sind seit 2002 in Betrieb. Pro Fahrtrichtung befindet sich jeweils eine in Fahrtrichtung Süd und Nord bzw. auch an der Nebenmautstelle Höf (Zu- und Abfahrt). Für mehr Komfort und Schnelligkeit in der Abfertigung sind inzwischen auch alle anderen Mautspuren für KFZ bis 3,5t hzG mit Videomauttechnik ausgerüstet worden.

Der Automatisierungsgrad an den Sondermautstellen erreicht österreichweit derzeit in etwa 56% (Stand Ende 2010). Appinger-Ziegler: "Mit der Errichtung von zusätzlichen fünf Abfertigungsspuren in Fahrtrichtung Vil-lach wird dem nach der Verkehrsfreigabe der 2. Tauerntunnel-Röhre an starken Reisewochenenden zu erwartenden hohen Verkehrsaufkommen Rechnung getragen. Ebenso wird mit den automatisier-ten Abfertigungsspuren längeren Wartezeiten an der Mautstelle St. Michael entgegengewirkt."

Vorteile der PKW-Videomautkarte: Mehr Service - Freie Fahrt

Schnell, bequem und vor allem zeitsparend kann man mit einer Pkw-Videomautkarte die österreichi-schen Mautstellen auf der Tauern-, Pyhrn- oder Brenner Autobahn bzw. dem Arlberg Straßentunnel in den dafür vorgesehenen und eigens gekennzeichneten Videomautspuren passieren. Beim Kauf der Karte wird das Kennzeichen des Pkws erfasst. Sobald man mit dem registrierten Fahrzeug in die Spur einfährt, wird das Kennzeichen vom System gelesen und man wird automatisch und ohne anzuhalten abgefertigt.

Die Videomautkarte kann online unter asfinag.at erworben werden bzw. kann sie auch bei unseren zahlreichen Vertriebsstellen sowie bei den Automobilclubs ÖAMTC, ARBÖ und ADAC gekauft wer-den. Um noch schneller und bequemer ans Ziel zu kommen, wird seitens ASFINAG empfohlen, die Videomautkarte gleich für Hin- und Rückfahrt zu erwerben.

Schnell, bequem und bargeldlos: Kreditkartenautomaten

Kreditkartenspuren sollten für eine schnelle, bequeme und bargeldlose Abfertigung an den Sonder-mautstellen der A 10 Tauern Autobahn, der A 9 Pyhrn Autobahn und der A 13 Brenner Autobahn genutzt werden.

Die Kreditkartenautomaten stehen allen Lenkern von Kfz unter 3,5t hzG zur Verfügung, die die Maut nicht mit Bargeld, sondern mit Kreditkarte bezahlen möchten. Diese speziellen Abfertigungsspuren sind orange gekennzeichnet und befinden sich an den Mautstellen in Fahrtrichtung gesehen jeweils auf der linken Seite.
An den Kreditkartenautomaten wird eine Vielzahl an Karten akzeptiert:

  • Kreditkarten (VISA, Mastercard, American Express, Diners Club)
  • Tankkarten (Routex, DKV, UTA, Shell, Esso, OMV)
  • Österreichische Maestro-Karten
  • Deutsche EC Karten
  • Videomauttickets
  • Jahresmautkarten

Eine Barzahlung der Mautgebühr ist bei den Kreditkartenautomaten nicht möglich. Mit Bargeld muss eine andere geöffnete Mautspur angesteuert werden.

Zweckgebundene Verwendung der Mauteinnahmen

Die Nutzung der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen ist kostenpflichtig. Alle Mautein-nahmen sind zweckgebunden und werden wiederum in die Erhöhung der Verkehrssicherheit, der Verbesserung des Fahrkomforts und in den Betrieb und den Ausbau des österreichischen Autobah-nen- und Schnellstraßennetzes investiert.
Die ASFINAG Maut Servicegesellschaft beschäftigt in Schnitt in etwa 560 Personen und ist für die Abwicklung und Betreuung der LKW-Bemautung, der Vignette und der Sondermauten zuständig. In die Unternehmensverantwortung fallen auch der Service- und Kontrolldienst (Mautaufsicht), das Kundenmanagement der ASFINAG (ASFINAG Service Center), die gesamten IT-Agenden der Un-ternehmensgruppe sowie internationale Projekte im Bereich Bemautung.

Weitere Infos zum Autobahnen- und Schnellstraßennetz:
www.asfinag.at
24 Stunden Service für Sie: 0800 400 12 400.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Ingrid Partl
Pressesprecherin Maut
ASFINAG MAUT SERVICE GMBH
Mobil: +43 (0)664 60108 12825
ingrid.partl@asfinag.at

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