Bahnstrecke Oberwart-Friedberg soll im August Betrieb einstellen

Kritik der FPÖ an grober Vernachlässigung des Südburgenlandes

Wien (OTS) - Bereits im August könnte laut gewöhnlich gut informierten Kreisen aus dem Verkehrsministerium die Bahnstrecke Oberwart-Friedberg ihren Betrieb für den Personenverkehr einstellen. Heftige Kritik an diesen Plänen übt FPÖ-Vizeparteiobmann Norbert Hofer. Er ist auch Umweltsprecher seiner Partei.

Hofer: "Ich bin weit davon entfernt, die alte Nordsüddebatte im Burgenland zu bemühen. In diesem Fall muss aber sehr klar gesagt werden, dass das für das Südburgenland ein verkehrspolitischer Supergau ist. Anstatt das Südburgenland endlich vernünftig an ein höherrangiges Bahnnetz anzuschließen, werden die Verbindungen völlig gekappt."

Als etwas eigenartig bezeichnet Hofer die von Abgeordneten Glaser aus dem Südburgenland gerichtete Anfrage an Verkehrsministerin Bures zum Thema: "Die ÖVP sitzt mit der SPÖ in der Bundesregierung. Kollege Glaser sollte daher zum Telefonhörer greifen. Er könnte auch seinen Landesparteiobmann im Burgenland anrufen, um Auskunft zu erhalten. Der sitzt nämlich mit dem Landeshauptmann in einer Landesregierung."

Noch im Jahr 2000 hat ÖBB Vorstandsdirektor Stindl dem Land angeboten, die Strecke Oberwart-Wien für Pendler attraktiver zu gestalten. Nun sieht alles ganz anders aus.

Die FPÖ setzt auf eine Verbesserung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur im Burgenland und bezeichnet die Verbindungen im Land als "Witz".

Hofer nennt dazu ein Beispiel: "Nehmen wir an, ich möchte heute am späteren Nachmittag mit der Bahn von Oberwart nach Wien reisen. Ich würde um 18 Uhr 03 in Oberwart den Zug besteigen, dann einmal in Friedberg und dann in Wiener Neustadt umsteigen und wäre 2 Stunden und 40 Minuten später in der Bundeshauptstadt. Mit dem Auto benötigt man dazu eine Stunde. Dabei ist Oberwart im Vergleich zu den Bezirken Güssing und Jennersdorf sogar gut versorgt."

Wenn jemand aus Jennersdorf mit öffentlichen Verkehrsmitteln am heutigen Tag nach Eisenstadt fahren will, ist er besonders arm dran. Der österreichweite Routenplaner für öffentliche Verkehrsmittel listet für heute Nachmittag drei mögliche Verbindungen auf. Eine mit Abfahrt um 14 Uhr 10 und einer Fahrzeit von 5 Stunden und 20 Minuten, eine zweite Verbindung ab 15 Uhr 24 mit einer Fahrzeit von 4 Stunden und 47 Minuten und eine dritte mögliche Verbindung mit einer Abfahrt um 15 Uhr 50 und einer Fahrzeit von 3 Stunden und 48 Minuten.

Hofer: "Jahrzehnte rot-schwarzer Regierung im Burgenland sind für diese Vernachlässigung des Südburgenlandes voll verantwortlich. Ich liebe das Nordburgenland und habe dort viele Jahre gelebt. Ich bin trotzdem der Meinung, dass es nicht schaden würde, wenn einmal ein Südburgenländer Landeshauptmann werden würde."

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