- 04.04.2011, 16:23:37
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FORMAT online Exklusiv: Kontenöffnung bei Ex-Innenminister Ernst Strasser
Korruptionsstaatsanwalt befiehlt Banken, alle Strasser-Konten offen zu legen
Wien (OTS) - Die Zentrale Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von
Korruption hat nun offiziell die Öffnung aller Bankkonten von Ernst
Strasser beantragt. Der streng vertrauliche Kontenöffnungsbefehl vom
25. März 2011 wurde am 27. März vom Landesgericht für Strafsachen
Wien genehmigt und an die Fachverbände der Banken und der
Kreditgenossenschaften sowie der Raiffeisen- und Sparkassen
weitergeleitet. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT online
exklusiv.
Mit der strafgerichtlichen Kontenöffnung hat die Affäre rund um den
wegen Korruptionsverdacht zurückgetretenen EU-Parlamentarier Ernst
Strasser laut FORMAT eine neue Eskalationsstufe erreicht. Bereits
Ende März führten die Antikorruptionsjäger des Innenministeriums
mehrere Hausdurchsuchungen beim Ex-VP-Innenminister durch und
beschlagnahmten Dokumente und Datenträger.
Konkret ermittelt die Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen des
Verdachts der Bestechlichkeit. Strasser - für ihn gilt die
Unschuldsvermutung - drohen laut FORMAT bis zu zehn Jahre Gefängnis.
Strasser wird verdächtigt, gegen den Paragrafen 304 Absatz 1
Strafgesetzbuch verstoßen zuu haben: "Ein Amtsträger (...), der für
die pflichtwidrige Vornahme oder Unterlassung eines Amtsgeschäfts
einen Vorteil für sich oder einen Dritten fordert, annimmt oder sich
versprechen lässt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu
bestrafen (...) Wer jedoch die Tat in Bezug auf einen 50.000 Euro
übersteigenden Wert des Vorteils begeht, ist mit Freiheitsstrafe von
einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen." Bei Strasser geht es laut
FORMAT um ein gefordertes Jahreshonorar von 100.000 Euro.
Weitere Details zur Affäre Strasser präsentiert das
Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.
Rückfragehinweis:
FORMAT Business
Ashwien Sankholkar
01-21755-4126
www.format.at
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