• 26.04.2011, 17:07:42
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Tschernobyl-Gedenken: Ausstellung im Landhaus eröffnet

LH Sausgruber und LR Schwärzler bekräftigen Anti-Atom-Haltung des Landes

Bregenz (OTS/VLK) - Im Landhaus in Bregenz wurde am Dienstag
anlässlich des Jahrestages die Ausstellung "25 Jahre Tschernobyl:
Nukleare Katastrophe und Solidarität" eröffnet. Landeshauptmann
Herbert Sausgruber und Umweltlandesrat Erich Schwärzler nahmen die
Gelegenheit zum Anlass, die klare Anti-Atom-Haltung des Landes und
der Bevölkerung zu unterstreichen. Die Ausstellung kann bis Dienstag,
3. Mai, in der Eingangshalle besichtigt werden.

Vorarlberg habe sich schon lange vor der verheerenden Katastrophe
in Tschernobyl gegen die Atomkraft ausgesprochen, erinnerte
Sausgruber an die Abstimmung über die Inbetriebnahme des
Kernkraftwerks Zwentendorf im Jahre 1978. Eine Mehrheit von 84,4
Prozent stimmte gegen eine Inbetriebnahme. "Nirgendwo im Bundesgebiet
war die Ablehnung größer als in Vorarlberg und nirgendwo hat die
Frage mehr Menschen mobilisiert", so Sausgruber. Die klar ablehnende
Haltung sei bis heute geblieben und habe sich, nicht zuletzt aufgrund
der erschütternden Atom-Katastrophen in Tschernobyl und jüngst in
Fukushima, weiter verstärkt. "Spätestens jetzt sollte klar sein, dass
die Atomenergie eine Risikotechnologie darstellt, die vom Menschen
nicht zu beherrschen ist", ist Sausgruber überzeugt.

Tschernobyl-Folgen noch sicht- und spürbar

Die Folgen von Tschernobyl sind auch 25 Jahre später noch sicht-
und spürbar. Für Energie- und Umweltlandesrat Erich Schwärzler sind
solche Ereignisse nur dann zu verhindern, wenn die Nutzung der
Kernkraft zur Energiegewinnung beendet wird: "Die Gefahren der
Atomkraft sind für Mensch und Natur völlig unkalkulierbar. Die
Antwort kann deshalb nur ein völliger Ausstieg aus der Atomenergie
sein".

Ausstellung im Landhaus

Vor genau 25 Jahren, am 26. April 1986, explodierte der
Reaktorblock 4 des Atomkraftwerks im ukrainischen Tschernobyl. Der
Unfall hatte verheerende Konsequenzen. Millionen von Menschen leiden
bis heute an gesundheitlichen Schäden, die auf diese Katastrophe
zurückgehen. Mehrere Vorarlberger Initiativen engagieren sich dank
der Spendenbereitschaft der Bevölkerung und mit Unterstützung durch
Betriebe und Gemeinden schon seit Jahren in der Hilfe für
Strahlenopfer. Zwischen Vorarlberg und dem Gebiet Gomel
(Weißrussland) hat sich eine Brücke der Solidarität herausgebildet.
Die Ausstellung im Landhaus dokumentiert die Partnerschaft auf
eindrucksvolle Weise.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20145, Fax: 05574/511-920196
   mailto:presse@vorarlberg.at
   http://www.vorarlberg.at/presse
   
   Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67

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