• 05.04.2011, 16:28:57
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Dreierlandtag befasste sich mit neuer Energie-Strategie

LTVP Hagen informierte über Vorarlbergs Ziel der Energieautonomie

Meran (OTS/VLK) - Zwanzig Jahre nach seiner Gründung trat der
Dreierlandtag kürzlich unter Vorsitz von Südtirols
Landtagspräsidentin Julia Unterberger in Meran zusammen. Hauptthemen
waren die Zukunft der Europaregion Tirol und eine neue
Energie-Strategie. In Vertretung von Landtagspräsidentin Bernadette
Mennel bekräftigte Landtagsvizepräsident Ernst Hagen die ablehnende
Haltung Vorarlbergs zur Atomenergie, gegen die sich das Land bereits
seit Jahren parteiübergreifend ausspreche.

Die Landtage von Tirol, Südtirol sowie der Autonomen Provinz
Trient fordern ein gemeinsames Konzept einer nachhaltigen
Elektrizitätswirtschaft. Die Landesregierungen sollten, auch in
Absprache mit den großen Energiekonzernen, eine Unabhängigkeit von
Atom- und Kohlestrom erreichen. Der vom Dreierlandtag einstimmig
angenommene Antrag beinhaltet auch ein Bekenntnis zum sinnvollen
Ausbau der erneuerbaren Energiequellen. Die gesamte Europaregion
sollte zur atomfreien Zone erklärt, jede Möglichkeit sollte
ausgenutzt werden, Atomkraftwerke, Atomdepots und andere
entsprechende Einrichtungen zu verhindern.

Als Vertreter Vorarlbergs, das im Dreierlandtag Beobachterstatus
hat, ging Landtagsvizepräsident Hagen auf diesen Antrag ein und hob
hervor, dass die Atomkraft in Vorarlberg schon lange abgelehnt werde:
"Die Atomkraft ist keine innerstaatliche Angelegenheit, sondern eine
grenzüberschreitende Gefährdung." Bereits bei der
Zwentendorf-Abstimmung 1978 gab es in Vorarlberg mit über 84 Prozent
die höchste Ablehnung aller Bundesländer. Hagen berichtete weiters
über den einstimmigen Beschluss des Vorarlberger Landtags, mit dem
sich das Land Vorarlberg durch Energieeinsparung, Energieeffizienz
und Nutzung erneuerbarer Energieträger bis 2050 das Ziel der
Energieautonomie gesetzt habe. Bis 2020 werde Vorarlberg das
EU-Klimaschutzziel von 20 Prozent CO2-Einsparung erreicht haben.

Der Dreier-Landtag besteht aus den Abgeordneten der Landtage von
Südtirol, Tirol und Trentino. Er befasst sich mit
grenzüberschreitenden Themen und anderen Anliegen und kann in den in
Diskussion stehenden Angelegenheiten Entschließungen fassen. Der
Vorarlberger Landtag nimmt im Rahmen des Dreier-Landtages seit 1994
Beobachterstatus ein.

Rückfragehinweis:

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   Tel.: 05574/511-20137, Fax: 05574/511-920196
   mailto:[email protected]
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   Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67

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