Heuras: HTL-Schüler wollen mehr Bildung, brauchen mehr Ressourcen

Bund wendet Schlüssel aus 1993 an - veränderte Rahmenbedingungen wurden nicht berücksichtigt

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Die niederösterreichischen HTL-Schülerinnen und Schüler wollen mehr Bildung", stellt Bildungs-und Jugendlandesrat Mag. Johann Heuras nach einem Treffen mit HTL-Schülervertretern fest. Die Schülervertreter fordern von Bundesministerin Claudia Schmied eine Erhöhung der sogenannten Werteinheiten, um wieder ein ausreichendes Angebot in den Schulen gewährleisten zu können.

Geänderte Rahmenbedingungen haben in den vergangenen Jahren zu einem Mehrverbrauch an Werteinheiten (Unterrichtsstunden) geführt. "Der Schlüssel zur Verteilung ist jedoch gleichgeblieben. Die Berechnung basiert allerdings auf Lehrplänen des Jahres 1988. Das ist antiquiert und muss rasch vom Bund geändert werden", betont Heuras, der auch darauf hinweist, dass von diesem Problem alle höheren Schulen betroffen sind.

"Alleine in der HTL Hollabrunn stehen im Schuljahr 2010/2011 nach laufenden Kürzungen in den letzten Jahren wieder 6 Prozent weniger Werteinheiten zur Verfügung. Das führt unter anderem dazu, dass Freigegenstände von 127 Stunden auf 20 Stunden pro Woche gekürzt wurden. Die unverbindliche Übung Bewegung und Sport kann in allen 4. und 5. Jahrgängen gar nicht mehr abgehalten werden", ärgert sich Schulsprecher Maximilian Lehr über den Reformunwillen des Bildungsministeriums. Gleichzeitig mussten wichtige Freigegenstände, die aufbauend und ergänzend für Pflichtfächer sind, ersatzlos gestrichen werden - beispielsweise Business Englisch und Projektmanagement.

Dazu der Bildungslandesrat: "Bewegung und Sport ist ein essentieller Unterrichtsbestandteil in den Schulen, weil es hier um die Gesundheit der Jugendlichen geht." Betroffen seien jedoch auch noch zahlreiche andere Unterrichtsfächer in allen HTLs in Niederösterreich. Man müsse vermeiden, dass kleinere Klassengrößen -bedingt durch geburtenschwache Jahrgänge - zu Lasten des Angebots gehen. Es sei bemerkenswert, dass die Schülerinnen und Schüler mehr Unterricht einfordern.

"Ich unterstütze diese Forderung mit ganzer Kraft und bin sofort bereit, tätig zu werden. Leider liegt hier die alleinige Kompetenz beim Bund", betont Heuras, der gemeinsam mit den Schülervertretern ein sofortiges Überdenken des Schlüssels zur Zuteilung der Ressourcen fordert. Heuras: "Geänderte Rahmenbedingungen erfordern neue Maßnahmen. Ich hoffe, dass der Bund im Sinne der vielen betroffenen Schülerinnen und Schüler einlenkt und mehr Ressourcen für die Jugend zur Verfügung stellt."

Ein entsprechendes Forderungspapier soll in Kürze seitens der Schülervertreter an den Bund ergehen, wie auch BHMS-Landesschulsprecherin Cristina Flore bestätigt.

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