Handchirurgie des AUVA-Unfallkrankenhauses Lorenz Böhler als europäisches Hand-Trauma-Zentrum anerkannt

Wien (OTS) - Internationale Anerkennung für die Handchirurgie im AUVA-Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler: Sie wurde von der Europäischen Gesellschaft für Handchirurgie (FESSH) als eines von nur zwei "Hand Trauma Zentren" in Österreich eingetragen.

Die Behandlung von Handverletzungen auf höchstem Niveau hat in den AUVA-Unfallkrankenhäusern eine lange Tradition. Derzeit werden im AUVA-Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler pro Jahr 17.000 Akutpatienten mit Handverletzungen behandelt. Jede vierte Operation ist eine Hand-OP. Insgesamt kommen 65.000 Frischverletzte pro Jahr ins UKH Lorenz Böhler. Die Handchirurgen im AUVA-UKH Lorenz Böhler versorgen in höchster Qualität alle Verletzungen der Hand und des Handgelenkes - von einfachen Schnitten und Quetschungen bis zu komplizierten Sehnen-, Gefäß-, Nerven- und Knochenverletzungen. Sie sind aber genauso für Eingriffe bei schwersten Handverletzungen bis hin zu Replantationen mit mikrochirurgischen Techniken und Amputationen ausgebildet und erfolgreich im Einsatz.

Die Handchirurgie in der AUVA war für ihre hohe Qualität bereits seit Jahrzehnten über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Professor Jörg Böhler führte die 1958 im AUVA-Unfallkrankenhaus Linz begonnenen Handkurse in Wien weiter. Er räumte der Behandlung von Handverletzungen im UKH Lorenz Böhler in den 70er Jahren einen hohen Stellenwert ein und gründete ein Handzentrum. Seit 1991 wird dieses von Oberarzt Dr. Martin Leixnering geführt, und seit 1997 arbeiten Handchirurgen, Physio- und Ergotherapeuten eng zusammen.

"Für die Anerkennung als 'Hand Trauma Center' mussten bestimmte Vorgaben erfüllt werden. Zum Beispiel: eine hohe Patientenfrequenz mit Handverletzungen, eine High-Tech-Ausstattung mit digitaler Bilderstellung, Digitalkinematographie, modernsten Arthroskopie- und Mikroskopie-Einheiten und 24-Stunden-Verfügbarkeit, innovative Implantatsysteme und ein Team von mindestens drei versierten Handchirurgen mit mikrochirurgischen Kenntnissen und ausreichender Praxis, deren Qualifikation regelmäßig evaluiert wird. All dies trifft für unser Haus klar zu" sagte Univ. Prof. Dr. Harald Hertz, Ärztlicher Leiter des AUVA-Unfallkrankenhauses Lorenz Böhler, bei der Übergabe des Diploms.

Die Aufnahme in den engeren Kreis der handchirurgischen Abteilungen in der EU begann mit der intensiven Kooperation der Österreichischen Gesellschaft für Handchirurgie und der Europäischen Gesellschaft (FESSH). Seit März 2011 ist Dr. Leixnering Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Handchirurgie. Die Handchirurgie ist in Amerika aus der fächerübergreifenden Behandlung der oberen Extremitäten von US-Soldaten entstanden. Sie vereint mehrere Disziplinen: die Unfall- (Traumatologie), Neuro-, plastische und Mikrochirurgie.

Mit dem Tod von Prof. Böhler im Jahre 2005 haben seine Schüler Dr. Leixnering und Prim. Wolfgang Hintringer die "Wiener Handkurse" übernommen. Anfänglich wurden nur Basiskurse angeboten. Mittlerweile finden Masterkurse für Chirurgen mit Spezialausbildungen bei Handgelenkserkrankungen und Kompressionssyndromen statt. Sie werden regelmäßig in der AUVA durchgeführt. Der nächste Termin für den 131. Wiener Handkurs - ein Basiskurs - ist vom 9. bis 13. Mai 2011.

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Im Bild von links nach rechts: Prim. Univ. Prof. Dr. Harald Hertz, Ärztlicher Leiter AUVA-Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler, Mag. Friederike Lackenbauer, Direktorin der AUVA-Landesstelle Wien und Oberarzt Dr. Martin Leixnering, AUVA-Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler

Das Unfallkrankenhaus (UKH) Lorenz Böhler ist ein Haus der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) Landesstelle Wien.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,5 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 420.000 Selbständige
sowie 1,3 Millionen Schüler und Studenten. Die Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland 42 Prozent der AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten 120.000 Verletzte in den Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling und Lorenz Böhler sowie 1.900 Patienten in den Rehabilitationszentren Wien-Meidling und Weißer Hof, Klosterneuburg, die bestmögliche Behandlung. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA - die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senkt die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

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Öffentlichkeitsarbeit der AUVA-Landesstelle Wien
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