Falter: Neue Ungereimtheiten im Fall Eurofighter

Kontenöffnungen in anderen Großverfahren in viel größerem Ausmaß sofort bewilligt

Wien (OTS) - Die Wiener Wochenzeitung Falter berichtet in ihrer morgen Mittwoch erscheinenden Ausgabe über neue Ungereimtheiten in der Causa Eurofighter. Bekanntlich wurde auf eine Kontenöffnung beim EADS-Lobbyisten und Ex-Politiker Gernot Rumpold mit dem Argument verzichtet, Rumpolds Grundrechte seien zu wahren. Für überhöhte Millionenhonorare eines Waffenlobbyisten sei die Justiz nicht zuständig, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das Verfahren wurde eingestellt.

In anderen Großverfahren geht die heimische Justiz weit weniger zimperlich vor, wie geheime Akten der Causa Hypo zeigen, die dem Falter zugespielt wurden. Um Schmiergeldvorwürfe gegen den Bankier Tilo Berlin und Bayern LB-Chef Werner Schmidt zu klären, wurden die Konten von zahlreichen Kunden Berlins geöffnet. Darunter bekannte Industrielle, Anwälte und Banken, die mit dem Fall Hypo überhaupt nichts zu tun haben. Weder Staatsanwälte, noch der Richter sahen hier eine Verletzung der Grundrechte als gegeben an.

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