• 08.04.2011, 10:45:11
  • /
  • OTS0084 OTW0084

Verkehrsunfälle auf Österreichs Straßen erreichten 2010 historischen Tiefstand

Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit zeigen deutliche Wirkung

Wien (OTS) - "Die Statistik der Straßenverkehrsunfälle zeigt für
das Jahr 2010 einen Rückgang um je 7% bei Unfällen und Verletzten. 81
Personen weniger als 2009 verunglückten tödlich auf Österreichs
Straßen, das heißt die Zahl der Verkehrstoten verringerte sich sogar
um 13% auf 552", so Peter Laimer von Statistik Austria anlässlich
einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Doris Bures (Bundesministerin
für Verkehr, Innovation und Technologie), Herbert Anderl
(Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Bundesministerium
für Inneres) und Othmar Thann (Direktor des Kuratoriums für
Verkehrssicherheit) am Freitag. Die aktuellen Daten zum Thema
"Straßenverkehrsunfälle 2010" sind zugleich die niedrigsten Werte
seit 1961, dem Beginn der einheitlich geführten Unfallstatistik. Die
prozentuellen Rückgänge waren 2010 sogar höher als in den Jahren
davor.

Maßnahmen gegen Alkolenker besonders wirksam

Mit 33 Verkehrstoten bei Alkoholunfällen gab es deutlich weniger
als im Jahr davor (-28%). Jeder 17. Verkehrstote (6% aller
Verkehrstoten) war nach offiziellen Zahlen Opfer eines
Alkoholunfalles, im Jahr 2009 war es noch jeder 14. Im Vergleich dazu
kamen vor rund 30 Jahren zehn Mal so viele Menschen bei
Alkoholunfällen ums Leben.

"Alkolenker und Raser gefährden nicht nur sich selbst, sondern
auch andere. Aufzuzeigen, dass Alkohol am Steuer und Rasen keine
Kavaliersdelikte sind, war 2010 eines meiner dringlichsten Ziele.
Höhere Strafen, längere Führerscheinentzugsdauer für Hochrisikolenker
und die Kampagne gegen Alkohol am Steuer haben, gemeinsam mit den
verstärkten Kontrollen der Exekutive, ihre Wirkung nicht verfehlt und
zeigen nachhaltigen Erfolg. Wir sind am richtigen Weg", so
Verkehrsministerin Doris Bures zu den positiven Ergebnissen.

Kindersicherheit im Straßenverkehr verbessert

Auch bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern sind die Unfallzahlen
rückläufig. Es wurden 2.914 Kinder bis zum 14. Lebensjahr im
Straßenverkehr verletzt, um 268 weniger als 2009, und 10 gegenüber
15 im Jahr 2009 getötet. Die meisten Kinder (41%) verunglückten in
Pkw (1.200), wobei davon 94% gesichert waren; weitere 26% als
Fußgänger (748) und 18% mit dem Fahrrad (534).

Deutlich weniger Motorrad- und Fahrradunfälle

Weniger Unfälle ereigneten sich vor allem mit einspurigen Kfz
(-12%), Radfahrern (-11%) und Fußgängern (-7%). Die Zahl der
Todesopfer war jeweils in allen Hauptgruppen von Verkehrsteilnehmern
rückläufig, nahezu unverändert blieb jedoch die Zahl der getöteten
Fußgänger.

"Wir sind auch hinkünftig bestrebt, durch präventive und
repressive Verkehrsüberwachungsmaßnahmen eine nachhaltige
Verhaltensänderung der Verkehrsteilnehmer im Sinne eines
partnerschaftlichen und rücksichtsvollen - Miteinander im
Straßenverkehr - zu bewirken und so zur Verbesserung der
Verkehrssicherheit in Österreich beizutragen", so der Generaldirektor
für die Öffentliche Sicherheit, Herbert Anderl. Auch Othmar Thann,
Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV), sieht
Handlungsbedarf für die Zukunft: "Der erfreuliche Rückgang der
Straßenverkehrsunfälle zeigt deutlich, dass die bislang umgesetzten
Maßnahmen und langfristigen Programme wirken. Dennoch dürfen wir die
Hände jetzt nicht in den Schoß legen, denn im internationalen
Vergleich ist Österreich immer noch im Mittelfeld der EU-27-Staaten
platziert. Handlungsbedarf besteht vor allem bei den ungeschützten
Verkehrsteilnehmern. Darüber hinaus müssen weitere Maßnahmen gegen
Alkohol- und Drogenunfälle gesetzt werden", so Thann.
Verkehrsministerin Doris Bures bekräftigt dies: "Im neuen
Verkehrssicherheitsprogramm finden sich 250 Maßnahmen, die Österreich
bis 2020 in puncto Verkehrssicherheit an die Spitze Europas führen
können", so Bures abschließend.

Rückfragehinweis:
Bundesanstalt Statistik Österreich
Mag. Beatrix Tomaschek
1110 Wien, Guglgasse 13
Tel.: +43 (1) 71128-7851, Fax: +43 (1) 71128-7088
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | STZ

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel