- 24.04.2011, 04:32:11
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Kanzler in ÖSTERREICH: "Mehr Tempo für zweite Halbzeit der Regierung"
Faymann im Interview über ÖVP-Chef Spindelegger, die neuen Minister und Bandion-Ortner
Wien (OTS) - Im Interview mit ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe) gibt
Bundeskanzler Werner Faymann seine Pläne für die Koalition bekannt.
"Genau jetzt - im Juni - beginnt die zweite Halbzeit der Regierung.
Ich sehe den Wechsel bei der ÖVP als neue Aufstellung für diese
zweite Halbzeit. Das macht jede gute Mannschaft so - in der zweiten
Halbzeit bringt man neue, frische Spieler, stellt den einen oder
anderen auf eine neue Position".
Den Wechsel im ÖVP-Team will Faymann für einen Neustart nutzen.
"Meine Ansage heißt: Mehr Tempo. Das Wichtigste ist, dass wir in der
zweiten Halbzeit den Teamgeist erneuern. Ich sehe dabei Michael
Spindelegger als idealen Partner. Weil ich so wie er der felsenfesten
Überzeugung bin, dass eine Mannschaft nur so gut ist, so gut sie
zusammenspielt". Und: "Dass sich die ÖVP für Michael Spindelegger
entschieden hat, ist für mich ein Glücksgriff".
Von der neuen Finanzministerin Maria Fekter wünscht sich Faymann
"jenen Einsatz, der dazu führt, dass unsere Gesellschaft gerechter
wird. Finanztransaktionssteuer, vermögensbezogene Steuern - da ist
noch viel zu tun, gerade auf EU-Ebene. Und dann wünsche ich mir, dass
bei der Budgetkonsolidierung bei Bürokratie und Verwaltung gekürzt
wird und nicht bei sozialen Ausgaben. Und es soll 2013 eine
Steuerreform geben, die mehr soziale Gerechtigkeit schafft".
Kritik übt der Kanzler an Ex-Justizministerin Claudia
Bandion-Ortner. "Es ist frustrierend, wenn wir letzten Sommer eine
enorme Aufstockung der Korruptions-Staatsanwälte beschlossen haben,
und ich höre, dass angeblich noch nicht einmal alle Posten besetzt
sind".
Erneut bekräftigt Faymann seine Pläne für eine Volksabstimmung
zur Wehrpflicht. "Ich will eine rasche Aussetzung der Wehrpflicht.
Michael Spindelegger hat mir versprochen, dass er bis Sommer seine
Vorschläge auf den Tisch legt. Und wenn wir uns dann über Sommer
nicht auf ein gemeinsames Modell einigen können, kann es im Herbst
eine Volksbefragung geben", sagt er in ÖSTERREICH.
Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]
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