• 05.05.2011, 11:34:41
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  • OTS0137 OTW0137

Austria Tabak beabsichtigt die Schließung der Zigarettenfabrik in Hainburg, weiterhin 500 Mitarbeiter in Österreich beschäftigt

Wien (OTS) - Aufgrund des Rückganges der versteuerten
Zigarettenmengen in den europäischen Märkten mussten die Pläne von
2007, Hainburg als Zigaretten-fabrik für ein jährliches
Produktionsvolumen von 15-20 Mrd. Stück Zigaretten aus-zubauen, neu
bewertet werden. Nach einer sorgfältigen Prüfung der Entwicklung der
EU-Märkte musste das Unternehmen anerkennen, dass dieser Plan nicht
länger realisierbar ist, und beabsichtigt daher, die Produktion zu
verlagern und die Fabrik Hainburg zu schließen.

Das versteuerte Zigarettenvolumen in den europäischen Märkten,
welche von der Fabrik Hainburg aus beliefert werden, war in den
letzten Jahren rückläufig. Aus diesem Grund musste das Unternehmen
den Plan von steigenden Produktionsmengen in Hainburg neu bewerten.
Die aktuellen Produktionsprognosen für 2011 gehen nur mehr von rund
10 Mrd. Zigaretten aus. Die Gesamtkosten für die Infrastruktur der
Hainburger Fabrik erlauben daher keine kosteneffiziente Produktion
mehr (an diesem Standort).

Investitionspläne von 2007 die Fabrik Hainburg aufzurüsten

Nach der Akquisition von Gallaher und Austria Tabak im Jahr 2007
konzentrierte JTI die österreichische Zigarettenproduktion in
Hainburg. Mit Investitionen in Mitarbeiter, Maschi-nen und
Infrastruktur wurde der Hainburger Betrieb zu einer JTI Fabrik
mittlerer Größe mit einer jährlichen Produktionskapazität von 15-20
Mrd. Zigaretten aufgerüstet. Diese Ent-scheidung basierte auf der
Annahme weitgehend stabiler versteuerter Zigarettenabsatz-mengen in
den europäischen Märkten.

Geänderte Rahmenbedingungen

Die externen Umfeldfaktoren haben sich seit 2007 dramatisch
verändert: In den EU-Märkten ging sowohl der Konsum als auch das
versteuerte Zigarettenvolumen zurück, verstärkt durch die Finanzkrise
und Tabaksteuererhöhungen in ganz Europa. Gleichzeitig gab es einen
Anstieg der nicht versteuerten Zigarettenmengen durch Schmuggel und
der vermehrten Verfügbarkeit von gefälschten Produkten. Davon sind
auch die Produktionsmengen in Hainburg stark betroffen.

Der österreichische Markt (entspricht ungefähr 40% der Produktion
von Hainburg), der sich selbst mit zunehmend großen Herausforderungen
konfrontiert sieht, konnte den Vo-lumenrückgang der anderen Märkte
nicht wettmachen: Zum einen die dramatische Tabaksteuererhöhungen im
Jahr 2011, bei denen die Regierung die von unserem Unternehmen und
den Trafikantenvertretern gemachten Vorschläge zur Steigerung des
Tabaksteueraufkommens und gleichzeitig weniger drastischen
Auswirkungen auf den versteuerten Zigarettenmarkt nicht
berücksichtigte; zum anderen ein sehr hoher Anteil nicht in
Österreich versteuerter Zigaretten - begünstigt durch die Erhöhung
der Einfuhrli-mits von 200 auf 800 Stück Zigaretten. Unter diesen
schwierigen Umständen ist es umso wichtiger, dass unsere Produkte für
den österreichischen Markt kosteneffizient produziert werden.

Anpassung der Organisationsstruktur am Wiener Standort

Als Konsequenz der beabsichtigten Schließung der Fabrik Hainburg
wurde auch eine Bewertung der zukünftigen Anforderungen an den Wiener
Standort gemacht.

Dabei wurde in Betracht gezogen, dass es im Falle einer Schließung
der Fabrik keinerlei funktionaler Unterstützung mehr dafür bedarf.
Weiters ist auch die Integration der österreichischen Einheit in die
Konzernprozesse (Einführung von SAP und anderer Unternehmensprozesse)
nun abgeschlossen.

Faire Behandlung aller betroffenen Mitarbeiter

Das Unternehmen betont, dass die Mitarbeiter in Hainburg und Wien
eine exzellente Arbeit während der Integration und der Aufrüstung der
Fabrik Hainburg geleistet haben. Daher ist es umso bedauerlicher,
dass hauptsächlich externe Veränderungen zu den nun angekündigten
Plänen geführt haben.

Diese Pläne betreffen zusammen ungefähr 320 Arbeitsplätze - ca.
240 in Hainburg und ca. 80 in Wien.

Der Kultur des Unternehmens entsprechend und wie bereits in der
Vergangenheit prakti-ziert, wird allen betroffenen Mitarbeitern eine
faire und angemessene Behandlung zugesichert. In einem nächsten
Schritt wird das Unternehmen Beratungen mit dem Betriebsrat führen,
um diese Pläne und deren Auswirkungen auf die betroffenen Mitarbeiter
zu diskutieren.

JTI Bekenntnis zu weiterer starken Marktpräsenz in Österreich

Nach der geplanten Restrukturierung wird JTI weiterhin 500
Mitarbeiter beschäftigen und das führende Tabakunternehmen in
Österreich sein. Der österreichische Markt wird auch in Zukunft ein
wichtiger Markt für JTI sein mit fortgesetzten Investitionen in die
Mitarbeiter sowie Marken.

Das Großhandelsunternehmen Tobaccoland und die F&E Einrichtung
Ökolab sind von diesen angekündigten Plänen nicht betroffen.

Japan Tobacco International (JTI) gehört zur Japan Tobacco Group
of Companies (JT), einem führenden internationalen Hersteller von
Tabakprodukten. JTI stellt drei der Top fünf Zigarettenmarken
weltweit her: Winston, Mild Seven und Camel. Weitere internationale
Marken sind u.a. Benson & Hedges, Silk Cut, Sobranie of London,
Glamour und LD. Mit Sitz in Genf und einem Nettoumsatz von USD 10,2
Milliarden zum 31. Dezember 2010 beschäftigt Japan Tobacco
International mehr als 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
ist in 120 Ländern tätig. Austria Tabak gehört seit 2007 zu der JTI
Unternehmensgruppe.

Rückfragehinweis:
Walter Sattlberger
Austria Tabak / JTI Austria
Koppstrasse 116, 1160 Wien
Tel.: +43/1/31342-1905
e-Mail: [email protected]

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