• 26.04.2011, 10:39:08
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Katzian/Kaske: Pflege braucht mehr Unterstützung statt Kürzungen!

GPA-djp und vida bekräftigen klare Haltung gegen einseitiges steirisches Landesbudget

Wien (OTS/ÖGB/GPA-djp/vida) - "Die Kritik der steirischen
GewerkschafterInnen am steirischen Budget ist natürlich
nachvollziehbar", kommentieren der Vorsitzende der Gewerkschaft der
Privatangestellten, Druck, Journalismus (GPA-djp), Wolfgang Katzian,
und der Vorsitzende der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft
vida, Rudolf Kaske, die Großdemonstration, zu welcher der ÖGB für
heute, Dienstag Nachmittag, aufgerufen hat.

"Dass wir die öffentlichen Haushalte in Ordnung bringen müssen, ist
klar. Aber ich kann das langsam wirklich nicht mehr hören, dass wir
über unsere Verhältnisse gelebt haben und dass deswegen der
Sozialstaat zurückgefahren werden muss. In die Schuldenfalle haben
uns nicht kranke und pflegebedürftige Menschen oder Pendler geführt,
sondern Spekulanten. Diejenigen, die die Krise verursacht haben,
sollen dafür zahlen - aber nicht die Schwächsten in unserer
Gesellschaft. Pflege und Betreuung brauchen keine Kürzungen sondern
mehr Unterstützung, im Sinne der PatientInnen und KlientInnen genauso
wie im Interesse der Beschäftigten", so Katzian, der vollstes
Verständnis für die Haltung jener steirischen Landtagsabgeordneten
zeigt, die angekündigt haben, dem Budgetbeschluss im steirischen
Landtag morgen nicht zuzustimmen.

"Gerade aus Sicht einer Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft
liegt uns nicht nur die Frage der klassischen Mobiliät für die
PendlerInnen in einem Bundesland am Herzen. Wir haben unseren Blick
natürlich auch hinsichtlich der sozialen Mobilität geschärft",
betonte Kaske. "Auch Arbeiterkinder und Kinder von MigrantInnen
müssen die Möglichkeit für ein Fortkommen in unserer Gesellschaft
haben." Dazu gehöre beispielsweise auch, dass die finanziellen Hürden
beim Nachholen von Bildungsabschlüssen abgebaut werden. "Die
steirische Landesregierung macht mit ihrem Sparpaket aber gerade das
Gegenteil, indem der 'Bildungsscheck' für Berufstätige, die die
Matura nachholen, eingespart wird", kritisierte der vida-Vorsitzende.

Menschen mit Behinderung und ihre Familien würden durch die
Leistungskürzungen des Landes ebenfalls hart getroffen, so Kaske und
Katzian weiter: "Während Besserverdienende noch in der Lage sein
können, die Kürzung von Betreuungsleistungen selbst auszugleichen,
könnten derartige wohl schlecht durchdachte Maßnahmen den unteren
Einkommensgruppen ihre Eigenständigkeit kosten. Erschwerend wirke
dazu noch das Ende des Gratiskindergarten für den Großteil der
Familien und das Streichen der Pendlerbeihilfe durch die
Landesregierung.

"Deshalb bekräftigen wir seitens der Gewerkschaften unsere klare
Haltung gegen dieses einseitige Sparpaket der Steiermark. Wir
verlangen eine gerechte Gesellschaft, einen Sozialstaat, der die
Chancengleichheit in Sinne der Schwächeren fördert, und kein
Sparbudget, das sich bei den kleinen Leuten bedient und die Großen
nur mit Samthandschuhen anfasst", unterstreichen Kaske und Katzian
abschließend.

Rückfragehinweis:

Litsa Kalaitzis 
   Gewerkschaft der Privatangestellten, 
   Druck, Journalismus, Papier 
   Pressesprecherin 
   Mobil.: +43 676 817 111 553 
   Email: litsa.kalaitzis@gpa-djp.at 
   Internet: www.gpa-djp.at 
   
   Gewerkschaft vida/Öffentlichkeitsarbeit 
   Hansjörg Miethling 
   Tel.: 01 53444 79 261 
   Mobil: 0664/61 45 733 
   Internet: www.vida.at

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