• 05.04.2011, 13:25:50
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Katholische Aktion Wien plädiert für "solidarisches und nachhaltiges Wirtschaften"

Auftakt für Schwerpunkt-Veranstaltungen mit der "Weinviertel-Akademie" am 7. April zum Thema "Es geht auch anders - kooperatives Wirtschaften"

Wien (OTS) - Wien, 05.04.11 (PEW) Die Katholische Aktion (KA) der
Erzdiözese Wien plädiert für "solidarisches und nachhaltiges"
Wirtschaften. Die aktuellen Entwicklungen in Nordafrika und Japan
hätten tragisch vor Augen geführt, dass Marktwirtschaft "ohne
Adjektiv" auf tönernen Füßen steht, so KA-Präsident Rembert
Schleicher. Der Katholischen Aktion geht es darum, dass nicht nur
nachgedacht und geredet, sondern auch gehandelt wird. Die
"Weinviertel-Akademie" am Donnerstag, 7. April, im Bildungshaus
Großrußbach (Niederösterreich) zum Thema "Es geht auch anders -
kooperatives Wirtschaften" ist der Auftakt zu einer Reihe von
Veranstaltungen, die aus verschiedenen Perspektiven den
Frühjahrsschwerpunkt der KA diskutieren und neue Wege aufzeigen
wollen. "Es geht uns dabei nicht nur um einen öffentlichen Diskurs",
betont der Präsident der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien: "Es
geht um neue Handlungsansätze, um einen neuen Lebens- und
Wirtschaftsstil".

Wirtschaftswachstum ohne Rücksicht auf sozial Schwache und auf die
Natur mit ihren begrenzten Ressourcen führe nicht zum Wohlstand für
alle Menschen. "Die Tugend des Maßhaltens ist wieder gefragt", so
Schleicher. Hochrisikotechnologien wie Atomkraftwerke und
Megaprojekte wie der geplante Belo Monte-Staudamm in Brasilien, die
menschlichen Lebensraum und die Natur zerstören, seien der falsche
Weg. Das Maß der Wirtschaft müsse der Mensch sein, nicht das
Wachstum. Schleicher ist überzeugt, dass Wirtschaftswachstum auf
Basis von Konkurrenz letztendlich dem Menschen selbst schadet: "Wir
leben miteinander, also müssen wir auch miteinander arbeiten."

Ausgehend von der "Weinviertel-Akademie" am 7. April will die
Katholische Aktion der Erzdiözese Wien mit einer Reihe von
Veranstaltungen in den Monaten April und Mai das solidarische und
nachhaltige Wirtschaften propagieren, das mehr als je zuvor "sowohl
regional als auch global" notwendig sei. Bei den Veranstaltungen
werden alternative Wirtschaftsmodelle und Strategien diskutiert.
Dabei kommen unterschiedliche kirchliche und außerkirchliche
Initiativen, Pioniere und Vordenkerinnen und Vordenker zu Wort. Am
30. April wird beispielsweise in der Wiener griechisch-orthodoxen
Dreifaltigkeitskathedrale am Fleischmarkt das Ökumenische
Umweltgespräch zum Thema "Feste schöpfungsfreundlich feiern"
stattfinden und am 16. Mai stellt der Buchautor Christian Felber beim
"Neustädter Zukunftsdialog" in Wiener Neustadt sein neues Buch
"Gemeinwohl-Ökonomie" vor. Alle Veranstaltungen sind im Internet zu
finden: www.ka-wien.at/tipps. (ende)

Rückfragehinweis:
Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Tel. 0664/515 52 69
E-Mail: [email protected]

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