Sich scheibchenweise abmontieren ... (von Claudia Grabner)

Ausgabe 19. April 2011

Klagenfurt (OTS) - Bei dieser ganzen Anhäufung visionsloser Un-Politik wäre die Zeit an sich reif, sich eine Partei herbeizusehnen, die mehr zu bieten hat, als "dagegen" zu sein. Aber nein. Auch die kühlen Finnen verflüchtigen sich in den Schoß eines anti-europäischen, anti-zuwanderungs, anti-kulturellen, anti-liberalen Rechtsextremisten, der außer Neinsagen wenig bis noch weniger zu bieten hat. Hauptsache: Protest ... Protest gegen ein Politsystem, das sich scheibchenweise abmontiert. Man muss gar nicht nach Finnland schauen, um über die selbstmörderisch agierenden Schwadronen herzuziehen. Bleiben wir in Österreich: Dort, wo ein H. C. Strache seit Monaten nur eines beherzigen muss: Keinen Mucks von sich zu geben. Die "Großparteien" erledigen die Sache schon für ihn -verlässlich und gründlich. Wenn eine ÖVP zum wiederholten Mal daran geht, sich neu erfinden zu wollen, um dabei jedes Mal ein bisschen mehr in ihre bündischen Egoismen abzusumpfen, wird der Tag sehr flott da sein, an dem es auch in Österreich ein unschönes Erwachen gibt ...

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