Spindelegger: "Kärnten auf dem Weg in eine neue Ära"

wien (OTS) - "Die erzielte Einigung in der Ortstafelfrage ebnet Kärnten den Weg in eine neue Ära, in der die Chancen der Zukunft gemeinsam genutzt werden können", zeigte sich Vizekanzler und Außenminister Spindelegger über die Lösung der Ortstafelfrage erfreut. "Österreich habe damit eine längst überfällige Hausaufgabe erledigt. Bereits 2006 hatte der damalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel,einen weitreichenden Lösungsvorschlag vorgelegt. Umso mehr freue ich mich, dass nunmehr auch auf Basis seiner Vorarbeiten und Verhandlungen dieser Erfolg erzielt werden konnte", so Spindelegger weiter; als Vizekanzler und designierter Bundesparteiobmann werde er alles daran setzen, eine rasche und breite Zustimmung im Nationalrat zu erreichen.

"Meinen besonderen Dank möchte ich Staatssekretär Ostermayer, Landeshauptmann Dörfler und den Verhandlern auf Seiten der Kärntner Slowenen, Valentin Inzko, Bernhard Sadovnik und Marjan Sturm, aber auch den Kärntner Landtagsparteien aussprechen. Sie haben sich seit Monaten für eine Lösung der Streitfrage eingesetzt, konstruktiv verhandelt, über mehrere schwierige Verhandlungsrunden Ausdauer bewiesen und dadurch letztlich eine einvernehmliche Lösung erzielen können", betonte Spindelegger.

Vizekanzler Spindelegger hob zudem hervor, dass es besonders erfreulich sei, dass nicht nur die konkrete Festlegung der Liste jener Ortschaften, die zweisprachige Ortstafeln haben oder haben werden, konsensual erfolgt ist, sondern gleichzeitig auch eine Einigung über die Amtssprachen sowie über slowenische Bildungs- und Kultureinrichtungen gefunden werden konnte. "Nur eine gelebte Sprache kann auch eine Sprache mit Zukunft sein, und das scheint durch diese Einigung gesichert. Mit der gestrigen Einigung, der Erlassung der entsprechenden verfassungsrechtlichen Regelungen, dem Aufstellen der Ortstafeln und der Umsetzung der weiteren vereinbarten Maßnahmen scheint ein Thema, das seit Jahrzehnten für Konflikte und Missverständnisse gesorgt hat, in Kürze abschließend gelöst zu werden", so der Vizekanzler abschließend.

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