vida-Kaske: Sorge über Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen der Gastro-Beschäftigten

Gewerkschaft vida meldet Bedenken zu Ausdehnung der Sperrstunde an

Wien (OTS/ÖGB) - In der Debatte rund um die Ausdehnung der Sperrstunde von vier auf sechs Uhr morgens für Bars und Tanzlokale in Wien meldet sich die Gewerkschaft vida zu Wort: "Einerseits werden sehr flexible Arbeitszeiten in der Gastronomiebranche gefordert, andererseits ist die Bezahlung äußerst schlecht", meint Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft vida.

"Wir sind besorgt über die Auswirkungen auf die ArbeitnehmerInnen", meldet die Gewerkschaft vida Bedenken an. Schon jetzt wird von den Beschäftigten sehr viel Flexibilität gefordert, auf der Tagesordnung stehen oft überlange und familienfeindliche Arbeitszeiten sowie die besonders ungünstige Variante Teildienst, die ArbeitnehmerInnen zwingt, zweimal pro Tag zum Arbeitsort auszurücken. Zu diesen schwierigen Arbeitsbedingungen kommt auch noch die schlechte Entlohnung in der Branche. "Der Tourismus ist von der Lohn- und Gehaltsstruktur im unteren Drittel der Einkommen angesiedelt", weiß Kaske.

Die Auszahlung des Nachtarbeitszuschlags sei schon jetzt problematisch: "Einerseits sollen die Arbeits- und Öffnungszeiten verlängert werden, andererseits sind die Arbeitgeber größtenteils nicht bereit, den Nachtarbeitszuschlag auszuzahlen", so der Gewerkschafter. Es sei eine Illusion zu glauben, dass wenn zwei Stunden länger gearbeitet wird, auch mehr Lohn ausbezahlt wird, sei es in Form von Überstunden oder Zeitausgleich. "All-Inklusive-Klauseln in den Arbeitsverträgen zwingen die Beschäftigten hingegen, 10 Stunden und mehr pro Tag zu arbeiten, ohne dafür einen zustehenden Ausgleich zu bekommen", meint Kaske abschließend.

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