• 21.04.2011, 16:06:11
  • /
  • OTS0199 OTW0199

"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon "Wenig Spielraum"

Alle hoffen auf Geld vom Wissenschaftsminister. Da kann er nur enttaeuschen.

Wien (OTS) - Die Aufregung über den Jungspund als Staatssekretär
stellt den ebenfalls unkonventionellen Wissenschaftsminister in den
Schatten. Was kann Karlheinz Töchterle bewegen? In Wahrheit nicht
viel.
Die Unis erhoffen von ihm nur eines: Geld, Geld, Geld. Aber ein
fettes Plus ist unrealistisch, das Budget ist langfristig fixiert.
Töchterle ist (wie fast alle Rektoren) für Studiengebühren, wird
damit jedoch bei der SPÖ auf Granit beißen. Eine rein theoretische
Profilierungsmöglichkeit für ihn wäre, von seinen Ex-Kollegen eine
Mentalitätsänderung zu fordern. Studenten werden ja oft als
Störenfriede betrachtet, bei vielen Primadonnen in der
Professorenschaft zählt die Lehre nichts. Doch da ist es wohl
einfacher, über neue Zugangsregelungen zu reden. Große neue Akzente
für den Wissenschaftsstandort zu setzen, ist auch kaum möglich, weil
- erraten - Geld fehlt. Da kann selbst ein Altphilologe mit seinem
Latein schnell am Ende sein. Töchterle bringt immerhin Eigenschaften
mit, die ihm bei der aufmüpfigen, manchmal durchaus arroganten
Uni-Klientel zugute kommen werden: Er ist nicht mehr ganz jung,
Universitätsprofessor und eigentlich ein Grüner. Aber gegen ein
nettes Rektorat ist so ein Ministerjob echt ein Albtraum.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PKU

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel