• 26.04.2011, 09:39:48
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Hollywoodromanze "Wasser für Elefanten" zeigt triste Zirkusatmosphäre, die heute noch wahr ist

Wildtiere in Zirkussen verboten - Österreich ist in Europa Vorreiter

Wien (OTS) - Die in dieser Woche in unseren Kinos startende
Filmproduktion "Wasser für Elefanten" spielt vor einer glamourösen
und zugleich grausamen Zirkuskulisse im Amerika der Dreißiger Jahre.
Aus Tierschutzsicht hinterlässt die seichte Romanze mit Robert
Pattinson, Reese Witherspoon und Christoph Waltz einen bitteren
Nachgeschmack: Sie zeigt grausamen Missbrauch von Wildtieren im
Zirkus. VIER PFOTEN nimmt den Filmstart zum Anlass, Oscarpreisträger
Waltz über das Leid von Wildtieren in der Unterhaltungsbranche zu
informieren.

Obwohl das Zirkusdrama zur Zeit der großen Depression angesiedelt
ist und die Kulisse wie eine längst vergangene Scheinwelt anmutet,
zeigt sich der Film in Bezug auf die Tierszenen ungewollt
realistisch. In Österreich ist - auch dank des Einsatzes von VIER
PFOTEN - die Haltung von Wildtieren in Zirkussen bereits seit 2005
verboten, aber: "Es wäre fatal zu glauben, dass sich für Zirkustiere
in den letzten 80 Jahren etwas Entscheidendes geändert hätte. In
Bezug auf die gezeigten Dressurdarbietungen und Haltungsbedingungen
ist das nicht Hollywoodfantasie, sondern in vielen Ländern traurige
Realität", erklärt VIER PFOTEN-Geschäftsführerin Johanna Stadler.
Dabei leiden Zirkustiere heute nicht unbedingt unter "bösartigen
Zirkusdirektoren", wie Österreichs Vorzeigeschauspieler Christoph
Waltz ihn spielt. Vielmehr bietet der Alltag eines reisenden
Zirkusunternehmens grundsätzlich keine Möglichkeit für eine artgemäße
Tierhaltung.

Im Jahr 2011 werden nicht nur in weit entfernten Ländern, sondern
beispielsweise auch in unserem Nachbarland Deutschland Wildtiere wie
Elefanten, Giraffen oder Raubtiere immer noch in winzigen Käfigwagen
quer durch Europa transportiert. Für die Dressur müssen die Wildtiere
vom Menschen dominiert werden. Die Elefantendressur bedeutet oft
grausames Training mit physischen Strafen unter Verwendung des
sogenannten Elefantenhakens. Die unnatürlichen Kunststücke wie auf
den Hinterbeinen stehen oder Kopfstand sind für die Dickhäuter
gesundheitsschädigend. Sogar die Einzelhaltung der hochsozialen
Dickhäuter ist entgegen anderslautender Vorgaben in deutschen
Zirkussen alles andere als ein Einzelfall. "VIER PFOTEN setzt sich in
mehreren Ländern intensiv für ein längst fälliges Wildtierverbot in
Zirkussen an. Die Bilder aus Water for Elephants zeigen warum ein
solches Verbot überfällig ist", betont Stadler.

Der Film hätte ein Mahnmal gegen den Missbrauch von Tieren im
Zirkusmilieu sein können. Doch der Regisseur bedient sich einer
ähnlich fragwürdigen Branche und setzt exotische Tiere am Set ein.
Filmszenen verlangen Tieren immer harte Arbeit ab und verursachen oft
psychisches Leiden. "Allein ein Blick auf die Internetseite von
Elefant Tais Trainern genügt, um zu sehen, dass hier mit den grauen
Riesen auf jede erdenkliche und erniedrigende Weise Geld verdient
wird - wie eben mit echten Zirkuselefanten", resümiert Johanna
Stadler.

VIER PFOTEN hofft, dass sich die Zuschauer den Kauf der Kinokarte
vor diesem Hintergrund genau überlegen - nur so kann die Anzahl der
Filmproduktionen, die auf Kosten von Tieren realisiert werden,
verringert werden. Unter www.vier-pfoten.at gibt es ausführliche
Informationen über das Leben von Wildtieren im Zirkus sowie die
Möglichkeit für Unterstützungserklärungen.

Rückfragehinweis:

Mag. Nunu Kaller
   Press Office Austria
   Tel: +43-1-545 50 20-66       
   Mobile: +43 664 308 63 03
   Fax: +43 1 545 50 20-99
   [email protected]

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