Katholische Aktion Wien plädiert für "solidarisches und nachhaltiges Wirtschaften"

Auftakt für Schwerpunkt-Veranstaltungen mit der "Weinviertel-Akademie" am 7. April zum Thema "Es geht auch anders - kooperatives Wirtschaften"

Wien (OTS) - Wien, 05.04.11 (PEW) Die Katholische Aktion (KA) der Erzdiözese Wien plädiert für "solidarisches und nachhaltiges" Wirtschaften. Die aktuellen Entwicklungen in Nordafrika und Japan hätten tragisch vor Augen geführt, dass Marktwirtschaft "ohne Adjektiv" auf tönernen Füßen steht, so KA-Präsident Rembert Schleicher. Der Katholischen Aktion geht es darum, dass nicht nur nachgedacht und geredet, sondern auch gehandelt wird. Die "Weinviertel-Akademie" am Donnerstag, 7. April, im Bildungshaus Großrußbach (Niederösterreich) zum Thema "Es geht auch anders -kooperatives Wirtschaften" ist der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, die aus verschiedenen Perspektiven den Frühjahrsschwerpunkt der KA diskutieren und neue Wege aufzeigen wollen. "Es geht uns dabei nicht nur um einen öffentlichen Diskurs", betont der Präsident der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien: "Es geht um neue Handlungsansätze, um einen neuen Lebens- und Wirtschaftsstil".

Wirtschaftswachstum ohne Rücksicht auf sozial Schwache und auf die Natur mit ihren begrenzten Ressourcen führe nicht zum Wohlstand für alle Menschen. "Die Tugend des Maßhaltens ist wieder gefragt", so Schleicher. Hochrisikotechnologien wie Atomkraftwerke und Megaprojekte wie der geplante Belo Monte-Staudamm in Brasilien, die menschlichen Lebensraum und die Natur zerstören, seien der falsche Weg. Das Maß der Wirtschaft müsse der Mensch sein, nicht das Wachstum. Schleicher ist überzeugt, dass Wirtschaftswachstum auf Basis von Konkurrenz letztendlich dem Menschen selbst schadet: "Wir leben miteinander, also müssen wir auch miteinander arbeiten."

Ausgehend von der "Weinviertel-Akademie" am 7. April will die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien mit einer Reihe von Veranstaltungen in den Monaten April und Mai das solidarische und nachhaltige Wirtschaften propagieren, das mehr als je zuvor "sowohl regional als auch global" notwendig sei. Bei den Veranstaltungen werden alternative Wirtschaftsmodelle und Strategien diskutiert. Dabei kommen unterschiedliche kirchliche und außerkirchliche Initiativen, Pioniere und Vordenkerinnen und Vordenker zu Wort. Am 30. April wird beispielsweise in der Wiener griechisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale am Fleischmarkt das Ökumenische Umweltgespräch zum Thema "Feste schöpfungsfreundlich feiern" stattfinden und am 16. Mai stellt der Buchautor Christian Felber beim "Neustädter Zukunftsdialog" in Wiener Neustadt sein neues Buch "Gemeinwohl-Ökonomie" vor. Alle Veranstaltungen sind im Internet zu finden: www.ka-wien.at/tipps. (ende)

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