ÖVAG Konzern hat 2010 den Turnaround geschafft

Weichen für den nachhaltigen zukünftigen Erfolg der ÖVAG sind gestellt

Wien (OTS) - Unterwegs zu neuer Stärke - Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Turnaround des Konzerns erfolgreich vollzogen
  • Ergebnis vor Steuern: EUR 91 Mio.
  • Ergebnis nach Steuern und Minderheiten: EUR 55 Mio.
  • Operatives Ergebnis: EUR 432 Mio. (+ 34 % bzw. EUR 110 Mio. mehr als 2009)
  • Tier I Ratio (bezogen auf das Kreditrisiko): 10,3 %
  • Eigenmittelquote (bezogen auf das Gesamtrisiko): 12,8 % Risikovorsorgen mehr als halbiert (2010: EUR 364 Mio., 2009: EUR 852 Mio.)
  • Rückführung von EUR 300 Mio. staatlichem PS-Kapital in 2011 beschlossen
  • Erfolgsabhängige Instrumente sollten für 2011 wieder ausschütten
  • Spaltung der ÖVAG in die Investkredit im Juli. Zusammenführung bringt Synergien von EUR 22 Mio. pro Jahr
  • Regionale Volksbanken stehen hinter der ÖVAG: Kapitalmaßnahme ist Zeichen voller Unterstützung der neuen Strategie

Der Konzern der Österreichischen Volkbanken-Aktiengesellschaft (ÖVAG) ist wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt: Die positive Tendenz, die sich bereits in den letzten Quartalszahlen abgezeichnet hat, wurde im Jahresergebnis 2010 bestätigt: Das Jahresergebnis vor Steuern beträgt EUR 91 Mio. Generaldirektor Gerald Wenzel: "Wir haben die Weichen für den nachhaltigen zukünftigen Erfolg der ÖVAG gestellt sowie eine neue Strategie entwickelt und implementiert. Zusammen mit den Volksbanken werden wir den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortsetzen und die Marke ÖVAG weiter stärken." *****

Im Geschäftsjahr 2010 konnte die Kapitalbasis des ÖVAG Konzerns weiter verbessert werden: Die Kernkapitalquote erreicht 10,3 Prozent nach 10,0 Prozent im Vorjahr. Die Eigenmittelquote bezogen auf das Gesamtrisiko beträgt zum 31. Dezember 2010 12,8 Prozent. Die vorhandenen Eigenmittel übersteigen damit das regulatorische Erfordernis um mehr als EUR 1,3 Mrd. bzw. 59,7 Prozent. Einer der Faktoren hinter dem guten Ergebnis ist der Zinsüberschuss mit EUR 776 Mio. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 hat er sich um EUR 180 Mio. oder 30 Prozent verbessert. Aufgrund des gestiegenen Zinsergebnisses erhöhte sich das operative Ergebnis um EUR 110 Mio. oder 34 Prozent und beträgt EUR 432 Mio. Die operative Cost-Income-Ratio konnte von 62,6 Prozent um 6,5 Prozentpunkte auf 56,1 Prozent verbessert werden.

Geschäftsverlauf: Risikovorsorgen mehr als halbiert

Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Teilen Mittel-und Osteuropas konnten die Risikovorsorgen um EUR 487 Mio. oder 57 Prozent auf EUR 364 Mio. reduziert werden.

Das Handelsergebnis von EUR 40 Mio. liegt aufgrund der steilen Zinskurve um EUR 23 Mio. hinter dem Rekordergebnis des Vorjahres. Das Value at Risk Limit für das Handelsbuch betrug im Jahr 2010 EUR 3,9 Mio. pro Tag und wurde zu keinem Zeitpunkt überschritten. Die durchschnittliche Auslastung des Handelsbuch-Limits lag in 2010 bei 37,5 Prozent, was ein Zeichen für die konservative Risikostrategie des ÖVAG Konzerns ist.

Der Verwaltungsaufwand beträgt für 2010 EUR 551 Mio. und weist damit zur Vergleichsperiode des Vorjahres einen Anstieg von EUR 13 Mio. oder 2,4 Prozent auf.

Der Personalstand im Konzern verringerte sich seit 2009 um 209 Mitarbeiter. Insgesamt betreuten zum Jahresende 2010 (bereinigt um die Mitarbeiter der Veräußerungsgruppe) 7.531 Mitarbeiter in über 549 Vertriebsstellen im In- und Ausland die Kunden des ÖVAG Konzerns.

Mit 6. August 2010 wurde der Verkauf der VB Linz+Mühlviertel abgeschlossen. Weiters übernahm die CA Immobilien Anlagen AG mit Ablauf des 31. Dezembers 2010 unsere Anteile an der Europolis Gruppe. Das operative Ergebnis der Europolis Gruppe für das Geschäftsjahr 2010 sowie die Bewertung der Aktiva und Passiva in Hinblick auf den zu erzielenden Kaufpreis sind in unseren Ergebnissen 2010 berücksichtigt.

Bilanz und Eigenmittel

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2010 EUR 46,5 Mrd. und zeigt somit einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,7 Mrd. oder 5,5 Prozent. Bereinigt um die Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe ging die Bilanzsumme um EUR 2,2 Mrd. oder 4,7 Prozent zurück.

Die Forderungen an Kunden betragen zum Ultimo 2010 EUR 23,6 Mrd. und bleiben um EUR 0,5 Mrd. oder 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das ist vor allem auf Rückgänge im Segment Unternehmen (EUR 0,8 Mrd.) zurückzuführen. Bei den Banken in CEE ist ein Anstieg der Kundenforderungen in Höhe von EUR 0,4 Mrd. zu verzeichnen. Die verbrieften Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2010 betragen EUR 16,1 Mrd. und verringerten sich gegenüber dem Vorjahresultimo um EUR 1,2 Mrd. oder 7 Prozent. Dies ist einerseits auf planmäßige Tilgungen und andererseits auf Rückkäufe im Konzern zurückzuführen, die nur teilweise durch neue Emissionen kompensiert wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind um EUR 0,2 Mrd. auf EUR 7,3 Mrd. gesunken.

Die bankrechtlichen Eigenmittel der ÖVAG Gruppe zum 31. Dezember 2010 betragen EUR 3,6 Mrd. Die Tier I Ratio (Verhältnis Kernkapital zur Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko) erreicht 10,3 Prozent, im Vorjahr lag sie bei 10,0 Prozent. Die Tier I Ratio bezogen auf das Gesamtrisiko zum Ultimo 2010 beträgt 9,4 Prozent (31. Dezember 2009:
9,2 Prozent). Die Eigenmittelquote bezogen auf das Gesamtrisiko liegt bei 12,8 Prozent (31. Dezember 2009: 12,5 Prozent). Die vorhandenen Eigenmittel übersteigen das regulatorische Erfordernis um mehr als EUR 1,3 Mrd. bzw. 59,7 Prozent. Mit diesen Kennzahlen verfügt der ÖVAG Konzern über eine hervorragende Eigenmittelausstattung.

Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2011 und die Folgejahre rechnet die ÖVAG mit einem stabilen Ergebnis vor Steuern von über EUR 100 Mio. jährlich. Aus derzeitiger Sicht wird im Geschäftsjahr 2011 die Basis für Ausschüttungen auf das Bundes-Partizipationskapital sowie auf alle anderen ergebnisabhängigen Instrumente im Jahr 2012 gelegt. Gemäß Vertrag mit der Republik Österreich wird die ÖVAG im Jahr 2011 EUR 300 Mio. staatliches Partizipationskapital an die Republik Österreich zurückführen.

Wichtigste Kennzahlen des ÖVAG Konzernabschlusses 2010 im Überblick:

Jahresergebnis vor Steuern: 90,8 Mio. Euro
Jahresergebnis nach Steuern und Minderheiten: 55,4 Mio. Euro Bilanzsumme: 46,5 Mrd. Euro
Tier I Ratio: 10,3 %
Eigenmittelquote: 12,8 %
Forderungen an Kunden: 23,6 Mrd. Euro
bankrechtliche Eigenmittel: 3,6 Mrd. Euro
Eigenmittelüberschuss: 1,3 Mrd. Euro
Zinsüberschuss: 776,3 Mio. Euro
Ultimo-Anzahl Mitarbeiter: 7.531
Vertriebsstellen: 549 (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Volksbanken-Aktiengesellschaft
Walter Gröblinger
Tel : +43(0)50 4004-3864
mail to: walter.groeblinger@volksbank.com
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