• 04.05.2011, 14:18:51
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Androsch kritisiert Finanzrahmengesetz und fordert Ganztagsschule

Bei der Pressekonferenz heute Mittwoch hat der Initiator des Volksbegehrens Bildungsinitiative (VBBI), Hannes Androsch, den Finanzrahmen für die Jahre 2012-2015 stark in Frage gestellt

Hannes Androsch

Wien (OTS) - "Dieser Finanzrahmen ist viel zu wenig ambitioniert
und vor allem nicht zukunftsgestaltend. Ich habe zwar Verständnis
dafür, dass gespart werden muss, aber sicher nicht bei der Bildung",
so Androsch.

Weiters betont der ehemalige Finanzminister, dass es derzeit
riesige Ineffizenzbereiche gäbe und dementsprechend zahlreiche
Einsparungsmöglichkeiten bestehen würden. "An der Finanzierungsfrage
kann eine umfassende Bildungsreform nicht scheitern", erklärt
Androsch mit dem Verweis auf eine notwendige Entschlackung der
behäbigen Verwaltungsstrukturen, die derzeit Unmengen an Geld
verschlingen. "Nur einer von zwei Euro, die in die Bildung investiert
werden, landet auch tatsächlich an der Schule selbst" unterstreicht
Androsch.

Ein weiteres wichtiges Anliegen von Hannes Androsch ist die
Forderung nach einem flächendeckenden Angebot an Vor- und
Ganztagsschulen. "Es gibt eine Vielzahl an alleinerziehenden und
-verdienenden Müttern und Elternpaaren, wo beide berufstätig sind.
Man muss diese Realität anerkennen und das Schulsystem diesen
Bedürfnissen anpassen. Österreich hinkt hier massiv hinterher, in
nahezu allen anderen europäischen Ländern sind Ganztagsschulen die
Regel". Die Vorschulen wären besonders wichtig für die frühe
Sprachförderung bildungsferner Schichten, so Androsch.

Auf der Pressekonferenz wurde außerdem das "Bildungsdeck", die
neue Online-Plattform des Volksbegehrens Bildungsinitiative
vorgestellt. "Das Bildungsdeck ist eine Informations-, Diskussions-
und Vernetzungsseite, die eine unbürokratische Teilnahme an der
Bildungsdebatte, besonders für ein jüngeres Publikum, ermöglichen
soll", so Theresa Aigner, Pressereferentin des VBBI. "Die Diskussion
über die Zukunft der Bildung muss so breit wie möglich geführt werden
und soll für alle zugänglich sein, dafür bietet das Bildungsdeck die
ideale Voraussetzung", erklärt Aigner.

Abschließend rufen Hannes Androsch und das Team des Volksbegehren
Bildungsinitiative erneut mit Nachdruck dazu auf, nicht nur zu
klagen, sondern für ein besseres Bildungssystem unterschreiben zu
gehen!

Unter www.bildungsdeck.at kann man sich über bildungsrelevante
Themen informieren, diskutieren, bloggen, Fotos hochladen, Termine
ankündigen, Interview- und Videobeiträge ansehen und sich mit anderen
Bildungsinteressierten austauschen. Dabei soll eine lebendige
Community von sozial involvierten Menschen entstehen, bei der die
Bildung im Mittelpunkt steht.

Unterstützungserklärungen liegen bereits jetzt zur Unterschrift
bei allen Magistratischen Bezirksämtern und Gemeinden auf, bis
einschließlich 1. Juli 2011. Die Unterschrift gilt bereits für das
Gesamtergebnis, die eigentliche Eintragungswoche steht noch nicht
fest.

Für registrierte JournalistInnen stehen unter ww.o-ton.at
Wortbeiträge der heutigen Pressekonferenz zum Download zur Verfügung,
diese können aber auch auf Anfrage im Büro des Volksbegehrens
Bildungsinitiative angefordert werden.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Volksbegehren Bildungsinitiative (VBBI)
Mag.a Theresa Aigner, Pressereferentin
Tel.: 01/3100740-24
mailto:[email protected]
http://www.vbbi.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BFZ

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