- 29.04.2011, 10:59:53
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Experten: IT wird wieder stärker zum Innovationsmotor
Touchpads und Smartphones entwickeln sich zur Infodrehscheibe - Trend zu Social Computing und vereinfachter Benutzerführung - IT muss auf höhere Ansprüche reagieren

Wien (OTS) - Das Pendel in den IT-Abteilungen schwingt wieder in
Richtung Innovation. Nach Jahren der Konzentration auf
Kostenreduktion "wird Informationstechnologie im Unternehmen derzeit
wieder stärker zum Motor für Erneuerungen", erklärte Georg Petritsch
vom Managementberater Accenture bei einem Event der
APA-E-Business-Community gestern, Donnerstagabend, in Wien.
Angetrieben wird diese Entwicklung vom Trend zu Social Computing,
vereinfachter Benutzerführung und neuen Erkenntnissen über das
Kundenverhalten. Die Firmen "schauen jetzt wieder auf Wachstum,
wodurch der 'War for Talents' erneut zum Thema wird", so Petritsch.
Mitarbeiter hätten heute allerdings höhere Ansprüche an die IT. "'Das
geht nicht' wird nicht mehr so einfach akzeptiert", erläuterte der
Experte.
Auf Fragen, warum man beruflich keinen Tablet-PC verwenden darf,
müsse die IT Antworten finden. Besonders die Millennials - also jene
Jahrgänge, die schon mit Internet und Handy aufgewachsen sind -
würden die "coole" Technologie, die sie privat verwenden auch am
Arbeitsplatz erwarten. Die Gesellschaft sieht Petritsch derzeit
"eigentlich schon am Limit, mit dem was Technologie kann. Vielleicht
müssen wir die jüngsten Innovationen erst verdauen."
Mittelstand hat stark investiert
Vor allem die Mittelständler hätten in schlechten Zeiten stark in
Innovationen investiert, sagte Andreas Muther, Geschäftsführer von
SAP Österreich. Das und die hohe Flexibilität seien aktuell ein
großer Vorteil. Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse in der Krise
nicht rasch genug angepasst hätten, gebe es jetzt nicht mehr.
Trotz Hypes wie dem iPad hält er die klassischen Themen - Einkauf,
Human Resources und Reporting - nach wie vor für die wichtigeren.
Neue Endgeräte "werden nichts ändern, wenn die Systeme dahinter nicht
richtig funktionieren", gab sich Muther überzeugt.
Touchpads und Smartphones könnten sich als Informationsdrehscheibe
durchsetzen, erwartet Manfred Traumüller von HP Österreich.
Allerdings werde man weniger über Geräte und mehr über Services
beziehungsweise Apps reden. Die künftige Rolle der IT ist für ihn
"ganz klar Broker dieser Services zu sein".
Hier würden die letztendlich wettbewerbsrelevanten Entscheidungen
fallen, welche Leistungen am besten selbst zu erbringen seien und bei
welchen man an Flexibilität und Effizienz gewinne, "wenn sie
beispielsweise über die Cloud bezogen werden", erklärte Traumüller.
Die IT müsse herzeigen, was möglich wäre, und von den
Fachbereichen einfordern, sich Gedanken über das "ob" und "wie" eines
eventuellen Einsatzes zu machen, sagte Gerald Klima, Geschäftsführer
der APA-IT. Wertschöpfende Innovation benötige jedenfalls ein
ausgewogenes Verhältnis von "technology push" und "market pull".
Tablets könnten "mittelfristig Papier ersetzen"
Die meisten Impulse für Innovationen würden von außen kommen.
"Entscheidend ist, wie man damit umgeht", so Klima. Als große
Innovation am Printmediensektor sieht er Tablets, "weil sie das
Potenzial haben, mittelfristig Papier zu ersetzen".
Deutliche Veränderungen im Arbeitsalltag erwartet Oliver Krizek,
Vorstandschef von Navax Consulting. "Zurzeit geht der Trend in drei
Richtungen: Integration, Usability und Mobility. Das heißt, die User
starten nur mehr eine einzige Applikation für alle Tätigkeiten, diese
ist intuitiv ohne Schulungsaufwand zu bedienen und alles läuft auf
Smartphones und Tablet-PCs", so Krizek.
Das sollte auch die Akzeptanz steigern. Vor allem im
Software-Bereich würden Unternehmen große Summen in Programme
investieren, "die die Mitarbeiter nicht nutzen, weil sie zu
umständlich und zu kompliziert sind. Wir sprechen hier nicht von
einigen wenigen Querköpfen. Hier geht es um bis zu zwei Drittel der
User", sagte Krizek.
Fotogalerie zum Event unter
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=43&dir=201104&e=20110428_e&a=event
Die Plattform
Soziale Netzwerke, mobiles Marketing und Software als
Dienstleistung: Die IT-Welt dreht sich immer schneller. Die seit 2001
existierende E-Business-Community (EBC) hat es sich daher zur Aufgabe
gemacht, Wissen über aktuelle Themen aus der Branche zu vermitteln
und Geschäftskontakte zu erleichtern.
Veranstaltet von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen
Content und redaktionelles Outsourcing, bildet die EBC ein
schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business. Monatliche
Veranstaltungen, bei denen sowohl Impulsreferate als auch
Fachvorträge und Podiumsdiskussionen Platz haben, bilden die ideale
Plattform für Erfahrungs- und Meinungsaustausch.
Die Partner-Unternehmen der E-Business-Community sind:
- A1 Telekom Austria www.A1TelekomAustria.at
- CELLULAR GmbH www.cellular.at
- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte GmbH www.cms-rrh.com
- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc
- economyaustria http://economyaustria.at
- Ericsson Austria www.ericsson.com
- Hewlett-Packard www.hp.com/at
- Kapsch www.kapsch.net
- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria
- NAVAX Consulting GmbH www.navax.at
- NextiraOne www.nextiraone.at
- SAP Österreich GmbH www.sap.at
- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at
- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at
- APA-MultiMedia http://multimedia.apa.at
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Barbara Rauchwarter
Tel.: +43/1/360 60-5700
mailto:[email protected]
Web: http://ebc.apa.at
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