- 04.04.2011, 20:49:28
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Selbstverständlich soll besonders werden (von Daniela Gross)
Ausgabe 5. April 2011
Klagenfurt (OTS) - Die Politik soll keine Angst vor der Demokratie
haben, sagt die FPK zur Volksbefragung. Angesichts dessen, dass es 56
Jahre bis zur Lösung im Ortstafelstreit gebraucht hat, muss man sich
fragen, wie viel Angst die Politik dann offenbar vor dem Recht hatte
- wenn ihr die Demokratie keine gemacht haben soll. Die geforderte
Volksbefragung holpert und stolpert schon daher, bevor sie überhaupt
fixiert ist. Das große Fragezeichen ist: Über was sollen wir bitte
entscheiden? Über ein im Staatsvertrag verankertes Recht? Das ist
mehr oder weniger peinlich für all jene, die sich plötzlich nach der
Stimme des Volkes sehnen. Zum einen, weil die Details der Lösung gar
nicht zur Abstimmung stehen: Wünscht sich ein Lesachtaler drei
Ortstafeln mehr, ein Suetschacher zwei weniger, so bleibt es der
fromme Wunsch - die Möglichkeit ihn zu artikulieren haben weder der
eine noch der andere. Mit der Befragung bedient man sich doch
letztendlich an der Sehnsucht der Menschen nach einem friedlichen
Miteinander und nutzt sie, um etwas Selbstverständliches besonders zu
machen.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]
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