Austria Tabak beabsichtigt die Schließung der Zigarettenfabrik in Hainburg, weiterhin 500 Mitarbeiter in Österreich beschäftigt

Wien (OTS) - Aufgrund des Rückganges der versteuerten Zigarettenmengen in den europäischen Märkten mussten die Pläne von 2007, Hainburg als Zigaretten-fabrik für ein jährliches Produktionsvolumen von 15-20 Mrd. Stück Zigaretten aus-zubauen, neu bewertet werden. Nach einer sorgfältigen Prüfung der Entwicklung der EU-Märkte musste das Unternehmen anerkennen, dass dieser Plan nicht länger realisierbar ist, und beabsichtigt daher, die Produktion zu verlagern und die Fabrik Hainburg zu schließen.

Das versteuerte Zigarettenvolumen in den europäischen Märkten, welche von der Fabrik Hainburg aus beliefert werden, war in den letzten Jahren rückläufig. Aus diesem Grund musste das Unternehmen den Plan von steigenden Produktionsmengen in Hainburg neu bewerten. Die aktuellen Produktionsprognosen für 2011 gehen nur mehr von rund 10 Mrd. Zigaretten aus. Die Gesamtkosten für die Infrastruktur der Hainburger Fabrik erlauben daher keine kosteneffiziente Produktion mehr (an diesem Standort).

Investitionspläne von 2007 die Fabrik Hainburg aufzurüsten

Nach der Akquisition von Gallaher und Austria Tabak im Jahr 2007 konzentrierte JTI die österreichische Zigarettenproduktion in Hainburg. Mit Investitionen in Mitarbeiter, Maschi-nen und Infrastruktur wurde der Hainburger Betrieb zu einer JTI Fabrik mittlerer Größe mit einer jährlichen Produktionskapazität von 15-20 Mrd. Zigaretten aufgerüstet. Diese Ent-scheidung basierte auf der Annahme weitgehend stabiler versteuerter Zigarettenabsatz-mengen in den europäischen Märkten.

Geänderte Rahmenbedingungen

Die externen Umfeldfaktoren haben sich seit 2007 dramatisch verändert: In den EU-Märkten ging sowohl der Konsum als auch das versteuerte Zigarettenvolumen zurück, verstärkt durch die Finanzkrise und Tabaksteuererhöhungen in ganz Europa. Gleichzeitig gab es einen Anstieg der nicht versteuerten Zigarettenmengen durch Schmuggel und der vermehrten Verfügbarkeit von gefälschten Produkten. Davon sind auch die Produktionsmengen in Hainburg stark betroffen.

Der österreichische Markt (entspricht ungefähr 40% der Produktion von Hainburg), der sich selbst mit zunehmend großen Herausforderungen konfrontiert sieht, konnte den Vo-lumenrückgang der anderen Märkte nicht wettmachen: Zum einen die dramatische Tabaksteuererhöhungen im Jahr 2011, bei denen die Regierung die von unserem Unternehmen und den Trafikantenvertretern gemachten Vorschläge zur Steigerung des Tabaksteueraufkommens und gleichzeitig weniger drastischen Auswirkungen auf den versteuerten Zigarettenmarkt nicht berücksichtigte; zum anderen ein sehr hoher Anteil nicht in Österreich versteuerter Zigaretten - begünstigt durch die Erhöhung der Einfuhrli-mits von 200 auf 800 Stück Zigaretten. Unter diesen schwierigen Umständen ist es umso wichtiger, dass unsere Produkte für den österreichischen Markt kosteneffizient produziert werden.

Anpassung der Organisationsstruktur am Wiener Standort

Als Konsequenz der beabsichtigten Schließung der Fabrik Hainburg wurde auch eine Bewertung der zukünftigen Anforderungen an den Wiener Standort gemacht.

Dabei wurde in Betracht gezogen, dass es im Falle einer Schließung der Fabrik keinerlei funktionaler Unterstützung mehr dafür bedarf. Weiters ist auch die Integration der österreichischen Einheit in die Konzernprozesse (Einführung von SAP und anderer Unternehmensprozesse) nun abgeschlossen.

Faire Behandlung aller betroffenen Mitarbeiter

Das Unternehmen betont, dass die Mitarbeiter in Hainburg und Wien eine exzellente Arbeit während der Integration und der Aufrüstung der Fabrik Hainburg geleistet haben. Daher ist es umso bedauerlicher, dass hauptsächlich externe Veränderungen zu den nun angekündigten Plänen geführt haben.

Diese Pläne betreffen zusammen ungefähr 320 Arbeitsplätze - ca. 240 in Hainburg und ca. 80 in Wien.

Der Kultur des Unternehmens entsprechend und wie bereits in der Vergangenheit prakti-ziert, wird allen betroffenen Mitarbeitern eine faire und angemessene Behandlung zugesichert. In einem nächsten Schritt wird das Unternehmen Beratungen mit dem Betriebsrat führen, um diese Pläne und deren Auswirkungen auf die betroffenen Mitarbeiter zu diskutieren.

JTI Bekenntnis zu weiterer starken Marktpräsenz in Österreich

Nach der geplanten Restrukturierung wird JTI weiterhin 500 Mitarbeiter beschäftigen und das führende Tabakunternehmen in Österreich sein. Der österreichische Markt wird auch in Zukunft ein wichtiger Markt für JTI sein mit fortgesetzten Investitionen in die Mitarbeiter sowie Marken.

Das Großhandelsunternehmen Tobaccoland und die F&E Einrichtung Ökolab sind von diesen angekündigten Plänen nicht betroffen.

Japan Tobacco International (JTI) gehört zur Japan Tobacco Group of Companies (JT), einem führenden internationalen Hersteller von Tabakprodukten. JTI stellt drei der Top fünf Zigarettenmarken weltweit her: Winston, Mild Seven und Camel. Weitere internationale Marken sind u.a. Benson & Hedges, Silk Cut, Sobranie of London, Glamour und LD. Mit Sitz in Genf und einem Nettoumsatz von USD 10,2 Milliarden zum 31. Dezember 2010 beschäftigt Japan Tobacco International mehr als 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in 120 Ländern tätig. Austria Tabak gehört seit 2007 zu der JTI Unternehmensgruppe.

Rückfragen & Kontakt:

Walter Sattlberger
Austria Tabak / JTI Austria
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e-Mail: walter.sattlberger@jti.com

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