- 05.05.2011, 09:28:13
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Forschung zum Ausprobieren und Mitmachen auf der MS Wissenschaft
Auch 2011 in Wien, Nieder- und Oberösterreich
Wien (OTS) - Nach dem erfolgreichen Erstauftritt in Österreich im
vergangenen Jahr*) wird das schwimmende Science Center MS
Wissenschaft auch heuer in Wien (24. bis 28. Juni/ Schiffsstation
Millennium Tower), Krems (29. und 30. Juni/Krems-Stein) und Linz
(2. bis 4. Juli/Lentos Kunstmuseum) festmachen. Die Reise der MS
Wissenschaft beginnt am 19. Mai 2011 in Stuttgart und endet am 29.
September 2011 in Berlin.
Diesmal an Bord: eine interaktive Ausstellung zum Thema
Gesundheitsforschung. Die heimische Gesundheitsforschung ist
beispielhaft durch zwei Forschungsprojekte der Medizinischen
Universität Wien repräsentiert. Der Aufenthalt der MS Wissenschaft in
Österreich wird durch den FWF - Fonds zur Förderung der
wissenschaftlichen Forschung - mit Unterstützung des BMWF und der
Medizinischen Universität Wien - ermöglicht.
Interaktive Ausstellung - Forschung für unsere Gesundheit
Nach der Energieforschung im vergangenen Jahr liefert heuer die
Gesundheitsforschung die Inhalte für die Ausstellung im Bauch der MS
Wissenschaft. Dabei wird vor allem ihre Vielfalt - sowohl im
Grundlagen- als auch im Anwendungsbereich - und beispielhaft ihre
Tragweite für die Gesellschaft, aber auch für jeden Einzelnen von uns
vermittelt.
Angesprochen wird eine Vielzahl an Themen und Forschungsfeldern,
u.a. Prozesse im Körper, Einblicke/Eingriffe (bildgebende Verfahren,
OP-Techniken), Medikamentenentwick-lung, Hilfsmittel (Medizintechnik,
Prothesen etc.), soziale Aspekte (Priorisierung, Ernährung,
historische Aspekte etc.).
Die Exponate aus der Gesundheitsforschung werden ergänzt durch
eigens für die Ausstellung entwickelte Hands-On-Exponate, die
übergeordnete Aspekte vermitteln oder spielerisch zu den jeweiligen
Bereichen hinführen. Ein Hauptanliegen dabei ist, das Interesse und
die Neugier von Schülerinnen und Schülern für Wissenschaft zu wecken
und zu stärken.
Die Ausstellung hat daher den Charakter einer Mitmach-Ausstellung
(vergleichbar einem Science Center), auf eine hohe Interaktivität der
einzelnen Exponate wird daher großer Wert gelegt. Die Exponate sind
allgemeinverständlich und für ein breites Publikum (Kinder ab 12
Jahren) geeignet. (Weitere INFOs zur Ausstellung unter
http://www.ots.at/redirect/ms-wissenschaft-gesundheitsforschung)
Österreich mit zwei Exponaten an Bord vertreten
Österreich ist beispielhaft mit zwei Exponaten aus der heimischen
Gesundheitsforschung in der Ausstellung präsent:
- Unter dem Titel "Blutplättchen sind für uns (über)lebensnotwendig,
können aber auch gefährlich sein - wieso?" werden die - vom FWF
geförderten - Forschungen von Univ.-Prof. Dr. Christine Mannhalter,
Klinische Abteilung für medizinisch-chemische Labordiagnostik der
Medizinischen Universität Wien über die Rolle der
Blutplättchen (Thrombozyten) bei der Blutstillung und beim Entstehen
eines arteriellen Blutgerinnsels vorgestellt. Die Wissenschafterin
und ihr Team möchten verstehen, wie Blutplättchen bei der
lebensnotwendigen Blutstillung und bei der Entstehung eines
lebensbedrohlichen Blutgerinnsels agieren und was sie "gefährlich"
macht. "Langfristiges Ziel ist", so Mannhalter "die unerwünschte
Entstehung von Gerinnseln verhindern zu können."
- Im zweiten österreichischen Exponat geht es unter dem Titel "
Schaden erkannt, Schmerz gebannt" um die "Volkskrankheit"
Rückenschmerzen und um eine neue Magnetresonanz (MR)-Technik, mit
deren Hilfe Kreuzschmerzen erstmals behandelt werden können, bevor
sie überhaupt spürbar sind. Möglich macht dies die "biochemische" MR.
Sie liefert detailliertere Informationen über den Zustand der
Bandscheibe als dies bisher mit Röntgenverfahren, Computertomographie
und herkömmlicher MR möglich war.
Entwickelt wurde diese neue Technik in intensiver - vom FWF
geförderter - Grund-lagenforschung von Univ.-Prof. Dr. Siegfried
Trattnig und seinem Team vom Exzellenzzentrum für Hochfeld MR an der
Medizinischen Universität Wien. Trattnig: "Wir sind nun erstmals in
der Lage, wichtige Vorzeichen eines drohenden Bandscheibenvorfalls zu
erkennen und sofort Therapiemaßnahmen zu setzen, um den
Bandscheibenvorfall noch verhindern zu können."
Breite Bevölkerungskreise für (Grundlagen)Forschung interessieren
Dieser wesentlich Beitrag der Grundlagenforschung für die
Entwicklung anwendungs-orientierter Maßnahmen und Techniken, für den
beide Exponate gute Beispiele sind, bezeichnet FWF Präsident
Univ.-Prof. Dr. Christoph Kratky als wesentlichen Grund dafür, dass
der FWF auch 2011 die MS Wissenschaft nach Österreich bringt.
Denn: "Eine wichtige, im Forschungs- und
Technologieförderungsgesetz FTFG festgeschriebene Aufgabe des FWF
ist, eine breite Öffentlichkeit durch neue Formen partizipativer
Kommunikation für wissenschaftliche Forschung und ihre Förderung zu
sensibilisieren. Attraktive Kommunikations-Projekte wie die MS
Wissenschaft eignen sich in besonderem Maße dafür, Menschen, die im
Alltag nichts mit Forschung zu tun haben, ganz gezielt dafür zu
interessieren. Dies hat der große Erfolg der MS Wissenschaft im
Vorjahr klar bestätigt."
Wissenschaft im Dialog
Träger des Projektes ist Wissenschaft im Dialog (WiD), eine
Gemeinschaftsinitiative der deutschen Wissenschaft, die Neugierde
wecken und die Faszination für Forschung entfachen will - bei
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Infos unter:
www.wissenschaft-im-dialog.de/wir-ueber-uns/portraet.html
Öffnungszeiten und Anmeldung
Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt täglich von 10.00 bis
19.00 Uhr geöffnet. Für Schulklassen und Gruppen ab 10 Personen ist
eine Anmeldung unter www.ms-wissenschaft.de (Gruppenanmeldung rechte
Menüleiste) erforderlich. Die Ausstellung ist geeignet für
SchülerInnen ab 12 Jahren.
Aktuelles Foto der MS Wissenschaft 2011:
http://www.ots.at/redirect/MSWiss2011
*) Insgesamt konnten in Österreich an 11 Tagen 11.702 BesucherInnen
in der Ausstellung über Energieforschung (Wien/5 Tage: 6.517, Krems/2
Tage: 1.834, Linz/4 Tage: 3.351), davon 3.654 SchülerInnen, begrüßt
werden.
Rückfragehinweis:
Mag. Stefan Bernhardt, MBA, FWF - Der Wissenschaftsfonds
Tel.: +43-1-5056740-8111, stefan.bernhardt@fwf.ac.at
Dr. Monika Bannert, Projektleitung MS Wissenschaft in Österreich
Tel.: +43-664-2100618, m.bannert@pr-expert.at
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