- 09.04.2011, 08:00:17
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"profil": Vorwürfe gegen Gerald Matt
Kunsthalle-Direktor soll Mitarbeiter für privaten Auftrag eingesetzt haben - parlamentarische Anfrage von Kultursprecher Zinggl
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, soll Wiens Kunsthallen-Direktor
Gerald Matt Mitarbeiter seines Hauses eingesetzt haben, um einen
privaten Auftrag abzuwickeln. Matt hatte für ein gemeinsam mit dem
Nationalrat herausgegebenes Buch sowie für zwei Ausstellungen im
Hohen Haus 15.000 Euro Honorar erhalten.
So ist die 634 Seiten starke Interviewsammlung "Österreichs Kunst
der 60er-Jahre" zwar dezidiert als Matts Projekt ausgewiesen, dennoch
mussten sich auch Kunsthallen-Mitarbeiter in ihrer Arbeitszeit dem
Buch widmen.
Auf "profil"-Anfrage reagiert Matt verstimmt: "Wir haben ein sehr
genaues Zeiterfassungssystem, das exakt jene Zeiten aufzeichnete, in
denen sich Kunsthallen-Mitarbeiter der Publikation widmeten."
Zwischenzeitlich soll er die involvierten Kunsthallen-Mitarbeiter
extra honoriert haben - allerdings erst, nachdem er von den
"profil"-Recherchen erfahren hatte.
Der grüne Kultursprecher Wolfgang Zinggl hat eine parlamentarische
Anfrage zur Causa eingebracht. Matt könne nach 15 Jahren an der
Spitze der Kunsthalle offenbar "für ihn zur Gewohnheit gewordenes
Unrecht nicht mehr erkennen", so Zinggl.
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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