• 13.04.2011, 20:24:00
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Die Einsicht kommt spät, zu spät (von Ralf Mosser)

Ausgabe 14. April 2011

Klagenfurt (OTS) - In seiner Rücktrittsrede beklagte Josef Pröll
"einen Mangel an Anstand einzelner Politiker" und einen "Stillstand",
der das Vertrauen in die Politik "massiv" infrage stelle. Die
Einsicht kommt spät, zu spät. Als ÖVP-Chef hätte er den schwarzen
Politikern "Anstand" zwar nicht verordnen, aber durch kluge
Personalauswahl "anständige" Menschen mit politischen Ämtern betrauen
können. Als Vizekanzler hat er maßgeblich zum "Stillstand" in der
Politik beigetragen. Denn dass unser Land eine Bildungs-,
Gesundheits- und Verwaltungsreform braucht, war schon vor dem
gestrigen Tag bekannt. Leider werden weder Prölls Rücktritt noch
seine Worte zum Abschied etwas ändern. Bei Personalentscheidungen
wird Qualität weiter eine untergeordnete Rolle spielen und Bewegung
in die Regierung wird auch Prölls Nachfolger nicht bringen. Egal, wie
er oder sie heißt.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]

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