ÖAMTC: Neue Mitführpflicht in Tschechien - Warnwesten für alle Fahrzeuginsassen

Die Touristik des Clubs klärt auf, was wo mit an Bord muss

Wien (OTS) - Seit 2005 gibt es in Österreich die Vorschrift, dass eine Warnweste fixer Bestandteil der Autoausstattung sein muss. Aber wie wird das in anderen europäischen Ländern gehandhabt? In Tschechien gilt neuerdings die Vorschrift, dass Warnwesten für alle Fahrzeuginsassen vorhanden sein müssen. "Denn nur so ist gesichert, dass alle Personen, die nach einem Unfall oder bei einer Panne das Fahrzeug verlassen, eine Warnweste tragen", erläutert ÖAMTC-Touristikerin Cornelia Schwarz. Dieselbe Regelung gilt auch in Bulgarien, Italien, Kroatien, Luxemburg, Mazedonien, Montenegro, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien und Ungarn. Die ÖAMTC-Touristik fasst die in Europa geltenden Mitführpflichten zusammen:

* Ersatzlampenset: Verpflichtend ist es in Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Russland und Serbien mitzuführen, wobei Xenon- oder LED Leuchten ausgenommen sind. Darüber hinaus ist ein Ersatzlampenset für all die Länder ratsam, wo Licht am Tag Pflicht ist: Das sind Frankreich, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn. "So beugt man Strafen wegen fehlender Beleuchtung vor", sagt ÖAMTC-Touristikerin Schwarz.

* Ersatzreifen: Ein Reservereifen muss in Serbien und Spanien an Bord sein. Ist dieser serienmäßig nicht vorhanden, muss man ein Reparaturset oder Reparaturspray mitführen.

* Feuerlöscher: Im Baltikum sowie in Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Russland und in der Türkei muss ein Feuerlöscher im Auto mitgeführt werden. Empfohlen wird eine Mitnahme auch in Belgien, Dänemark, Mazedonien, Norwegen, Polen und Schweden.

* Warndreieck mal Zwei: In Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien sowie Slowenien besteht für Gespannfahrer die Vorschrift, zwei Warndreiecke mitzuführen. In der Türkei gilt diese Vorschrift für alle Kfz. Auch für Spanien wird empfohlen, zwei Warndreiecke an Bord zu haben.

* Abschleppseil: In Mazedonien, Serbien und der Slowakei ist ein Abschleppseil Pflicht.

* Europäischer Unfallbericht: Verpflichtend ist die Mitführung in Serbien, in der Slowakei gilt dieselbe Vorschrift für einheimische Fahrzeuge. "Auch in Kroatien ist eine Mitnahme empfehlenswert", erklärt die ÖAMTC-Expertin.

* Fahrzeugdokumente: In Nicht-EU-Ländern müssen Fahrzeuglenker die Grüne Versicherungskarte vorweisen können. Innerhalb der EU hingegen sollte grundsätzlich das Kennzeichen als Beleg dafür, dass eine gültige Versicherung besteht, ausreichen. Dennoch rät die ÖAMTC-Expertin auch binnen der EU-Grenzen zur Mitnahme der Grünen Versicherungskarte. "Denn die Praxis zeigt, dass sie bei Kontrollen häufig verlangt wird. Wer die Grüne Versicherungskarte dabei hat, erspart sich unter Umständen mühsame Diskussionen mit den dortigen Behörden", weiß Schwarz.

Ein abschließender Tipp der ÖAMTC-Expertin: Wer im Ausland ein Fahrzeug mietet, muss meist selbst dafür sorgen, dass ausreichend Warnwesten mit im Gepäck sind. Mehr Informationen zum Thema Mitführpflichten und Verkehrsbestimmungen findet man unter www. oeamtc.at/reiseratgeber.

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