- 15.04.2011, 11:25:07
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Wirtschaftsverband NÖ: Weg mit dem Selbstbehalt für UnternehmerInnen beim Arztbesuch!
Präsident Günter Ernst: "Selbstbehalt hat zu einer sozialen Ungerechtigkeit geführt!"
St. Pölten (OTS) - "Es muss endlich Schluss damit sein, dass
UnternehmerInnen - anders als ASVG-Versicherten - beim Arztbesuch ein
Selbstbehalt verrechnet wird ", verlangt der Präsident des
Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich (SWV NÖ),
Komm.-Rat Günter Ernst, gleiche Bedingungen für Gewerbetreibende und
ArbeitnehmerInnen.
"Der Selbstbehalt hat zu einer sozialen Ungerechtigkeit geführt, die
so schnell wie möglich beendet werden muss. Viele UnternehmerInnen
verfügen heute nur über relativ niedrige Einkünfte. Nicht wenige
haben ein kleineres Monatseinkommen als unselbständig Erwerbstätige.
Es ist daher nicht einzusehen, dass UnternehmerInnen einen
20prozentigen Selbstbehalt zahlen müssen."
"Die Problematik wird ja noch dadurch verschärft, dass den
Gewerbetreibenden im Vergleich zu ASVG-Versicherten auch noch höhere
Behandlungstarife verrechnet werden."
"Was ist also gerecht daran, dass Erwerbstätige, die ihr
Beschäftigungsverhältnis mit einer selbständigen Tätigkeit tauschen,
plötzlich nicht nur ein kleineres und unregelmäßiges Einkommen haben,
sondern auch noch deutlich mehr für den Arztbesuch zahlen müssen?"
"Und wo bleibt der positive Steuerungseffekt des Selbstbehalts, wenn
UnternehmerInnen und Gewerbepensionisten wegen der damit verbundenen
Mehrkosten einen notwendigen Arztbesuch aufschieben, wie es leider
oft genug vorkommt? Hier kehrt sich der Lenkungseffekt ins Gegenteil
und führt zu verspäteten Behandlungen, die die Gesundung der
PatientInnen verzögern und dadurch erst recht wieder zu höheren
Kosten führen, und zwar sowohl für die Betroffenen als auch für das
Gesundheitswesen", berichtet der Landespräsident des SWV NÖ.
"Die Beseitigung des Selbstbehalts ist ein Gebot der Fairness. Ich
bin daher sehr froh darüber, dass der Sozialdemokratische
Wirtschaftsverband Österreich die Forderung unseres Landesverbandes
unterstützt und nun mit der Initiative "Fairsicherung" eine Aktion
zur Abschaffung des Selbstbehalts gestartet hat. Leider ist hier
gegenüber anderen politischen Gruppierungen noch einiges an
Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit zu leisten. Das zeigt sich auch
daran, dass ein Antrag des SWV NÖ zur Streichung des Selbstbehalts im
letzten Wirtschaftsparlament der WKNÖ keine Mehrheit gefunden hat."
Im Rahmen der Aktion "Fairsicherung" setzt sich der
Wirtschaftsverband unter anderem auch für eine Senkung der
Mindestbeitragsgrundlage in der Krankenversicherung, ein höheres
Wochengeld für GSVG-Versicherte im Mutterschutz und ein Krankengeld
für Selbständige bei Arbeitsunfähigkeit ein. Infos dazu gibt es unter
www.wirtschaftnoe.at oder www.wirtschaftsverband.at
"Wenn man will, dass Menschen Betriebe gründen und für sich und in
weiterer Folge vielleicht auch für andere Arbeitsplätze schaffen,
dann muss man den UnternehmerInnen auch faire Bedingungen bieten.
Genau aus diesem Grund muss der Selbstbehalt beseitigt und die
soziale Absicherung der Gewerbetreibenden weiter gestärkt werden",
stellt Günter Ernst fest.
Rückfragehinweis:
Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Niederösterreich
3100 St.Pölten, Niederösterreich-Ring 1a
Tel. 02742 2255 444
0664 4118394
noe@wirtschaftsverband.at
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