• 04.04.2011, 16:06:11
  • /
  • OTS0245 OTW0245

"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon: "Ortstafeln - und aus"

Provokant und öd zugleich: Noch eine Runde im Streit ist nicht mehr auszuhalten.

Wien (OTS) - Von Wien aus betrachtet, lässt sich der Kärntner
Ortstafelkonflikt in einem Satz zusammenfassen: Stellt die verdammten
zweisprachigen Tafeln endlich auf und lasst uns dann damit in Ruhe!
Immer wurden sie für Symbolpolitik missbraucht: zum Beispiel von Jörg
Haider, der für die Kärntner Slowenen mehr erreichte, als es
oberflächlich betrachtet schien. Doch Haider bediente auch
gleichzeitig die tief sitzenden Anti-Slowenen-Reflexe der Kärntner.
Trotzdem wäre 2006 unter Schwarz-Blau ein Kompromiss fast gelungen.
Dann zuckten die Slowenenvertreter zurück, was Alfred Gusenbauer,
der Wolfgang Schüssel keinen Erfolg gönnte, ein Absprungbrett bot.
Also zurück an den Start.
Nun hat Josef Ostermayer, der kühle Techniker der Macht, einen
Kompromiss mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler ausgehandelt (der
damit auch seinen zweifelhaften "Negerwitze"-Ruf korrigieren könnte).
Jetzt wäre nur mehr das Parlament dran. Doch wieder sind die
Volksgruppenvertreter unzufrieden, FPÖ-Chef Strache stimmt alte
Haider-Töne an, und FPK-Chef Scheuch spielt ein Doppelspiel. S.O.S. -
Kärnten muss Burgenland werden! Dort lebt man seit Langem mit
zweisprachigen Ortstafeln. Wo ist das Problem?

Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PKU

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel