- 29.04.2011, 14:43:04
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FP-Nepp: Musikschulen leiden unter finanzieller Aushungerung
Die Wiener Musiktradition ist zum Aussterben verurteilt, wenn nicht bald etwas passiert
Wien (OTS/fpd) - Nicht nur bei Gebühren für Müll, Kanal oder
Wasser oder auch im Bildungsbereich für die Entlehnung in Städtischen
Büchereien setzt Rot/Grün den Rotstift an. Erneut sind auch die
Musikschüler dran, die unter der roten Belastungsschraube leiden
müssen, die die SPÖ mit Grüner Mithilfe immer enger dreht, kritisiert
heute der Jugend- und Bildungssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Dominik
Nepp im Zuge der Gemeinderatsdebatte.
Der Ruf Wiens als Musikmetropole beruht auf seinen traditionsreichen
Institutionen. Was die Musikerziehung angeht, ist Wien aber nicht nur
im internationalen Vergleich sondern auch im Vergleich mit anderen
österreichischen Bundesländern schon seit vielen Jahren ins
Hintertreffen geraten. Alle Bemühungen der letzten Jahre seitens der
Freiheitlichen in Wien dieser dramatischen Entwicklung Einhalt zu
gebieten und entgegen zu steuern waren bisher aber leider fruchtlos
geblieben, bedauert Nepp.
Die von Statistik Austria veröffentlichten Zahlen belegen die
Defizite im Musikschulbereich Wiens. Die Unterschiede zwischen den
Bundesländern sind groß und von nachhaltiger Wirkung. Wien ist im
Vergleich das Schlusslicht in allen Analysen und Dokumentationen.
Diesbezügliche grundlegende Zahlen und Fakten sprechen dabei eine
deutliche Sprache: Insgesamt gibt es 436 Musikschulen in Österreich.
In Niederösterreich sind es 137 Hauptanstalten, in Oberösterreich 68,
in der Steiermark 48, in Wien hingegen nur 18. Im Österreichschnitt
sind von 100 Personen zwischen 5 und 25 Jahren 10 an einer
Musikschule eingeschrieben. Die anteilsmäßig meisten Musikschüler
gibt es in Niederösterreich und Vorarlberg, wo 15 von 100 eine
Musikschule besuchen, gefolgt von Kärnten und Tirol mit 14
Musikschülern von 100. Dramatisch zeigt diese Studie auf, und zwar
mit 2 Musikschülern aus 100 in Wien, dass die Bundeshauptstadt weit
abgeschlagen in der Statistik dasteht, berichtet Nepp.
Wie dringlich eine rasche Initiative seitens der Stadt Wien notwendig
ist, beweisen auch die Zahlen auf der Warteliste für einen Platz in
einer Musikschule. Etwa 700 Personen, die allesamt bereits eine
Aufnahmeprüfung bestanden haben, warten zurzeit vergeblich auf einen
Unterrichtsplatz.
"Angesichts dieser Tatsachen müssen die seit Jahren zu Tage
getretenen Defizite und Mängel des Musikschulwesens in Wien so rasch
wie möglich aufgehoben werden, damit unserer Jugend das optimale
Umfeld zur Entfaltung ihrer musikalischen Anlagen und Fähigkeiten
geboten werden kann", fordert Nepp abschließend. (Schluss) hn
Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien, Pressestelle
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