Patienten-Umfrage: Das sichere Gefühl, gut betreut zu sein

Vinzenz Gruppe präsentiert Studienergebnisse zum Patientenvertrauen. Patientenanwalt Bachinger: Aktive Einbeziehung der Patienten in die Sicherheitskultur

Wien (OTS) - Das Vertrauen des Patienten zu Arzt und Krankenhaus
ist Voraussetzung für den Behandlungserfolg. Aber wie und wodurch kann ein Krankenhaus seinen Patienten dieses Gefühl von Vertrauen und Sicherheit vermitteln?

"Einerseits braucht es höchste fachliche Expertise in Medizin und Pflege sowie höchst professionelles Qualitätsmanagement für sämtliche Prozesse und Abläufe im Krankenhaus", erklärt Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe. "Andererseits muss man sich von der Vorstellung lösen, dass Qualität und Sicherheit im Spitalsbetrieb ein reines Expertenthema sind. Patienten brauchen das Gefühl, als Mensch respektiert zu werden. Daher wollen wir nicht nur auf der fachlichen Ebene über die Patienten sprechen, sondern auch und vor allem auf der menschlichen Ebene mit ihm."

So kommentiert Heinisch die Resultate einer Untersuchung der deutschen Forschungsgruppe Metrik: Im Rahmen der "PaRiS" Patienten Risiko- und Sicherheitsbefragung hat Metrik das Risikoerlebnis von rund 300.000 Spitalspatienten im gesamten deutschen Sprachraum erhoben.

Mit rund 5000 befragten Patienten an ihren sieben Krankenhäusern beteiligte sich auch die Vinzenz Gruppe, einer der größten privaten Träger von gemeinnützigen Gesundheitseinrichtungen in Österreich. Die Teilnahme an der Studie liefert eine wertvolle Standortbestimmung im Rahmen eines seit geraumer Zeit laufenden Qualitätssteigerungsprogrammes: Seit 2010 sind alle Häuser der Vinzenz Gruppe qualitätszertifiziert und an einer breiten Palette von Maßnahmen zur ständigen Verbesserung der Sicherheit und der Qualität von Behandlung, Pflege und Kommunikation mit den Patienten beteiligt.

Dazu Dr. Gerald Bachinger, Sprecher der Österreichischen Patientenanwälte: "Die Vinzenz Gruppe hat durch eine neue Art von Patientenbefragungen, die über das übliche Frageschema hinausgeht, Grundlagenarbeit geleistet. Es wurde auch das Sicherheitsgefühl bzw. -bedürfnis der PatientInnen abgefragt, um diesen Aspekt der Patientensicherheit abzudecken."

"Das Leitbild der Vinzenz Gruppe ist Medizin mit Qualität und Seele. In diesem Sinne wollen und müssen wir Sicherheit auf Patientenebene erlebbar machen," kommentiert Dr. Heinisch und verweist auf die fünf Faktoren, die in der "PaRiS"-Studie als "High Five" der Vertrauensbildung ausgewiesen sind:

Vertrauen zum Arzt:
Das Vertrauen zu den Ärzten nimmt mit 88 von erreichbaren 100 Punkten den Spitzenplatz ein. Nichts beruhigt Patienten mehr als eine kompetente Ansprechperson, die man namentlich kennt, Ärzte, die "da" sind, wenn sie gebraucht werden und eine ausführliche und widerspruchsfreie Informationen über Diagnose und Behandlung.

Sicherheit im Betrieb (85 Punkte):
Viele Befragte äußerten große Sorge vor Verwechslungen. Ein gut informiertes Behandlungsteam gibt die Beruhigung, "in sicheren Händen" zu sein. Deshalb wollen Patienten auch vor Untersuchungen und Eingriffen nach ihrem Namen gefragt werden.

Hygiene im Umfeld (85 Punkte):
Patienten achten stark auf die Sauberkeit von Zimmer und Toiletten und die routinierte Einhaltung von Hygienemaßnahmen wie professionelles Händewaschen und den Gebrauch von Handschuhe beim Verbandwechsel.

Mit Schmerzen nicht allein sein (78 Punkte):
Neben der Verabreichung entsprechender Medikamente erwarten Patienten vor allem, dass jederzeit ein Arzt für sie erreichbar ist.

Pflege mit Herz (77 Punkte)
Freundlichkeit, Erreichbarkeit und die Qualität der Kommunikation spielen eine entscheidende Rolle. Patienten schätzen es, wenn sich die Pflegekräfte persönlich vorstellen, auf Sorgen und Ängste eingehen und die Abläufe bei Behandlungen wie zum Beispiel einem Verbandswechsel erklären.

"Die Studienergebnisse bestätigen unseren Weg der Medizin mit Qualität und Seele," kommentiert Dr. Heinisch. "Zugleich sind sie ein wertvoller Input für unsere ständige Verbesserungsarbeit in den Bereichen Kommunikation und Fehlerkultur."

Das unterstützt auch der Sprecher der Österreichischen Patientenanwälte: "Die Umfrage, an der sich die Vinzenz Gruppe beteiligt hat, zeigt deutlich, dass die Patienten ein feines Sensorium für Sicherheitskultur und dem Engagement einer Institution haben." Davon hänge es ab, ob Patienten Vertrauen oder Misstrauen in ein Krankenhaus entwickeln.

Zwiti: Nächster Schritt:
Aktive Einbeziehung der Patienten
"Diese Ergebnisse legen nahe, nunmehr auch in Österreich die PatientInnen aktiv zum Thema Patientensicherheit einzubeziehen und zu aktivieren", erklärt Bachinger. "Es ist allerdings strikt darauf zu achten, dass daraus keine Abwälzung von Verantwortung auf die Patienten resultiert. Die Kultur eines Krankenhauses muss eine solche Einbeziehung ermöglichen und zulassen und solcherart aktivierte Patienten als Chance und nicht als Bedrohung verstehen."

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Annemarie Kramser
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