• 13.04.2011, 10:10:31
  • /
  • OTS0067 OTW0067

Wlodkowski: Wer gegen Biotreibstoff ist, macht das Tanken teurer

Konsum-Ausgaben: Anteil für Lebensmittel noch weiter gesunken

Wien (OTS) - "Wer heute noch fossile Energie verteidigt, wie die
Arbeiterkammer, und Biotreibstoffe verteufelt, macht für die
Österreicher das Tanken und Heizen noch teurer. Das zusätzliche
Treibstoffangebot aus dem biogenen Bereich entlastet nämlich den
fossilen Treibstoffmarkt und wirkt daher klar preisdämpfend. Allein
seit Beginn der Krise im arabischen Raum stiegen die Preise für
Heizöl um 21%, jene für Treibstoffe um 18%. Und die gestern
veröffentlichten Konsumausgaben zeigen, dass wegen der Biotreibstoffe
die Konsumenten nicht mehr für Nahrungsmittel ausgeben müssen, wie
die Biotreibstoff-Gegner seit Jahr und Tag fälschlicherweise
behaupten. Im Gegenteil: Die Verbrauchsausgaben für Ernährung fielen
mit 12,1% auf den vierten Platz hinter Wohnen, Energie (23,8%),
Verkehr (15%) und Freizeit, Sport, Hobby (12,8%) zurück. Es bleibt
für mich ein Rätsel, warum die österreichische Arbeitnehmervertretung
für immer teurere Öl- und Gasimporte ist, statt für grüne
Arbeitsplätze im Inland und so für mehr Unabhängigkeit von
unberechenbaren Despoten, die jederzeit den Lieferhahn zudrehen
können." Dies erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK
Österreich, zu den heutigen Aussagen der AK zum Biotreibstoff E10.

Lebensmittel wurden langfristig billiger

"Seit Beginn der Erzeugung von Biotreibstoffen und grüner Energie
gilt für unsere Landwirtschaft das Prinzip 'Teller, Trog, Tank'. Die
Sicherung der menschlichen Ernährung hat weiterhin klare Priorität.
Darüber hinaus konnte Österreich aber mittlerweile auch den
Verarbeitungsbereich enorm ausbauen und dadurch mit veredelten
Getreideprodukten die inländische Wertschöpfung steigern sowie
Exportmärkte erobern. Während Österreich bei Qualitäts- und
Premiumweizen Nettoexporteur bleibt, stammt ein Teil des Rohstoffes
für den Verarbeitungsbereich auch aus dem benachbarten Donauraum.
Gerade für die strukturschwache Grenzregion hat diese gesteigerte
Verarbeitungskapazität und hochwertige Veredelung von Getreide zu
Ethanol, Futtermitteln, Stärke oder Zitronensäure auch eine
struktur-, wirtschafts- und gesellschaftspolitische Bedeutung", gab
Wlodkowski zu bedenken. Trotz dieser Entwicklung seien die realen
Preise für Agrarrohstoffe und für Lebensmittel langfristig gefallen.
"In den letzten 30 Jahren wurden die Nahrungsmittel nur um 48,5%
teurer, die Löhne hingegen stiegen mit 109,3% mehr als doppelt so
stark. Diesen Trend bestätigte nun auch die jüngste Konsumerhebung",
so der Präsident.

Will AK lieber Konsumenten-Geld verschenken?

"Das Bekenntnis zu den Biokraftstoffen findet sich nicht nur im
Regierungsübereinkommen, es findet sich auch in der Energiestrategie
sowie im Weißbuch der Sozialpartner zu den 'Herausforderungen in der
Energiepolitik'. Außerdem ist unter Experten völlig unumstritten,
dass die Klimaziele, die Österreich durch rigorose CO2-Sparmaßnahmen
erfüllen muss, nur über Biokraftstoffe erreichbar sind. Aber offenbar
ist der Arbeitnehmervertretung, deren Einnahmen seit Jahrzehnten
jährlich automatisch steigen, bei ihrer sturen
Biotreibstoff-Verhinderungspolitik entgangen, dass Österreich so
nicht nur auf Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Technologieentwicklung
verzichten muss, sondern dass die Steuerzahler zusätzlich zu den EUR
10 Mrd. für Importe fossiler Energie auch noch weitere Milliarden für
ausländische CO2-Zertifikate aufzubringen haben werden. Dabei wäre es
ganz einfach: Statt Geld ins Ausland zu verschenken, sollten wir es
im Inland investieren, um so rasch die erneuerbaren Energieträger
voranzubringen", stellte Wlodkowski fest.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
LK-Pressestelle: Dr. Josef Siffert,
Tel 01/53441-8521, E-Mail [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel