- 29.04.2011, 11:19:55
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Mölzer: Türkischer Präsident Gül als Botschafter der Dominanz-Politik Ankaras
Türkische Parallelgesellschaften in Europa sollen den Einfluss Ankaras stärken - Mit EU-Beitritt will Ankara das alte Abendland dominieren
Wien (OTS) - Die Presseabteilung des türkischen Staatspräsidenten
Abdullah Gül habe im Vorfeld vor dessen Staatsbesuch in Österreich
ganze Arbeit geleistet, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im
Europäischen Parlament zu den heute in einigen heimischem
Tageszeitungen erschienenen Interviews. "Teilweise haben diese
Interviews ja so geklungen, als wären sie bezahlte Einschaltungen.
Positiv vermochte der Präsident sein Land und seine Ambitionen
darzustellen. Stets gipfelten Güls Aussagen in der Forderung, die
Türken mögen sich integrieren, indem sie zwei Muttersprachen lernten,
nämlich Türkisch und Deutsch", so Mölzer weiter.
Dabei wies der freiheitliche EU-Mandatar auf die Doppeldeutigkeit von
Güls Aussagen hin: "Wenn von Zuwanderern der zweiten und dritten
Generation verlangt wird, dass sie die einstige Muttersprache ihrer
Vorfahren lernen sollen, damit ein Aufgehen im Staatsvolk und in der
Leitkultur der neuen Heimat verhindert wird, kann man wohl kaum von
Integration sprechen. Vielmehr soll die Entstehung türkischer
Parallelgesellschaften gefördert werden, um den Einfluss der Türkei
in den neuen Gastländern zu steigern", erklärte Mölzer.
Weiters hob der freiheitliche Europaabgeordnete hervor, dass Güls
Äußerungen gezeigt hätten, wie offensiv und ohne jede Selbstkritik
die Türkei auftritt. "Die Türken lehnen eine privilegierte
Partnerschaft ab und wollen nur den Vollbeitritt zur EU. Und was Gül
nicht hinzu gefügt hat: sie wollen dort gleich die erste Geige
spielen und sich natürlich herausholen an Vorteilen und an
Finanzmitteln, was geht. So nach dem Motto: Was die Hohe Pforte in
Jahrhunderten der Türkenkriege in Südosteuropa nicht geschafft hat,
nämlich das alte Abendland zu dominieren, das wird uns nunmehr durch
den EU-Beitritt ganz locker gelingen", meinte Mölzer.
Insgesamt erweise sich Gül bei seinem Staatsbesuch, so der
freiheitliche Europaparlamentarier, als ein Botschafter der neuen
Dominanz-Politik Ankaras. "Um zu verhindern, dass Europa zu einem
Befehlsempfänger der Türkei verkommt, gibt es nur eine Lösung, und
zwar den sofortigen Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit Ankara",
schloss Mölzer.
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