Gefährliche Idealbilder in den Medien

Wien (OTS) - Gestern sind wir, das Team von sowhat - Institut für Menschen mit Essstörungen, von einem aufmerksamen Leser auf einen Artikel in einer österreichischen Tageszeitung aufmerksam gemacht worden. Dem Titel "Schlank bis zu Ostern" wird eine schlanke Frau im Bikini zur Seite gestellt, die den Bauch einzieht und mit besorgtem Blick ein Stück Haut zwischen den Fingern rollt. "Das ist ein Wahnsinn!", so die Reaktion einer unserer Kolleginnen. Im Artikel wird geraten, kalorienreduziert zu essen, wolle frau "bis Ostern ein paar Speckrollen loswerden". Zunächst drängt sich die Frage auf, wo die abgebildete Frau noch Speckrollen hat? Und die zweite möglicherweise folgenschwere Frage wäre: Hat frau so auszusehen?! Derartige Anleitungen zum Abnehmen in kurzer Zeit sind nichts anderes als eine Anleitung zum Jo-Jo-Effekt. Die nächste Diät ist somit vorprogrammiert. Und Diäten können oft der Einstieg in eine Essstörung sein.

Mittlerweile sollte es sich wohl bis in die Redaktionen herumgesprochen haben, wie gefährlich solche Botschaften für Mädchen und Frauen sind! Wir wollen hiermit alle österreichischen Redaktionen auffordern, zumindest bei der Auswahl ihres Bildmaterials bewusster vorzugehen!

Veranstaltungshinweis:

Nächsten Dienstag, am 12. April 2011 von 19 bis 20:30 findet im Institut ein kostenloser Infoabend statt. Es werden die Angebote von sowhat vorgestellt und individuelle Fragen beantwortet.

Ort: Gerstnerstrasse 3, 1150 Wien, 3. Stock, Saal 3
Anmeldung unter b.scherrer@sowhat.at.

Rückfragen & Kontakt:

sowhat - Institut für Menschen mit Essstörungen
Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Katrin Draxl
Tel: 01 406 57 17
k.draxl@sowhat.at

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