- 25.04.2011, 16:28:20
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SPÖ Prettner zu 25 Jahre Super-Gau in Tschernobyl: Atomare Gefahr bannen - Atomenergie keine Zukunft geben
Gedenken an Atomkatastrophe in Tschernobyl und Fukushima für Lobbyismus zu atomfreien Europa nutzen. Strahlenschutzübung in Kärnten durchführen, Druck zur Schließung Krskos erhöhen.
Klagenfurt (OTS) - Anlässlich des in der Nacht auf morgen sich zum
25 Mal wiederkehrenden Jahrestages der Atomkatastrophe von
Tschernobyl, mahnt Kärntens SPÖ-Umwelt- und Energielandesrätin Beate
Prettner neuerlich, die Gefahr durch Atomkraftwerke nicht herunter zu
spielen sondern durch einen Ausstieg aus der Atomkraft endgültig zu
bannen.
"Tschernobyl und Fukushima haben allen Befürwortern von Atomenergie
gezeigt, dass Atomkraft eine unzähmbare Bestie ist, die für die
Menschheit so riskant ist wie Russisches Roulette", so Prettner.
Angesichts der heute zur Verfügung stehenden Alternativen von
beispielsweise Wind, Wasser- oder anderen erneuerbaren Energieformen,
sei die Gefahr, die von Atomkraftwerken ausgehe noch dazu eine
überflüssige.
"Wann, wenn nicht jetzt ist die Zeit gekommen, um der Atomkraft und
der dahinter stehenden gewinnorientierten Lobby den Kampf anzusagen",
fragt Prettner, die eine europaweite ernsthafte und nachhaltige
Diskussion mit der die Weichen für ein atomfreies Europa gestellt
wird, fordert.
In der Zwischenzeit sei jedenfalls alles zu tun, um die Bevölkerung
bestmöglich zu schützen. "Dazu ist es aus Sicht Kärntens einerseits
notwendig, den Druck auf Slowenien und Kroatien zur Schließung des
Atomkraftwerkes Krsko zu erhöhen. Gleichzeitig ist eine wie von
LHStv. Peter Kaiser geforderte groß angelegte Strahlenschutzübung
durchzuführen. Denn, die Kärntnerinnen und Kärntner müssen darauf
vertrauen können, dass im Falle eines Reaktorunglücks die
Einsatzkette perfekt funktioniert. Ebenso muss die Bevölkerung auch
vermittelt bekommen, was sie in so einem Fall zu tun hat, um sich zu
schützen", so Prettner, die sich neuerlich dafür ausspricht,
Maßnahmen gegen den künstlich niedrig gehaltenen Preis für Atomstrom
fordert.
Zumindest auf EU-Ebene sei eine einheitliche Regelung zu erwirken,
die sich mit der Haftungsfrage für Atomkraftwerke und den Gefahren
die davon ausgehen, beschäftige, so Prettner. Damit spricht die
Kärntner Energiereferentin die Kosten für Versicherungen von
Atomkraftwerken und die Endlagerung von Atommüll an, die der
Steuerzahler derzeit subventionieren muss, um die Preise künstlich
niedrig halten zu können. Prettner fordert daher in diesem
Zusammenhang ein zumindest EU-weit einheitliches Regulativ zur
Angleichung der Strompreise, ohne erneute einseitige Mehrbelastung
der Endverbraucher, und kündigt eine entsprechende Resolution für die
Regierungssitzung am Mittwoch an, mit der die Bundesregierung
aufgefordert wird, entsprechend tätig zu werden.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ Kärnten
Klagenfurt
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