Ostern: Reiches Brauchtum trotzt säkularen Tendenzen

Umfangreiches "Kathpress"-Themenpaket mit Meldungen und Hintergrundinfos rund um Fastenzeit und Ostern

Wien, 12.04.11 (KAP) Die Fastenzeit und Ostern laden nicht nur zur Einkehr und Besinnung ein - sie bieten auch die Möglichkeit, durch Kommerz und säkulare Nüchternheit hindurch das reiche christliche Brauchtum wieder zu entdecken. Dies unterstreicht die Wiener Ethnologin und Autorin des "Neuen Brauchbuches", Helga Maria Wolf, im Gespräch mit "Kathpress". Palmweihe, Kreuzwegandachten und Speisensegnungen gehören ebenso zum "klassischen" Brauchtumsbestand wie etwa das "Ratschen", moderne Formen der Fußwaschung oder die "Fastentücher" in zahlreichen Kirchen.

Zugleich rückt Wolf aber auch das Brauchtum rund um Eier und Hase zurecht. Diese hätten weniger mit christlichem Glaubensgut als vielmehr mit archaischen Frühlingsfesten zu tun, die das Erwachen der Natur feiern. Die Mär, dass der Hase Eier in einem Nest versteckt, die Kinder zu suchen haben, habe sich seit der Biedermeierzeit vornehmlich im städtischen Milieu ausgebreitet. Der Osterhase wiederum erlebte einen kräftigen Propagandaschub mit der industriellen Herstellung von Rübenzucker im 19. Jahrhundert, die auch zu einem lawinenartigen Anstieg der Produktion von Hasen und auch Eiern aus Zuckerwerk und Schokolade führte.

Rund um die Fastenzeit und Ostern publiziert "Kathpress" derzeit ein Themenpaket mit Meldungen und Hintergrundinformationen. Das laufend aktualisierte Paket kann unter www.kathpress.at/ostern abgerufen werden.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) rme/ssc/hkl/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0002